08. November 2019 / 20:00 Uhr

Germania II braucht noch sechs Punkte: Wohlatz fordert Sieg gegen unkonstanten TuS Garbsen

Germania II braucht noch sechs Punkte: Wohlatz fordert Sieg gegen unkonstanten TuS Garbsen

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Germanias Trainer Michael Wohlatz.
Germanias Trainer Michael Wohlatz. © Mirko Haendel
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Trotz des Sieges zuletzt steckt der 1. FC Germania Egestorf/Langreder II weiterhin im Keller fest. Elf Punkte sind es bis zum rettenden Ufer der Bezirksliga 3. Daher fordert Germanen-Coach Michael Wohlatz bis zur Winterpause noch mindestens sechs Punkte aus drei Spielen. Die ersten drei sollen schon gegen den TuS Garbsen her.

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Für Michael Wohlatz ist die Ausgangslage klar: „Wir haben noch drei Spiele bis zur Winterpause. Und wir brauchen mindestens sechs Punkte, um uns noch eine realistisch Chance zu erhalten, den Klassenerhalt schaffen zu können“, sagt der Coach des Bezirksligisten 1. FC Germania Egestorf/Langreder II. Deshalb stehe sein Team am Samstag (14 Uhr) im Heimspiel gegen den Tabellensechsten TuS Garbsen durchaus unter Druck: „Egal, wie stark der Gegner ist. Ein Dreier muss her.“

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Nur sportlich Rivalen:

 Iltens Torhüter Jan Hendrik Hoppe (links) und Altwarmbüchens Ulf Eckelt mit Sportsgeist. Zur Galerie
Nur sportlich Rivalen: Iltens Torhüter Jan Hendrik Hoppe (links) und Altwarmbüchens Ulf Eckelt mit Sportsgeist. ©
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„Die Germanen wollen Fußball spielen, das kommt uns entgegen.“

Die Maximalpunktzahl strebt aber natürlich auch Gästetrainer Martin Kummer an, auch wenn ihm nach den Langzeitausfällen Sven Sulowski und Niklas Preuß mit Tim Meinhold (verletzt) und Yasin Güzelcümbüs (rote Karte) zwei weitere Leistungsträger weggebrochen sind. „Die Jungs sind für die Stabilität des Gefüges extrem wichtig.“ Alles in allem glaube er jedoch nicht, dass die personellen Schwierigkeiten entscheidend sein werden. „Das größte Problem in meiner jungen Mannschaft liegt zwischen den Ohren“, formuliert es der Coach bildhaft. Das Team habe ein Einstellungsdefizit. „An die Aufgaben gegen die Teams von oben gehen die Jungs ganz anders heran.“

Diese Mentalität ließen sie dann gegen die vermeintlich schwächeren Konkurrenten – wie SV Eintracht Afferde, TuS Germania Hagen oder den MTV Rehren A/R – oft vermissen. „So schlagen wir in der Liga gar keinen“, sagt Kummer unmissverständlich. Das 1:7-Heimdebakel gegen den Aufsteiger aus Rehren sollte Lehre genug gewesen sein. Er fordere von seinen Spielern im Gastspiel bei der Reserve des 1. FC Germania Egestorf/Langreder volle Konzentration und totales Engagement. „Die Egestorfer haben zuletzt mit 5:1 in Rinteln gewonnen. Wir haben dort vor kurzer Zeit 2:3 verloren – das sagt doch alles. Da wird doch wohl hoffentlich keiner die Frechheit besitzen, diesen Gegner zu unterschätzen.“

Zwei Aspekte stimmen der TuS-Coach hoffnungsfroh: „Die Germanen wollen Fußball spielen, das kommt uns entgegen.“ Außerdem werde die zu erwartende Besetzung des Gegners seine Schützlinge im Idealfall besonders motivieren. Denn es dürften beim Gegner einige ehemalige  Regionalliga-Kicker respektive Spieler des aktuellen Oberliga-Kaders mitmischen. „Das sollte für die richtige Einstellung sorgen.“

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Germanen planen taktisch um

Wer genau allerdings aufseiten der Hausherren den Kader U23 verstärken wird, steht noch nicht fest: „Von den altgedienten Germanen hoffe ich auf Markus Straten-Wolf, Christoph Beismann und – wenn es optimal läuft – auf Marek Waldschmidt und Mirko Dismer“, sagt der Egestorfer Coach. Dazu rechne er mit ein, zwei Kickern aus der ersten Mannschaft, die erst am Sonntag spiele. „Die U19 muss leider parallel zu uns ran, aber ein oder zwei Jungs können uns vielleicht dennoch helfen.“ Er gehe auf jeden Fall davon aus, dass er eine schlagkräftige Startelf auf den Platz schicken könne.

Taktisch werde man die Sache anders angehen als zuletzt beim Sieg in Rinteln. „Wir werden uns etwas zurückziehen, denn der Kader der Garbsener verfügt über ganz viel Tempo. Wir dürfen dem Gegner deshalb nicht so viel Tiefe hinter der Kette anbieten.“ Die konterstarken Gäste brächten zudem enorme Körperlichkeit bei Standards mit, „und sie laufen extrem hart an“, warnt Wohlatz. „Das macht sie sehr unbequem.“ Allerdings sei der TuS eine kleine Wundertüte: „Die sind konstant unkonstant.“ Das gebe seinem Team die Chance, einen weiteren Dreier nachzulegen. „Dafür muss aber alles passen.“

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„Die Bezirksliga als Unterbau soll nicht einfach so weggeworfen werden.“

Klar sei auch, dass sich trotz des jüngsten Erfolges nicht viel verändert habe: „Wir sind immer noch Letzter, haben immer noch einen großen Abstand auf das rettende Ufer.“ Allerdings sei das Team zuletzt immer auf Augenhöhe gewesen, hätte jede Partie gewinnen können. „Unterm Strich sind aber zu wenige Punkte herausgesprungen.“ Und das müsse sich jetzt ändern. Mut mache ihm, dass sich im Verein zuletzt viel bewegt habe. „Die Bezirksliga als Unterbau soll nicht einfach so weggeworfen werden.“ Es gebe Unterstützung, und sollte der Abstand bis zum Jahresende weiter verkürzt werden können, sei er zuversichtlich, dass der Rest der Saison positiver verlaufen werde.

Mit einem harten Gang rechnet TuS-Trainer Kummer nicht nur, weil sich die Hausherren längst noch nicht aufgeben haben. „Ich fand schon bei unserem 3:0-Sieg im Hinspiel, dass die junge Egestorfer Mannschaft einen guten Ball gespielt haben. Die haben nur ihre Chancen nicht genutzt, und bei uns hatte Dustin Quast einen Sahnetag.“ Alles in allem sehe er der Rückrunde aber gelassen entgegen. „Wir bleiben auf jeden Fall sicher drin. Deshalb werde ich mit Blick auf die Zukunft immer mal wieder ein bisschen ausprobieren und experimentieren: sowohl in Bezug auf taktische Systeme als auch mit Blick auf die einzelnen Positionen.“

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