24. Oktober 2020 / 11:37 Uhr

Gerard Piqué kritisiert FC Barcelona für Umgang mit Valverde und Messi scharf: "Das geht mir auf die Nerven"

Gerard Piqué kritisiert FC Barcelona für Umgang mit Valverde und Messi scharf: "Das geht mir auf die Nerven"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Die Entlassung von Ex-Coach Ernesto Valverde (links) und der Fast-Abschied von Lionel Messi (rechts) haben Gerard Piqué zu kritischen Tönen verleitet.
Die Entlassung von Ex-Coach Ernesto Valverde (links) und der Fast-Abschied von Lionel Messi (rechts) haben Gerard Piqué zu kritischen Tönen verleitet. © imago images/Agencia EFE (Montage)
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Hinter dem FC Barcelona liegen turbulente Monate. Die Entlassung von Trainer Ernesto Valverde, der Fast-Abgang von Lionel Messi und nicht zuletzt das 2:8 gegen den FC Bayern haben den Katalanen zugesetzt. Nun äußert sich Barca-Profi Gerard Piqué - und geht mit einigen Entscheidungen des Klubs hart ins Gesicht.

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Kurz vor dem Clasico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid am Samstag (16 Uhr, DAZN) hat Gerard Piqué mit einem Rundumschlag für Wirbel gesorgt. Im Interview mit der katalanischen Zeitung La Vanguardia kritisierte der 33 Jahre alte Barca-Abwehrspieler seinen aktuellen Arbeitgeber teilweise mit harten Worten. Vor allem der Umgang mit den Spielern während der Corona-Krise, die Entlassung von Trainer Ernesto Valverde sowie der Fast-Abschied von Superstar Lionel Messi haben den spanischen Ex-Nationalspieler (Weltmeister 2010, Europameister 2012) gestört.

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Mit Blick auf die angebliche Schmutzkampagne des Vereins gegen ehemalige und aktuelle Profis, dem sogenannten "Barcagate", sagte Piqué: "Als Spieler sehe ich, dass der Verein Geld ausgegeben hat, um uns zu kritisieren. (...) Das ist empörend." In Auftrag des spanischen Top-Klubs soll eine Firma einige (Ex-)Spieler über die sozialen Netzwerke diskreditiert haben. Der FC Barcelona widersprach diesen Vorwürfen stets.

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Piqué ist darüber hinaus mit den Entscheidungen und der Kommunikation der Klub-Verantwortlichen nicht einverstanden. Vor allem die Entlassung von Trainer Valverde im Januar dieses Jahres ärgerte den viermaligen Champions-League-Sieger. Im Zentrum seiner Kritik steht Präsident Josep Maria Bartomeu. "Wir werden niemals wissen, was passiert wäre, aber den Trainer nach zwei Meisterschaften als Tabellenführer mitten in der Saison zu entlassen, schien mir nicht schlüssig. Das war für mich nicht logisch", betonte Piqué.

Valverde war nach dem Halbfinal-Aus des Teams gegen Atlético Madrid im spanischen Supercup entlassen worden, doch der Rauswurf des 55-Jährigen hatte sich schon seit Ende 2019 abgezeichnet. Sein Nachfolger wurde Quique Setién - der ist nach dem 2:8 gegen den FC Bayern München im Champions-League-Viertelfinale schon wieder durch Ronald Koeman ersetzt worden. Zur Blamage gegen den späteren Champion sagte Piqué nun: "Wenn so etwas passiert, müssen die Verantwortlichen Entscheidungen treffen. Sie müssen analysieren und zu einem Schluss kommen, was sich verändern muss. Denn es ist klar, dass wir nicht auf dem richtigen Weg waren."

Piqué über Causa Messi: "Ich hätte anders gehandelt"

Für das Verhalten Bartomeus in der Causa Messi hat Piqué ebenfalls kein Verständnis. Der argentinische Top-Star wollte weg aus Barcelona - doch weil ein Rechtsstreit bei der Vertragsauflösung des noch bis 2021 laufenden Kontrakts drohte, blieb Messi zähneknirschend dort. "Leo hatte sich eine Entscheidung mehr als verdient und wenn er gedacht hätte, er sollte gehen... Ich als Präsident hätte anders gehandelt", betonte sein Mitspieler vielsagend.