11. Januar 2022 / 09:28 Uhr

Getrennte Wege: Huhnstock verlässt nach der Saison den HC Elbflorenz

Getrennte Wege: Huhnstock verlässt nach der Saison den HC Elbflorenz

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Torwart Mario Huhnstock wird den HC Elbflorenz am Saisonende verlassen.
Torwart Mario Huhnstock wird den HC Elbflorenz am Saisonende verlassen. © Jan Huebner
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Die Verantwortlichen des HC Elbflorenz reagierten etwas irritiert, dass Kapitän Mario Huhnstock in den sozialen Medien seinen Abschied verkündete. Eigentlich war dafür eine Pressemitteilung vorgesehen. Klar ist jedoch, dass der Handball-Torwart in der kommenden Saison nicht mehr für den Verein auflaufen wird.

Dresden. Nach einer zweiwöchigen Pause starteten die Zweitliga-Handballer des HC Elbflorenz am Montag wieder ins Training. Schon am Wochenende sorgte Kapitän Mario Huhnstock für eine Überraschung. In den sozialen Medien verkündete der Torhüter, dass er in der neuen Saison nicht mehr für den HCE auflaufen wird. Er schrieb: „Leider wird meine Zeit als Spieler beim HC Elbflorenz diesen Sommer enden. Wie fast immer, ist es sehr traurig, wenn ein Abschnitt im Leben zu Ende geht. Ich habe über die Jahre tolle Menschen kennengelernt und werde viele sehr schöne Erinnerungen mitnehmen.“

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Neu orientieren

Die Verantwortlichen des Vereins reagierten etwas irritiert, dass der Keeper vorgeprescht war. Manager Karsten Wöhler wollte sich auch vorerst nicht weiter äußern, sagte nur so viel: „Richtig ist, dass es nicht gemeinsam weitergeht. Eigentlich hatten wir uns abgestimmt, das in einer Pressemitteilung in dieser Woche zu verkünden.“

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Auch Trainer Rico Göde hielt sein Statement kurz: „Offiziell kann ich bestätigen, dass wir nicht zusammen weiterarbeiten werden. Dabei haben wir uns die Entscheidung keinesfalls leicht gemacht.“ Das deutet zumindest daraufhin, dass sich der Verein auf dieser Position neu orientieren will.

Huhnstock war 2017 vom HC Erlangen an die Elbe gewechselt und steht damit die fünfte Saison in Dresden zwischen den Pfosten. Der Torhüter, der im April 36 Jahre alt wird, stammt aus Staßfurt, spielte später für den SV Halle und wechselte 2006 zum Zweitligisten Delitzsch. Zwischen 2008 und 2015 war er für den Bergischen HC aktiv, mit dem er zweimal in die Eliteliga aufstieg. Bevor er nach Dresden kam, stand er zwei Serien für den HC Erlangen im Tor, mit dem er ebenfalls aufstieg. Mit der U23-Auswahl wurde er 2007 Vizeweltmeister.

Planänderung

Beim HC Elbflorenz gehört der zweifache Familienvater zu den Leistungsträgern, engagiert sich zweimal in der Woche auch als Co-Trainer im Nachwuchs. Wie es beim Goalie nach der Saison weitergeht, ließ er in seinem Statement noch offen.

Nach den üblichen Corona-Tests ging es bei den Dresdnern – natürlich auch mit Huhnstock – am Montag im Training wieder in die Vollen. Allerdings zwang die Pandemie den Coach, seine Planungen zu ändern. „Eigentlich wären wir ja sofort ins Trainingslager auf den Rabenberg gefahren, doch die dortigen Verantwortlichen mussten uns absagen, können noch keine Gäste wieder empfangen“, erläutert Göde.


So wird zunächst daheim trainiert. „Natürlich ist das bitter für uns, aber jetzt wollen wir zumindest Ende Januar noch ein kleines Trainingscamp rund um die einzigen beiden Testspiele, die wir jeweils auswärts bestreiten, organisieren. Wir werden am 25. Januar gegen Potsdam spielen und drei Tage später bei den Füchsen Berlin“, verrät der Coach. Dann hofft er, dass auch die Nationalspieler Ivar Stavast (Niederlande), Mindaugas Dumcius (Litauen) und Marek Vanco (Tschechien) von der EM zurück sind. Allerdings billigt er dem Trio nach dem Höhepunkt auch noch freie Tage zu.