30. Juni 2020 / 16:01 Uhr

Utku Kani über die Aussagen von Egestorfs Trainer Paul Nieber: "Das kann ich so nicht stehen lassen"

Utku Kani über die Aussagen von Egestorfs Trainer Paul Nieber: "Das kann ich so nicht stehen lassen"

David Lidón
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ich habe mich einfach für einen anderen Weg entschieden. Für Utku Kani ist die Zeit beim Oberligisten 1. FC Germania Egestorf/Langreder schnell wieder vorbei gewesen. Ich wünsche Utku alles Gute, wir sind nicht im Bösen auseinandergegangen, sagt Trainer Paul Nieber.
"Ich habe mich einfach für einen anderen Weg entschieden." Für Utku Kani ist die Zeit beim Oberligisten 1. FC Germania Egestorf/Langreder schnell wieder vorbei gewesen. "Ich wünsche Utku alles Gute, wir sind nicht im Bösen auseinandergegangen", sagt Trainer Paul Nieber. © Christian Hanke
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"Ich habe nie ein Problem mit Paul gehabt, aber was er zu meinem Abgang gesagt hat, kann ich so nicht stehen lassen", sagt Utku Kani, der den Oberligisten 1. FC Germania Egestorf/Langreder nach nur einem halben Jahr wieder verlässt. Wie es dazu kam, dazu gibt es auch diesmal zwei Meinungen.

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Für Utku Kani ist die Zeit beim Oberligisten 1. FC Germania Egestorf/Langreder schnell wieder vorbei gewesen. In der vergangenen Winterpause war der 21-jährige Stürmer vom Regionalligisten TSV Havelse an den Deister gewechselt und hatte bei seinen vier Einsätzen vor der Corona-Unterbrechung ein Tor für die Elf von Trainer Paul Nieber erzielt. In der nächsten Spielzeit wird Kani ein anderes, noch unbekanntes Trikot tragen.

"Kleinigkeiten passten mir nicht"

"Ich habe nie ein Problem mit Paul gehabt, aber was er zu meinem Abgang gesagt hat, kann ich so nicht stehen lassen", sagt der Angreifer. Die Aussage, dass ihm Nieber keinen neuen Vertrag mehr angeboten hätte, sei aus Kanis Sicht nicht zutreffend. "Mir wurde mehrmals ein neuer Vertrag angeboten, Kleinigkeiten passten mir jedoch nicht und wurden dann geändert", sagt Kani. "Das kann ich auch belegen."

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Als er mit dem Kontrakt einverstanden war, gab er eine mündliche Zusage, entschied sich jedoch, anderweitig umzusehen, um andere Optionen zu prüfen. "Ich will für meine persönliche Entwicklung etwas anderes ausprobieren, vielleicht auch die Region Hannover verlassen", sagt der Stürmer.

"... und unser Angebot zurückgezogen"

Germanias Sportlicher Leiter kann die Aufregung nicht nachvollziehen. "Der Spieler hat mehrfach mündlich für die nächste Saison zugesagt. Als mir immer noch keine definitive Entscheidung von ihm vorlag, habe ich die Entscheidung getroffen und unser Angebot zurückgezogen", sagt Nieber auch vor dem Hintergrund seiner Saisonplanung. "Ich wünsche Utku alles Gute, wir sind nicht im Bösen auseinandergegangen."

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Auch Kani betont, dass er sich mit jedem in Egestorf gut verstanden hätte und es keinen anderen Grund für seinen Abschied von der Germania gibt. "Ich habe mich einfach für einen anderen Weg entschieden", sagt der 21-Jährige, der sich als Teamplayer sieht und sich immer voll in den Dienst seiner Mannschaft stelle.

Wohin es ihn zieht, werden die nächsten Wochen zeigen - die Trennung vom 1. FC Germania soll aber keinen faden Beigeschmack hinterlassen.