19. Juli 2021 / 12:40 Uhr

Generalprobe geglückt: FC Eilenburg gewinnt gegen Bischofswerdaer FV

Generalprobe geglückt: FC Eilenburg gewinnt gegen Bischofswerdaer FV

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
FC Eilenburg
Philipp Sauer hatte bei seinem Strafstoß Glück, erst im Nachschuss konnte der Eilenburger gegen Bischofswerda auf 2:0 stellen. © Susan Stephan
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Der FC Eilenburg hat das letzte Testspiel vor dem Saisonauftakt gegen den Bischofswerdaer FV mit 3:0 gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Knaubel zeigte dabei eine starke Leistung, doch der Coach weiß auch, dass mit Chemie Leipzig am kommenden Sonntag ein ganz anderes Kaliber an die Mulde kommt.

Eilenburg. Am kommenden Sonntag hat das Warten ein Ende: Aufsteiger FC Eilenburg empfängt ab 14 Uhr die BSG Chemie Leipzig zum Auftakt-Kracher in der Regionalliga Nordost. Die Generalprobe meisterten die Schützlinge von Nico Knaubel bravourös. Viertliga-Absteiger Bischofswerdaer FV (zog sich freiwillig zurück) wurde mit einem 3:0 (2:0) am Samstag ziemlich eindrucksvoll besiegt.

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„Die Jungs haben das gut gemacht, aber Chemie wird ein ganz anderes Kaliber“, weiß Knaubel. Glücklich war der 41-Jährige vor allem mit der Defensive. „Wir wollten zu null spielen. Das war heute die wichtigste Aufgabe. Das gibt Selbstvertrauen“, erzählt der Coach. Ein Sonderlob bekam das Zentrum. Die Innenverteidiger Alex Vogel und Raimison Draiton Dos Santos kochten die BFV-Offensive ab, davor räumten Dongmin Kim und Kevin Wadewitz als Sechser ab. „Die paar Durchbrüche über Außen sind normal, alles kannst du nicht verhindern“, so Knaubel.

Torhüter Andreas Naumann bekam nur einen Ball auf seinen Kasten. Das wird am Sonntag mit Sicherheit anders werden. Chemie betrieb dafür eingängige Spionage. Trainer Miroslav Jagatic, Co-Trainer Christian Sobotta und Torwarttrainer Harry Bellot waren vor Ort. Ohne Zettel, aber mit vielen Eindrücken.

Personelle Probleme

Vor allem in der ersten Halbzeit kombinierte sich der FCE phasenweise stark vor das Tor. Die erste Duftnote setzte Christoph Jackisch schon nach wenigen Sekunden mit einem 18-Meter-Knaller an die Latte. Eilenburg hatte Spiel und Gegner im Griff und durfte nach einer sehenswerten Sauer-Kombination jubeln. Philipp Sauer setzte seinen kleinen Bruder Pascal herrlich in Szene, der schloss technisch anspruchsvoll aus 14 Metern ins lange Eck ab (22.). „Pascal ist immer da, in jedem Training richtig bei der Sache und hat sich heute mit einem guten Spiel belohnt“, freute sich Knaubel. Philipp wollte dem Kleinen in nichts nachstehen und versenkte in der 45. Minute einen Elfmeter, wenn auch erst im Nachschuss – Glück gehabt und 1:1 im Bruderduell.

Nach dem Wechsel drückten die Eilenburger weiter auf die Tube, waren aber nicht mehr ganz so konzentriert und gerieten durch unsaubere Pässe im Aufbauspiel unter Druck. „Das wird in der Regionalliga sofort bestraft“, sagte Ersatzkeeper Christopher Schulz. Bischofswerda hatte im Abschluss nicht die Qualität eines Regionalligisten, so dass die Eilenburger stets klären konnte, ehe es richtig gefährlich wurde. Der Schlusspunkt blieb Branden Stelmak vorbehalten. Das Kraftpaket wurde von Adam Fiedler herrlich in Szene gesetzt und köpfte aus elf Metern ein: 3:0 (70.).

Eigentlich könnte Eilenburg auf Wolke sieben schweben, doch der Blick auf die Personallage sorgt für dunkle Wolken. Nach Tim Bunge (Knieschaden/mindestens sechs Woche Pause) wird wohl auch Toni Majetschak (Muskelfaserriss) die ersten drei Spiele verpassen. Dazu rauschte Anton Rücker im Training am Freitag übel mit Branden Stelmak zusammen und konnte nicht auflaufen. Noah Baumann lag die Woche über mit einer Erkältung im Bett. Nico Knaubel bleibt optimistisch: „Hoffen wir, dass sich keiner weiter ansteckt und wir uns mit einer guten Trainingswoche ideal auf Chemie vorbereiten können.“