23. Februar 2022 / 16:57 Uhr

"Genau der Spielertyp, den wir gesucht haben": Mallet-Wechsel zu den Grizzlys offiziell

"Genau der Spielertyp, den wir gesucht haben": Mallet-Wechsel zu den Grizzlys offiziell

Marvin Sonnemann und Sven Grosche
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Ab sofort ein Grizzly: Stürmer Alexandre Mallet.
Ab sofort ein Grizzly: Stürmer Alexandre Mallet. © Imago Images
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Die Gerüchte haben sich bestätigt: Alexandre Mallet wechselt vom tschechischen Klub Berani Zlin zu den Grizzlys Wolfsburg. Der 29-jährige Kanadier erweitert damit die Offensiv-Optionen des Eishockey-Erstligisten.

Erst war es nur ein Gerücht, jetzt ist es offiziell: Die Grizzlys Wolfsburg haben Angreifer Alexandre Mallet verpflichtet. Der 29-jährige Kanadier wechselt mit sofortiger Wirkung zum Eishockey-Erstligisten und erhält einen Vertrag bis Saisonende. Mallet, der künftig mit der Rückennummer 92 auflaufen wird, spielte zuletzt für Berani Zlin in der tschechischen Extraliga und soll die Offensiv-Optionen von Headcoach Mike Stewart erweitern.

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„Wir haben mit Alex einen Spieler verpflichtet, der zum einen keine großen Schwierigkeiten haben wird, sich im Spielbetrieb zu integrieren, da er bis zuletzt im Einsatz war, und zum anderen ist er genau der Spielertyp, den wir gesucht haben, da er variabel auf dem Flügel oder als Center eingesetzt werden kann“, wird Grizzlys-Manager Charly Fliegauf in einer Klub-Mitteilung zitiert.

Der Neuzugang (1,85 Meter groß, 93 Kilo schwer) zeichnet sich vor allem durch sein körperbetontes Spiel aus - und ist sich auch für keinen Fight zu schade. 2018/19 war er in der tschechischen Extraliga der Spieler mit den meisten Strafen. Ex-Grizzly Brent Aubin (jetzt Iserlohn Roosters), wie Mallet in der französischsprachigen Provinz Quebec in Kanada aufgewachsen, beschreibt seinen Landsmann als „Powerforward für die dritte Reihe“, der „hart arbeitet und sich zudem besonders durch gutes Penalty-Kill“ auszeichne.

Fliegauf sieht das ähnlich: "Alex ist ein Powerforward, zudem noch ein Rechtsschütze, der sowohl in Unterzahl als auch in Überzahl eingesetzt werden kann und auch den Zweikampf mit dem Gegner nicht scheut. Diese Verpflichtung gibt uns noch mehr Tiefe im Kader, die wir im Hauptrunden-Endspurt und auch in den Play-offs brauchen werden."

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Stewart: Ein "absoluter Teamplayer"

Grizzlys-Coach Mike Stewart zeigte sich ebenfalls begeistert von der Verpflichtung: "Charakterlich passt er sehr gut zu uns, er ist ein absoluter Teamplayer. Er passt zu unserer Spielweise, kann hart spielen, ist überaus talentiert." Mallet habe demnach nach einer Chance gesucht, in Deutschland zu spielen - und die Grizzlys griffen zu. "Aus sportlicher Sicht haben wir einen weiteren guten Spieler in unseren Kader geholt", sagt Stewart. "Um optimal auf den Saison-Endspurt und die Play-offs vorbereitet zu sein, wollten wir zudem noch mehr Tiefe im Kader haben, das ist uns jetzt gelungen."

Den Kanadier hatten die Wolfsburger sogar schon länger auf dem Schirm, in den vergangenen zwei Wochen sei es dann konkret geworden. Wann der Neuzugang das erste Mal in Wolfsburg auf dem Eis stehen wird, ist derzeit noch nicht klar. Stewart: "Da müssen wir in den nächsten Tagen schauen." Für das Heimspiel am Freitag gegen die Nürnberg Ice Tigers (19.30 Uhr) ist Mallet also noch keine Option.

Mallet wurde 2012 vom NHL-Team Vancouver Canucks in Runde 2 an 57. Stelle gedraftet, hatte aber keinen Einsatz in der höchsten nordamerikanischen Liga. Nach zwei Saisons in der AHL und der ECHL zog es ihn 2016 nach Tschechien zum HC Dynamo Pardubice. In jenem Jahr spielte er auch in der CHL gegen die Grizzlys. Noch in der Saison 2016/17 wechselte er zum HC Kometa Brno, wo er auf Anhieb tschechischer Meister wurde und dies auch in der Folgesaison wiederholen konnte.

Bittner fällt wohl aus, Enlund und Fans zurück

Wie Neuzugang Mallet wird auch Dominik Bittner den Grizzlys am Freitag noch nicht zur Verfügung stehen. Der Wolfsburger, der sich am Montag eine schwere Gesichtsverletzung zugezogen hatte, konnte am Mittwoch noch nicht trainieren. "Er ist für das Wochenende fraglich, ich glaube nicht, dass er spielen wird", sagte Coach Stewart. Janik Möser, Trevor Mingoia und Jonas Enlund konnten dagegen wieder mittrainieren. Letzterer steht dazu nach Kieferbruch vor seinem Comeback. "Enlund war voll dabei und wird am Freitag spielen."

Beim Heimspiel gegen Nürnberg dürfen dann auch wieder deutlich mehr Zuschauer in die heimische Eis-Arena kommen, bis zu 2700 sind möglich. Stewart freut sich über diese "super Nachricht. Die ganze Saison hat etwas gefehlt", berichtet der Coach. Natürlich seien auch schon vorher Fans erlaubt gewesen, wenn auch nur 500. "Aber einfach zu sehen, dass die Wolfsburger Eishockey-Fans wieder ins Stadion dürfen, ist ein sehr wichtiger Schritt."

Vor allem die Energie der Fans hat den Grizzlys gefehlt, das wurde schon bei reduzierter Zuschauer-Zahl deutlich. "Selbst die 500 haben eine Energie ins Stadion gebracht. Meine Spieler und ich haben das gespürt und wir waren immer sehr positiv, wenn es laut in der Halle war", sagt Stewart.

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