06. Oktober 2019 / 21:22 Uhr

Gercke im Pech, Lupo bleibt nach Remis im Keller kleben

Gercke im Pech, Lupo bleibt nach Remis im Keller kleben

Malte Schönfeld
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Foto; Boris Baschin, Wolfsburg,SPORT, Fußball-Oberliga, Lupo/Martini Wolfsburg - MTV Eintracht Celle
Wieder gekämpft, aber wieder kein Sieg: Lupo/Martini (blaue Trikots) kam nur zu einem 2.2 in Hagen. © Boris Baschin / Archiv
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Oberligist Lupo/Martini kommt nicht vom Fleck. Beim FC Hagen/Uthlede gab es ein 2:2 (1:2). Lupo verharrt auf einem Abstiegsplatz, die Gastgeber mit vier Zählern Vorsprung direkt davor.

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Lupo reiste bloß mit 16 Mann in das kleine Dorf bei Cuxhaven, doch dafür rissen sich diese Spieler gegenseitig mit. "Hagen hat eine Riesenbegeisterung und eine Kampfeslust, es ist dort mehr eine Wiese als ein Rasenplatz. Die fighten ums Überleben, sind der immer der Underdog hoch Zehn. Gegen diese Gegner muss man sich wehren", sagte Erkenbrecher - und lobte seine Schützlinge für ihre Standfestigkeit. Der kurze Luca-Nazaré Vaz musste beispielsweise gegen einen 1,90-Meter-Hünen antreten.

Früh gingen die Gäste in Führung, die Wolfsburger hatten das Spiel insofern im Griff, als dass Hagen ihnen den Ball überließ. Dann folgte aber, was für Lupo mittlerweile typisch geworden ist: Mit einem Doppelschlag gerieten die Italiener ins Hintertreffen. "Zwei Luftkämpfe", so Erkenbrecher. "Wir konnten beide Aktionen nicht verhindern. Ich bin aber glücklich, dass wir unter diese Schockwirkung nicht noch das dritte Gegentor bekommen haben."

Oberliga: Lupo/Martini Wolfsburg gegen MTV Eintracht Celle

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Foto; Boris Baschin, Wolfsburg,SPORT, Fußball-Oberliga, Lupo/Martini Wolfsburg - MTV Eintracht Celle ©
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In der Kabine wurde es dann lauter, Kapitän Marius Sauss, Abwehrboss Thomas Ströhl und Motor Bobby Chamorro führten diese Emotionalität auf dem Platze weiter. "Nur mit fußballerischen Mitteln wäre es schwer geworden. Hagen hätte sich auch zwei Stunden in jeden Zweikampf geworfen. Dieses Team ist kein Nachtisch, sondern eine Hauptspeise", so Erkenbrechers Umschreibung. "Die drei Spieler waren für uns ganz wichtig, gerade Chamorro hat sich ein Sonderlob verdient." Und mit breiter Brust kam Lupo zum Ausgleich durch Timon Hallmann, der kurz darauf mit einer Zerrung ausgewechselt werden musste. Schon vorher hatte Fabian Vy-Ngoc mit Oberschenkelproblemen runtergemusst.

Eine Viertelstunde vor Schluss hätte Nico Gercke dann für den kompletten Turnaround sorgen können, doch sein Abschluss landete nur am Innenpfosten. Es blieb beim 2:2, obwohl Lupo im zweiten Durchgang auch durch seine Standards mehr Druck auf die Box aufbauen konnte. Erkenbrecher: "Wir tanzen auf Messers Schneide. Es geht darum, dass endlich der nächste Dreier kommt. Fußballerisch muss da noch eine Schippe drauf. Diese Mentalität und fußballerische Aggressivität sind Grundtugenden, die bei uns manchmal fehlen. Das ist mir ein Rätsel. Wenn wir aber in den Kampf reinkommen, dann sieht es ordentlich aus. Deswegen kann ich das Gefühl nach dem Spiel auch nicht richtig einordnen. Ich weiß nicht genau, ob wir was verpasst haben und deswegen enttäuscht sein sollten, oder glücklich darüber, dass wir gegen diesen Gegner nochmal zurückgekommen sind."

Lupo: Sauss - Vy-Ngoc (46. Krecklow), Schlothauer, Ströhl, Nazaré-Vaz - Igkmpinompa, Chamorro - Ebot-Etchi (72. Salijevic), Gercke, Rizzo - Hallmann (64. Tuccio).

Tore: 0:1 (7.) Vy-Ngoc, 1:1 (35.) Holler, 2:1 (36.) Köhler, 2:2 (60.) Hallmann.

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