28. September 2020 / 15:18 Uhr

Gettorfer SC: Torben Dahsel überragend beim 5:2 gegen Heikendorfer SV – auch TSV Klausdorf trifft fünffach

Gettorfer SC: Torben Dahsel überragend beim 5:2 gegen Heikendorfer SV – auch TSV Klausdorf trifft fünffach

Jan Claas Harder
Kieler Nachrichten
So schön kann Torjubel sein: Gegen kollektiv gefrustete Heikendorfer bejubelt der Gettorfer Torjäger Torben Dahsel mit seinem Teamkollegen Kevin Link im Gepäck seinen dritten Treffer.
So schön kann Torjubel sein: Gegen kollektiv gefrustete Heikendorfer bejubelt der Gettorfer Torjäger Torben Dahsel mit seinem Teamkollegen Kevin Link "im Gepäck" seinen dritten Treffer. © Reinhard Gusner
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Überaus torreich verlief der zweite Spieltag in der Fußball-Landesliga Mitte. Während in der Vorwoche nur 16 Treffer bestaunt werden konnten, schlug das runde Leder diesmal gleich 38 Mal zwischen den Pfosten ein. Wesentlich an dieser Bilanz beteiligt war Meisterschaftsfavorit FC Kilia Kiel, der SVE Comet deutlich mit 9:2 deklassierte. Torhungrig waren auch der TSV Klausdorf und der Gettorfer SC, die ihre Heimspiele nicht nur gewannen, sondern ihren Gegnern auch jeweils fünf Tore „einschenkten“. Die einzigen Teams, die ohne eigenen Torerfolg blieben, waren MTSV Hohenwestedt und TSV Stein.

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TSV Klausdorf – TuS Jevenstedt 5:1

Klausdorf hatte gegen die soliden Gäste von Beginn an mehr vom Spiel und führte durch einen Strafstoß von Hime Hakaj früh mit 1:0 (13.). „Danach haben wir es aber verpasst, uns selbst zu belohnen“, erklärte Klausdorfs Trainer Dennis Trociewicz, dessen Team beste Chancen durch Niko Domnick (33.) und Leon Fey (34., 40.) vergab. Auf der Gegenseite rettete Klausdorfs Schlussmann zwei Mal (21., 28.). Erst im dritten Anlauf traf dann Fey (2:0, 43.). Doch Jevenstedt konterte und kam durch Lukas Gersteuer zum nicht unverdienten Anschlusstreffer (47.). „Danach war wieder alles offen. Das hätte nicht nötig getan“, befürchtete Trociewicz eine Wende. Erst Christer Reiser erlöste die Klausdorfer. Einen tollen Sololauf schloss er zum 3:1 ab (60.). Jevenstedt war geschlagen und kassierte noch zwei weitere Treffer (74., 88.). „Nach hinten raus hätte es noch deutlicher werden können. Unser Erfolg ist hochverdient“, fasste Klausdorfs Trainer Dennis Trociewicz zusammen. _(Michael Felke)
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Gettorfer SC – Heikendorfer SV 5:2

Gettorf gab von Anfang an den Ton an und führte schnell durch Treffer von Kevin Link (11.) und des überragenden Torben Dahsel (16.) mit 2:0. Nach einem Patzer im Aufbauspiel kamen die Gäste an den Ball, sie schalteten schnell um und verkürzten auf 1:2 (34.). „Wir haben in der Phase das Spiel aus der Hand gegeben und uns in die Halbzeit gerettet“, war GSC-Trainer Christian Schössler froh, dass HSV-Akteur Falk Espen Prieß aus kurzer Distanz über das Tor schoss und den Ausgleich liegen ließ (34.). Als Dahsel jedoch mit einem sehenswerten Seitfallzieher zum 3:1 traf (52.) und mit seinem dritten Tor gar auf 4:1 erhöhte (73.), war die Partie entschieden. Daran änderte auch der zweite Treffer von Heikendorfs Niklas Kracht nichts (4:2, 88.). Danny Dubau stellte schließlich den 5:2-Endstand her (90.+5.). „Ein absolut verdienter Sieg, weil wir unsere Chancen genutzt haben“, resümierte Schössler. (Michael Felke)

Klickt euch durch die Fotos zur Landesligapartie zwischen dem Gettorfer SC und dem Heikendorfer SV:

Das hat den Gastgebern wohl Glück gebracht: Die Gettorfer Rapsblütenkönigin Mareike Much (re.) und ihre Prinzessin Rieke Buchholz (2. v. re.) überreichten Schiedsrichter Jörn Göttsch den Spielball gegen den Heikendorfer SV. Zur Galerie
Das hat den Gastgebern wohl Glück gebracht: Die Gettorfer Rapsblütenkönigin Mareike Much (re.) und ihre Prinzessin Rieke Buchholz (2. v. re.) überreichten Schiedsrichter Jörn Göttsch den Spielball gegen den Heikendorfer SV. ©

TSV Stein – VfR Neumünster 0:3

Ereignisarm verlief die erste halbe Stunde. Doch dann schlug der VfR zu. Einen Freistoß von Agron Gashi beförderte Geart Latifi mit dem Kopf ins linke obere Eck. Nun waren die Gäste präsenter und hätten vor der Pause mühelos ein oder zwei Treffer nachlegen können. Die beste Chance bot sich Hokir Busali, der frei vor dem Steiner Tor jedoch nur den Pfosten traf (39.). 20 Minuten vor dem Ende sollte Busali jedoch jubeln können. Von Fiete Blunck in Szene gesetzt traf er aus 16 Metern für die Veilchen. Allerdings hätte die Begegnung doch noch spannend werden können, wenn Stein auf 1:2 verkürzt hätte. Eine exzellente Chance dazu vergab Michael Zeppelin. Stattdessen konnten die Neumünsteraner das Ergebnis durch einen von Marcel Stölting verwandelten Elfmeter noch ausbauen. „Der Sieg des VfR geht schon völlig in Ordnung. Fakt ist aber auch, dass sie uns spielerisch nicht gerade auseinandergenommen haben und wahrlich keine Übermacht sind. Wenn wir in Bestbesetzung hätten antreten können, dann wäre für uns sicherlich was drin gewesen“, bilanzierte Steins Spielertrainer Kristof Schneider.

SV Tungendorf – SpVg Eidertal Molfsee 4:3

Zwar fällt das Ergebnis auf den ersten Blick knapp aus, doch der Sieg des SV Tungendorf war hochverdient. Wie auch die frühe Führung durch den Doppelschlag von Julien Huber. Bis dahin harmlose Molfseer konnten nach einer Ecke durch Finn Langkowski verkürzen. Turbulent wurde es dann direkt vor und nach der Pause. Erst hielt der eingewechselte SVT-Keeper Linus Waldeck einen Strafstoß von Louis Schütt (45.), dann traf der Molfseer überraschend zum 2:2 (54.), obwohl eine klare Abseitsstellung vorlag. Doch der SVT hatte nur drei Minuten später die passende Antwort parat. Julien Huber erlief einen Querpass und versenkte das Spielgerät aus 50 Metern zwischen den Pfosten. Endgültig für klare Verhältnisse sorgte dann Felix Piaskowski, der einen SVT-Konter erfolgreich zum 4:2 abschloss. „Molfsee operiert im Spielaufbau bevorzugt mit vielen langen Bällen auf Finn Langkowski. Daher haben wir eine Strategie verfolgt, die genau das verhindert. Und dies war letztlich wohl auch der Schlüssel zu unserem Erfolg“, so Tungendorfs Co-Trainer Nils Voss.

Osterrönfelder TSV – MTSV Hohenwestedt 3:0

Der OTSV hatte die Partie von Beginn an im Griff und ging durch den Treffer von Niklas-Kenneth Neumann völlig verdient mit 1:0 in Front. Treffer Nummer zwei legte Vitalijs Stols nach, als er kurz vor dem Halbzeitpfiff traf. Der Freistoß des 29-jährigen Mittelfeldspielers rutschte Gästekeeper Enno Beckmann durch die Beine. „Wenn du in der Halbzeit feststellst, dass deine Jungs das Spiel völlig unter Kontrolle haben, man zudem noch mit 2:0 führt und noch einen Mann mehr auf dem Feld hat, blickst du als Trainer gelassen auf die zweiten 45 Minuten“, erklärte OTSV-Coach Maik Gabriel. Seine Elf vergab in Hälfte zwei noch mehrere Hochkaräter, während Hohenwestedt weiterhin ganz und gar nicht in die Spur fand. Mit Hennig Gieseler musste noch der zweite Gästespieler frühzeitig zum Duschen, und der OTSV machte durch Florian Kuklinski den 3:0-Sieg perfekt. Zwar sah Gabriel eine durchweg überzeugende Mannschaftleistung, dennoch fand er explizit lobende Worte für den Torschützen Niklas-Kenneth Neumann: „Er war unheimlich stark und hat wie ein Wahnsinniger geackert.“