20. März 2020 / 19:01 Uhr

Gesundheitssport wirkt: Kreissportbund ist gewachsen

Gesundheitssport wirkt: Kreissportbund ist gewachsen

Matthias Preß
Peiner Allgemeine Zeitung
Die Mitgliederentwicklung im Kreissportbund Peine von 2010 bis 2020.
Die Mitgliederentwicklung im Kreissportbund Peine von 2010 bis 2020. © Quelle: Kreissportbund
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Der Abwärtstrend ist gestoppt. Die Zahl der Mitglieder in den Sportvereinen im Kreis Peine war in den zurückliegenden zehn Jahren stets gesunken. Die neue Bestandserhebung ergab dagegen ein leichtes Plus. Im Kreissportbund organisiert sind jetzt 47 334 Personen – 150 mehr als im Jahr zuvor.

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Von einer Trendwende wollte KSB-Chef Wilhelm Laaf zwar noch nicht sprechen, er sieht die aktuellen Zahlen aber als positives Zeichen für die Entwicklung vieler Vereine. Zuwachs sei festzustellen, wenn Gesundheitssport angeboten wird. Und bei größeren, professionell geführten Vereinen.

So ist VT Union Groß Ilsede unter die zehn größten Sportvereine im Landkreis geklettert. „VT Union hat einen Hauptamtlichen eingestellt“, sagte Laaf. Michael Rekel hat in Groß Ilsede den Gesundheitssport ausgebaut bis hin zur Rollator-Gymnastik im Altenheim. Das Mitgliederplus beim MTV Vechelde um 109 auf 1552 Personen führt KSB-Sportlehrer Ralf Klemm ebenfalls auf das Gesundheitssport-Angebot zurück.

Weil ausgebildete Übungsleiter dafür notwendig sind, begrüßt Laaf die Umstellung der Bezuschussung von der Vereinsgröße auf die Übungsleiter-Zahl. Dass viele Vereine statt fester Gruppen Kurse anbieten, könne von Vorteil sein. Das Interesse am gemeinsamen Sport werde geweckt, und „irgendwann tritt man doch in den Verein ein“.

Zwar gebe es bei der Mitgliederzahl insgesamt eine positive Entwicklung und bei der Zahl der Sportvereine mit 175 Stabilität, aber in einigen Altersgruppen einen „erschreckenden Rückgang“: Gibt es bei den bis zu Sechsjährigen noch ein Plus, habe der KSB in den Altersstufen darüber bis hin zu den 18-Jährigen ein erhebliches Minus verzeichnen müssen. Bei der Erklärung kann auch der KSB-Vorsitzende nur spekulieren: „Liegt das an der Ganztagstagsschule oder am veränderten Freizeitverhalten?“

Laaf meint, dass bei diesem Problem auch die Sportjugend gefordert ist. „Es gibt in vielen Vereinen Jugendwarte. Sie sollten die Jugendlichen fragen, welche Angebote sie haben wollen. Und wie sie die Freizeit gestalten wollen, wenn es nicht Fußball oder Handball sein soll.“

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