12. Mai 2019 / 20:18 Uhr

Später Absturz: Egestorfer fallen in Abstiegszone der Regionalliga Nord

Später Absturz: Egestorfer fallen in Abstiegszone der Regionalliga Nord

David Lidón
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Szene vom Regionalligaspiel zwischen dem VfL Wolfsburg II und dem 1.FC Germania Egestorf/Langreder.
Szene vom Regionalligaspiel zwischen dem VfL Wolfsburg II und dem 1.FC Germania Egestorf/Langreder. © Boris Baschin
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Einen Spieltag vor Saisonende ist der 1. FC Germania Egestorf/Langreder auf einen Abstiegsplatz der Regionalliga Nord gerutscht. Die 2:4 (0:3)-Niederlage beim VfL Wolfsburg II machte den Gegner zum Meister und verschärfte die schon prekäre Situation für die Deisterstädter.

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Dass sich der Lüneburger SK Hansa mit einem Last-Minute-Tor drei Punkte gegen den SSV Jeddeloh sicherte, passt zurzeit ins unglückliche Bild der Egestorfer. Das einzig Positive des Wochenendes: Der FC Eintracht Norderstedt unterlag zu Hause der Reserve von Hannover 96 mit 0:2 und ist dadurch aus Sicht des 1. FC Germania am nächsten Wochenende mit einem Sieg im direkten Duell an der Ammerke noch zu überholen – selbst Platz 14 ist noch zu erreichen.

Ordentlich - aber nur bis zum 0:1

In Wolfsburg wurden die Calenberger erst mutig, als die Partie beim Stand von 0:4 schon entschieden war. Torben Engelking verkürzte zweimal (61. Minute, 76.) und hatte noch die Chance zum Hattrick, doch sein Kopfball nach einem Freistoß von Niklas Teichgräber fand nicht ins Ziel (80.). „Bis zum 0:1 haben wir es ordentlich gemacht“, sagte Paul Nieber, der in der Entstehung des Treffers von Julian Klamt (17.) ein klares Handspiel gesehen hatte.

Bilder der Regionalligapartie zwischen dem VfL Wolfsburg II und dem 1.FC Germania Egestorf/Langreder

Szene vom Regionalligaspiel zwischen dem VfL Wolfsburg II und dem 1.FC Germania Egestorf/Langreder. Zur Galerie
Szene vom Regionalligaspiel zwischen dem VfL Wolfsburg II und dem 1.FC Germania Egestorf/Langreder. ©
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"Da lassen wir uns auskontern, das darf nicht passieren"

Dem 2:0 der Wölfe von Blaz Kramer (27.) folgte das 3:0 von Murat Saglam (36.), das für den Trainer besonders ärgerlich war. „Da lassen wir uns auskontern, das darf nicht passieren“, sagte er. An dieser Stelle war wieder die Unerfahrenheit der jungen Egestorfer Elf zu spüren, die unbedingt vor der Pause noch einen Treffer erzielen wollte und so in ihr Unheil namens Vorentscheidung rannte. Kurz nach dem Seitenwechsel stellte Julian Justvan auf 4:0 für den Favoriten, bevor die Gäste besser ins Spiel kamen.

Griffigkeit fehlt Germanen

„Uns hat die absolute Griffigkeit gefehlt, als es darauf ankam“, sagte Nieber und unterstrich seine Aussage damit, dass sein Team erst in der 57. Minute die erste Gelbe Karte sah – und die auch noch für Stürmer Christoph Beismann nach einem Kopfballduell. „Vor dem Spiel habe ich zu den Jungs gesagt, dass wir heute gerne mit 13 Gelben Karten nach Hause fahren können. Wir wollten mit der nötigen Präsenz alles im Keim ersticken“, berichtete der Coach – das hat nicht hingehauen, um im Bild zu bleiben.

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Viele offene Fragen

Dennoch ist Nieber zuversichtlich, am letzten Spieltag einen Heimerfolg gegen den direkten Konkurrenten aus Norderstedt einzufahren. „Auf die letzten 30 Minuten gegen den Meister aus Wolfsburg können wir aufbauen“, sagte er. Doch selbst wenn seine Mannschaft die drei Punkte holt, ist noch nicht sicher, ob sie in die Relegation gegen den Oberligazweiten muss. Das hängt davon ab, ob Eintracht Braunschweig noch aus der 3. Liga absteigt und ob die Wolfsburger sich in der Aufstiegsrunde durchsetzen und dadurch die Regionalliga Nord verlassen. Viele offene Fragen, die auch nach dem nächsten Wochenende nicht komplett beantwortet sein werden.

An den Abläufen ändert sich vorerst nichts

Das bedeutet für die Germania: Die Saison ist nach dem 34. Spieltag noch lange nicht beendet. „Wir werden weiterarbeiten, bis wir Gewissheit haben“, sagt Nieber. „Für uns ändert sich nichts an den Abläufen. Wir werden unserem Job weiter mit der nötigen Intensität nachgehen.“ Ein Runterfahren gibt es also nicht für den 1. FC – und das soll auch für die Ligazugehörigkeit gelten.

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