21. Dezember 2018 / 10:55 Uhr

Gettorfs Coach Christian Schössler blickt in der Tabelle nach oben

Gettorfs Coach Christian Schössler blickt in der Tabelle nach oben

Reinhard Gusner
Kieler Nachrichten
Blickt zuversichtlich ist die restliche Rückrunde: GSC-Trainer Christian Schössler (rechts).
Blickt zuversichtlich ist die restliche Rückrunde: GSC-Trainer Christian Schössler (rechts). © Jürgen Griese
Anzeige

 „Das haben wir alle uns anders vorgestellt“, war Christian Schössler, Trainer des Gettorfer SC, mit der Hinrunde in der Fußball-Landesliga Schleswig „nicht so zufrieden“. Das änderte sich in den ersten drei Spielen der Rückrunde, die alle gewonnen wurden, so dass die Gettorfer mit einem versöhnlichen Jahresabschluss in die lange Winterpause gingen.

Anzeige
Mehr Fußball aus der Region

Hier warten die Bilder der Saison 2018/19 in Kiels Amateurfußball auf euch:

Auch der VfR Neumünster kam nach schlechtem Saisonstart allmählich ins Rollen: Hier jubelt Issam Khemiri nach dem 2:0 gegen Inter Türkspor Kiel. Zur Galerie
Auch der VfR Neumünster kam nach schlechtem Saisonstart allmählich ins Rollen: Hier jubelt Issam Khemiri nach dem 2:0 gegen Inter Türkspor Kiel. ©

Der dritte Tabellenplatz der Vorsaison ließ den Gettorfer SC zwangsläufig in die Reihe der Mitfavoriten rücken. Diese Rolle konnte man in der Hinrunde nicht ausfüllen. Nur drei Siege und vier Niederlagen lautete die Anfangsbilanz. Der folgten zwar drei Siege in Folge, doch fünf Spiele ohne Sieg bedeuteten für die Gettorfer zur Halbzeit der Saison mit 27:27 Toren und 20 Punkten nur einen eher enttäuschenden achten Tabellenplatz.

Anzeige

Die Gründe dafür lagen für Christian Schössler auf der Hand: „Wir haben zu viele Niederlagen und zu viele Gegentore kassiert“, rechnet er vor. Woran es lag? „Bei uns konnten längst nicht alle Spieler regelmäßig trainieren, es kamen mehrere Verletzte hinzu, so dass ich viel umstellen musste, worunter die eingespielte Abstimmung gelitten hat“, nennt Schössler aus seiner Sicht die Ursachen. Er spart aber auch nicht mit einer bei Trainern relativ selten anzutreffenden Selbstkritik: „Vielleicht habe ich trotz teils widriger Umstände zu viel von meiner Mannschaft erwartet und auch das eine oder andere Mal nicht die richtigen personellen Entscheidungen getroffen.“

Der Blick nach vorne eröffnet allerdings eine hoffnungsvolle Perspektive. Drei Siege zu Beginn der Rückrunde lassen die Gettorfer als Tabellensechste mit Blickrichtung nach oben überwintern. „Bis auf den nicht mehr einzuholenden Spitzenreiter Husumer SV ist die ausgeglichene Liga oben eng beisammen. Wir werden alles versuchen, im Rennen um die Plätze zwei bis fünf noch ein Wörtchen mitzusprechen“, konkretisiert Christian Schössler seine Erwartungen. Dass sein Team gegen das Führungsduo Husumer SV und TSV Nordmark Satrup (auswärts jeweils 1:1) mithalten konnte, hat es bewiesen.



Auch eine große Moral kann „ausgepackt“ werden, so wie im vorletzten Spiel vor der Winterpause im Derby gegen den Lokalrivalen TSV Altenholz. In einem echten Flutlicht-Krimi ging es über eine schnelle 2:0-Führung und einen 2:4-Rückstand in den Schlussminuten zum finalen 5:4-Triumph. „Dieses Spiel des Jahres hat uns Luft verschafft“, ist sich Schössler sicher.

Die Zuversicht des GSC-Trainers für eine bessere restliche Rückrunde hat auch personelle Gründe. Hatten Lennart Gravert (sechs Spiele), Constantin Westphal (vier), Lars Empen (zehn) und David Wagner (blieb ohne Einsatz) verletzungsbedingt nur wenige Einsatzzeiten, so werden sie nach der Winterpause wieder einsatzbereit sein und mit den „Dauerbrennern“ Daniel Hansen, Yannik Herzig und Niklas Wolf (sie wirkten in allen 18 Spielen mit) den Angriff auf obere Tabellenplätze ins Auge fassen.