24. Januar 2019 / 16:21 Uhr

Gericht bestätigt: Absage der außerordentliche Mitgliederversammlung bei 96 korrekt

Gericht bestätigt: Absage der außerordentliche Mitgliederversammlung bei 96 korrekt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das Amtsgericht Hannover hat Hannover 96 verpflichtet, drei Vereinsmitgliedern eine vollständige Liste seiner Mitglieder herauszugeben.
Das Amtsgericht Hannover hat Hannover 96 verpflichtet, drei Vereinsmitgliedern eine vollständige Liste seiner Mitglieder herauszugeben. © imago/Montage
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Erfolg für Hannover 96: Das Amtsgericht Hannover bestätigte jetzt, dass die Absage der außerordentlichen Mitgliederversammlung rechtlich korrekt gewesen ist. Die Kläger von der IG Pro Verein 1896 haben jetzt die Kosten des Verfahrens zu tragen - weil der Justiz die Ursache und der Anlass fehlen.

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Anfang Dezember 2018 legten Mitglieder von Hannover 96 genügend Unterschriften vor, um eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Der Vorstand und die 17 Abteilungsleiter des e.V. entschieden nach einem Rechtsgutachten jedoch, diese nicht stattfinden zu lesen. Dafür führte Hannover 96 vier Gründe an (hier nachlesen).

Die Netzreaktionen zur Absage der Außerordentlichen Mitgliederversammlung

Die Netzreaktionen zur Absage der 96-Mitgliederversammlung. Zur Galerie
Die Netzreaktionen zur Absage der 96-Mitgliederversammlung. ©
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Fehlende Ursache und baldiges Stattfinden

Aus Reihen der Mitglieder und Fans hallte ein negatives Echo. Die Interessengemeinschaft (IG) Pro Verein 1896 hatte gegen die Absage geklagt - wie sich jetzt herausstellt erfolglos. Das Amtsgericht Hannover fällte das Urteil, die Durchführung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung sei, wie schon im unabhängigen Rechtsgutachten festgehalten wurde, "nicht statthaft". Das teilte Hannover 96 jetzt in einer Vereinsmitteilung mit.

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Mit der Einberufung der Mitgliederversammlung sollten die drei amtierenden Aufsichtsratmitglieder Veronika von Lintel, Michael Beck und Valentin Schmidt abgewählt und ihre Posten neu besetzt werden, die ohnehin zur terminierten Versammlung am 23. März 2019 nicht mehr kandidieren.

"Aus mangelnden Rechtschutzbedürfnis" lehnte das Gericht diese Forderung ab, da die Versammlung "kurz bevorsteht und der Vorstand dem Gericht glaubhaft versichert, dass er die von der Minderheit genannte Angelegenheit mit auf die Tagesordnung (...) gesetzt hat."

Dem Gericht fehle "die Bennenung der Ursache, die Anlass zur Berufung der Versammlung gibt und zur vorzeitigen Abwahl von Aufsichtsratmitgliedern führen soll".

Das Fazit des Amtsgerichts:

„Aus vorgenannten Gründen muss ein Rechtsschutzbedürfnis für eine Ermächtigung zur Einberufung einer vorzeitigen Mitgliederversammlung in diesem Falle verneint werden. Der Antrag war daher abzulehnen.“

mcb

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