13. Januar 2022 / 14:04 Uhr

Germania Auligk hält bei der "LVZ-Laufforderung" vorn mit

Germania Auligk hält bei der "LVZ-Laufforderung" vorn mit

Christian Kluge
Leipziger Volkszeitung
Falk Kortenhof von Germania Auligk legt sich bei der LVZ-Laufforderung ordentlich ins Zeug. 
Falk Kortenhof von Germania Auligk legt sich bei der LVZ-Laufforderung ordentlich ins Zeug.  © dpa/Privat
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Rund 150 Mitglieder hat der SV Germania Auligk, beheimatet wenige hundert Meter nördlich der sächsischen Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt. Bei der „Laufforderung“ der Leipziger Volkszeitung sind die Germania-Mitglieder mächtig aktiv - ganz besonders Falk Kortenhof.

Auligk. Rund 150 Mitglieder hat der SV Germania Auligk, beheimatet wenige hundert Meter nördlich der sächsischen Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt. Ein kleiner Verein mit nur fünf Abteilungen. Aber bei der „Laufforderung“ der Leipziger Volkszeitung sind die Germania-Mitglieder mächtig aktiv. Erst kürzlich war Torsten Graupeter vom SV der aktuell 700. Teilnehmer dieser Veranstaltung, die noch bis zum 31. Januar läuft. Doch woher kommt das Engagement von Germania Auligk? Schließlich ist der SV kein Leichtathletikverein, sondern die Fußballer – als größte Abteilung – kicken in der Weststaffel der Kreisliga A des Landkreises Muldental/Leipziger Land.

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„Mir ist diese Initiative der LVZ schon früh online aufgefallen“, erzählt Falk Kortenhof vom SV Germania. Natürlich auch ein Fußballer und mit seinen 43 Jahren noch immer in der ersten Männermannschaft am Ball. Die steht nach bisher sieben Punktspielen auf Tabellenplatz sieben. „Da ich selbst neben dem Fußballtraining regelmäßig laufen gehe, wollte ich auch andere Vereinsmitglieder für die Aktion aktivieren. Und das hat funktioniert.“

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Mittlerweile sind rund 30 Germania-Mitglieder dabei. „Rund die Hälfte sind Fußballer“, weiß Raik Hiller, Abteilungsleiter der Kicker aus Auligk. „Und wir sind gut am Ball – sozusagen. Wir haben in der Teamwertung als Neunter momentan über 1300 Kilometer Vorsprung auf den Zehnten“, ergänzt Hiller. Achter ist der LFV Oberholz (2641,8) vor dem Leipzig Marathon e.V., der erst bei 1290 Kilometern angekommen ist.


Vereinsvorsitzende erfreut über Aktivität

Spitzenreiter der Teamwertung ist aktuell die LG eXa Leipzig mit satten 12.510 Kilometern vor dem Dragons Club Leipzig, der mit 11.499 Kilometern inzwischen die Kanuten von der SG LVB überholt hat (11.352). Der SV Germania Auligk hat 2623 Kilometer gesammelt – woran Falk Kortenhof mit 383,1 Kilometern einen großen Anteil hat und als Bester seines Vereins in der Einzelwertung auf dem 19. Platz steht. Ebenfalls fleißig ist sein Vereinskamerad Heinz Schacke auf Rang 37 mit 312,2 Kilometern.

Der Germania-Vereinsvorsitzende René Bischoff ist durchaus erfreut über die Aktivitäten seiner Mitglieder. Er sagt: „Natürlich spornen die in Aussicht gestellten Preise etwas an. Aber Dabeisein ist alles. Die ersten Plätze werden am Ende wohl die großen Laufvereine belegen.“ Für Platz eins in der Teamwertung hat die LVZ 1000 Euro für die Clubkasse ausgelobt, der Dritte bekommt auch noch 500 Euro. In der Einzelwertung gibt es für die drei Erstplatzierten Gutscheine für den Leipziger Laufladen im Wert von 150, 100 und 50 Euro. Als Verein werden die Aktiven vom SV Germania Auligk wohl nicht mehr unter die besten Drei kommen können. Aber wenn Falk Kortenhof in den nächsten zweieinhalb Wochen noch ein paar lange Kanten in die Wertung bringt, ist alles möglich. Aktuell steht Christian Jakob vom 1. FC Lok Leipzig mit 607 Kilometern auf Platz drei. Spitzenreiter ist Thorsten Schindler vom LC Auensee mit 700 Kilometern.

Schon über 900 Teilnehmer

„Ich habe auch schon mal einen Halbmarathon mitgemacht“, erzählt Kortenhof, der als Projektleiter bei der Landestalsperrenverwaltung Sachsen arbeitet und sich hier auch immer wieder mal im Homeoffice wiederfindet. „Bei der Laufforderung habe ich erstmal langsam angefangen und dann stetig meinen Fitnesslevel gesteigert. Ich versuche, jeden Tag eine Runde zu absolvieren. Mit einem Platz unter den besten 20 in der Einzelwertung wäre ich allerdings schon sehr zufrieden.“

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Corona hat den sportlichen 43-Jährigen bisher zum Glück verschont. Wenn er gerade nicht läuft oder Fußball spielt, stehen Badminton, Sommer-Radtouren oder im Winter Skiausflüge auf dem Programm von Falk Kortenhof, der nicht in Auligk, sondern im knapp sieben Kilometer entfernten Groitzsch zuhause ist. Bleibt abzuwarten, ob er sich bis zum 31. Januar im Vorderfeld der LVZ-Laufforderung etablieren kann. Inzwischen sind immerhin schon 908 Teilnehmer in der Einzelwertung aufgelistet.

Wie es mit einer Teilnahme auch jetzt noch klappen kann und wie man die absolvierten Strecken dann auch in die Wertung bringt, können Interessierte nach wie vor auf der SPORTBUZZER-Homepage im Internet nachlesen. Auch Läufer ohne Vereinsmitgliedschaft können teilnehmen – und ihre Kilometer auf Wunsch dann sogar an einen der gelisteten Vereine spenden. Wäre vielleicht auch was für Wohltäter des SV Germania Auligk, der sich im Wettbewerb mit viel größeren und laufstarken Vereinen befindet.