11. März 2018 / 20:25 Uhr

Salomonische Germanen: Egestorf trennt auch im ersten Heimspiel seit November die Punkte (mit Galerie!)

Salomonische Germanen: Egestorf trennt auch im ersten Heimspiel seit November die Punkte (mit Galerie!)

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Germanias Hendrik Weydandt macht den Hürdenlauf über Michael Wessel.
Germanias Hendrik Weydandt macht den Hürdenlauf über Michael Wessel. © Stefan Zwing
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Das Pflichtspieljahr 2018 kennt von dem 1. FC Germania Egestorf/Langreder auch weiterhin nur ein Ergebnis: Unentschieden. Im ersten Heimspiel seit fast vier Monaten hatten Schikora und Lindemann noch die besten Einschusschancen - doch der BSV Rehden hielt "destruktiv" stand.

Der 1. FC Germania Egestorf/Langreder hat sich in der Regionalliga Nord auch im dritten Spiel des Jahres die Punkte geteilt. Nach dem 2:2 in Eutin und dem 0:0 beim VfL Wolfsburg II trennte sich das Team von Trainer Jan Zimmermann trotz klarer Überlegenheit mit einem torlosen Remis vom BSV Rehden. Für die Germania war es der erste Heimauftritt seit Mitte November.

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Bilder vom Spiel der Regionalliga Nord zwischen dem 1. FC Germania Egestorf/Langreder und dem BSV S-W Rehden

Germanias Dominik Behnsen (hinten) im Gleichschritt mit Kai-Bastian Evers. Zur Galerie
Germanias Dominik Behnsen (hinten) im Gleichschritt mit Kai-Bastian Evers. ©

​Zimmermann stellt früh um

Gegenüber der Begegnung mit der VfL-Reserve einen Monat zuvor nahm Zimmermann in seiner Startelf zwei Wechsel vor: Marco Schikora verteidigte hinten rechts für Kapitän Mirko Dismer (beruflich verhindert) und im zentralen Mittelfeld agierte Dominik Behnsen anstelle von Björn Lindemann (Bank).

Die 175 Zuschauer im Stadion an der Emmerke sahen bei Temperaturen um die 15 Grad auf dem nach der langen Winterpause holprigen Rasen von Beginn an eine einseitige Partie. Die Gastgeber machten das Spiel und die hinten mit einer Fünferkette äußerst defensiv eingestellten Rehdener beschränkten sich fast ausschließlich auf Abwehrarbeit.

„Dass sie so tief stehen, kam überraschend“, sagte Zimmermann nach dem Schlusspfiff. Schon nach wenigen Minuten änderte er daher die taktische Ausrichtung seiner Mannschaft: Dominik Behnsen, der neben Marvin Stieler im defensiven Mittelfeld begonnen hatte, rückte eine Position vor, um Joshua Siegert zu unterstützen.

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Wir schreiben das Jahr 1996, eine Karriere steht beim SC Langenhagen gerade am Anfang. Damals hatte der gesuchte Spieler noch ein paar mehr Haare auf dem Kopf. Habt ihr ihn erkannt? ©

​Die größte Chance hat der Gast

In der 19. Minute gab es eine kleine Schrecksekunde aus Sicht der Gastgeber: Stieler humpelte nach einem Foul von Rehdens Lennart Madroch vom Platz. Zimmermann schickte Routinier Jan Bassler zum Warmmachen, aber Stieler konnte weitermachen. Den fälligen Freistoß übernahm Siegert. Seinen 20-Meter-Schuss aus zentraler Position hielt BSV-Keeper Milos Mandic problemlos.

Da Rehdens Kapitän Kai-Bastian Evers seine Abwehr bestens dirigierte, brachten die Germanen auch aus dem Spiel heraus keine richtig zwingenden Aktionen zustande. Auf den Außenbahnen fehlte Kevin Schumacher und Torben Engelking der Raum, um ihre Schnelligkeit auszuspielen. Und Torjäger Hendrik Weydandt wurde meist von zwei Gegenspielern abgeschirmt.

Kurz vor der Pause waren es die Gäste, die praktisch aus dem Nichts zur ersten Großchance des Spiels kamen. Als Corvin Behrens von der Strafraumkante volley abzog, zischte der Ball nur etwa einen halben Meter über das Tor.

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​Rehden spielt "destruktiv"

In der Anfangsphase des zweiten Durchgangs verzeichneten die Rehdener etwas mehr Spielanteile. „Ich hätte mir das über weitere Strecken der Partie gewünscht, weil wir sie eigentlich auskontern wollten“, erklärte Zimmermann. Doch diesen Gefallen tat ihm BSV-Coach Benedetto Muzzicato nicht. Schnell besann sich seine Auswahl wieder auf ihre Stärken in der Defensive. „Destruktiv“, fand Zimmermann.

Mit viel Geduld erarbeiten sich die Egestorfer schließlich doch noch einige gute Gelegenheiten. Weydandt zog knapp drüber (62.), Mandic lenkte einen feinen Linksschuss des eingewechselten Lindemann gerade so über die Latte (80.) und Madroch klärte auf der Linie einen Kopfball des aufgerückten Rechtsverteidigers Marco Schikora.

„Am Ende hat nur ein Tor gefehlt“, sagte Zimmermann, der mit der Leistung seiner Mannschaft insgesamt zufrieden war. Das Eckenverhältnis von 7:1 brachte die Dominanz der Hausherren gut zum Ausdruck.

Von Robby Echelmeyer

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