15. Januar 2020 / 19:11 Uhr

Gemoser bringt Vöhrum um den Lohn

Gemoser bringt Vöhrum um den Lohn

Christian Meyer und Peter Konrad
Peiner Allgemeine Zeitung
Flink und effektiv: Vöhrums Mustafa Yavas (am Ball) war zusammen mit Groß Ilsedes Oliver Küpper der erfolgreichste Werfer im Derby. Beide erzielten 19 Punkte.
Flink und effektiv: Vöhrums Mustafa Yavas (am Ball) war zusammen mit Groß Ilsedes Oliver Küpper der erfolgreichste Werfer im Derby. Beide erzielten 19 Punkte. © Foto: Isabell Massel
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Das roch nach einer Sensation: Basketball-Bezirksklassist Vöhrum führte im Derby gegen Spitzenreiter Groß Ilsede nach drei Vierteln. Am Ende verlor der Vorletzte trotz guter Leistung aber noch 51:59. Arminia-Spieler Marco Zschenderlein bedauerte, dass sein Team sich mit Gemoser über den Schiri aus der Konzentration brachte.

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Mehr Mühe als erwartet hatten die Basketballer aus Groß Ilsede im Derby der Bezirksklasse. Außenseiter Arminia Vöhrum schnupperte lange an einer faustdicken Überraschung, am Ende aber setzten sich die favorisierten Unioner mit 59:51 durch und übernahmen damit wieder die Tabellenführung.

Arminia Vöhrum - VT Union Groß Ilsede 51:59 (11:9, 23:25, 40:36). Obwohl die Gäste bislang alle Spiele gewonnen haben in dieser Saison, gaben sie sich vor der Partie gegen den Vorletzten vorsichtig. „Denn in den vergangenen Jahren waren die Partien zwischen uns und Vöhrum immer eng“, erklärte Union-Abteilungsleiter Matthias Busche.

Und seine Vorahnung sollte sich bestätigen. „Man hat von Beginn an gemerkt, dass sich die Vöhrumer einiges vorgenommen hatten“, sagte Busche und verwies darauf, dass die Arminen im ersten Viertel wacher und aggressiver waren als sein Team. „Wir dagegen waren etwas pomadig.“

Da jedoch die Wurfquoten auf beiden Seiten nicht die besten waren, sei die Partie ausgeglichen verlaufen, wobei die Vöhrumer den ersten Durchgang für sich entschieden. Auch deshalb, „weil wir unsere Größenvorteile unter dem Korb zunächst nicht genutzt haben“, monierte Busche. Dennoch waren die Ilseder oft nur durch Fouls zu stoppen – und diese sollten sich im späteren Verlauf des Spiels noch bemerkbar machen. „Erst im zweiten Abschnitt haben wir dann langsam unseren Faden gefunden.“ Entsprechend kamen die Ilseder auch besser in die Partie und wandelten den Rückstand bis zur Pause in ein 25:23 um.

Die Gastgeber ließen sich davon jedoch nicht beirren, gingen anschließend wieder in Führung – dank ihrer vier Dreier betrug ihr Vorsprung zwischenzeitlich sechs Punkte. Auch zu Beginn des letzten Viertels lagen die Arminen vorn (40:36) – eine Überraschung schien sich anzubahnen. Allerdings mussten sich die ersten beiden Vöhrumer Mitte des Schlussabschnitts aufgrund von jeweils fünf persönlichen Fouls aus der Partie verabschieden – und von den verbliebenen fünf Spielern hatten vier schon jeweils vier Fouls auf dem Konto.

Trotzdem hielt die Arminia auch weiterhin gut dagegen. „Es ist uns nicht gelungen, uns abzusetzen“, erklärte Busche. Erst kurz vor dem Abpfiff sorgte Mathias Schlüter für die Entscheidung: Mit zwei Dreiern machte er den Sieg für die Gäste perfekt. Busches Fazit: „Es war ein hartes Stück Arbeit.“

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Vöhrums Spieler Marco Zschenderlein dagegen trauerte einer möglichen Überraschung hinterher: „Die ersten drei Viertel liefen gut. Vor allem die Defense war super. Leider haben wir uns im vierten Viertel mehr darauf fokussiert, die Schiedsrichter-Entscheidungen zu kommentieren, als konzentriert weiterzuspielen“, ärgerte sich Zschenderlein. Coach Benjamin Magdziarz freute sich aber vor allem über die gute Leistung. „Obwohl wir körperlich unterlegen waren, haben wir unterm Korb gut mitgehalten. Wir können optimistisch in die Zukunft blicken.“

Ein gutes Debüt bei den Vöhrumern gab Rouven Wöhler. Der Trainer des Bezirksoberligisten TSV Edemissen hat sich überraschend der Arminia als Spieler angeschlossen. „Ich möchte und muss mich auch selber etwas bewegen. Das Niveau in Edemissen ist dafür jedoch zu hoch“, erklärte Wöhler.

Vöhrum: Yavas (19 Punkte/3 Dreier), Johnson (16/2), Wöhler (11/2), Kühnholz (3/1), Noske (2).

Union: Küpper (19), Schlüter (18/6), Fischer (10), Harstick (9/1), Berwing (3/1).

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