02. April 2019 / 09:57 Uhr

Gettorfs Yannick Wolf gelingt Hattrick mit lädiertem Knöchel

Gettorfs Yannick Wolf gelingt Hattrick mit lädiertem Knöchel

Max Brosta
Kieler Nachrichten
Gettorfer Jubeltraube nach einem Tor des überragenden Yannick Wolf (Nr.17).
Gettorfer Jubeltraube nach einem Tor des überragenden Yannick Wolf (Nr.17). © Mario M. Koberg
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Das Gefühl zu verlieren kennt der Gettorfer SC schon gar nicht mehr. Sucht man die letzte Niederlage der Rot-Weißen, muss der Kalender gleich mehrmals umgeblättert werden: Oktober 2018, 2:4 gegen den MTSV Hohenwestedt. Seitdem hat das Team von Trainer Christian Schössler den Begriff Niederlage aus ihrem Wortschatz verbannt. In der Rückrunde der Fußball-Landesliga Schleswig sind die Gettorfer die Unschlagbaren – die Mannschaft der Stunde.

Sieben Spiele, fünf Siege, zwei Unentschieden – da kann nicht einmal der unangefochtene Ligaprimus aus Husum mithalten. Der GSC ist das einzige Team der Staffel, das in der Rückserie bisher noch keine Partie verloren hat. Doch was ist der Grund für den Aufwind der Rot-Weißen? „Wir haben alle Spieler an Bord“, erklärt Schössler, der in der Hinrunde mit Verletzungssorgen zu kämpfen hatte. Davon hat sich der aktuell Fünftplatzierte nahezu gänzlich erholt. „Es war das Manko der Hinserie, das wir mit unserer zweiten Reihe nicht kompensieren konnten“, so der GSC-Coach.

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Bis auf Torben Dahsel (Bänderdehnung) und Sebastian Möhl (Muskelfaserris) können die Gettorfer nun aus dem Vollen schöpfen. Sie treten geschlossen auf und bringen ihre Qualität auf den Rasen. Selbst von drei Gegentreffern gegen den TSV Friedrichsberg-Busdorf lässt sich der GSC nicht aus der Ruhe bringen: „Na und – schießen wir einfach vier Tore“, so das Motto der Schössler-Elf, die es sich auch mal erlauben kann, Top-Angreifer Yannick Wolf auf der Bank zu lassen und erst zur zweiten Hälfte einzuwechseln. „Er hatte einen lädierten Knöchel. Wir wollten ihn schonen“, erklärt der GSC-Coach. Geschont hat sich Wolf in den zweiten 45 Minuten jedoch nicht. Das Resultat: Ein Hattrick, der den Gettorfern drei wichtige Zähler sicherte. „Das war eine seiner besten Leistungen in der Saison“, lobt Schössler seinen Zwölf-Tore-Stürmer.

Somit schnuppert der Gettorfer SC dank der bisher beeindruckenden Rückserie weiter an den Top-Platzierungen der Liga. Ein Top-Vier-Platz ist das Ziel der Schössler-Elf. Nutzen die Rot-Weißen weiter die Gunst der Stunde und bleiben unschlagbar, ist eine Top-Platzierung nur eine Frage der Zeit.

Von solchen Tabellenrängen kann der TSV Altenholz momentan nur träumen. Die ambitionierten Schwarz-Gelben hat die Realität eingeholt, und die heißt Abstiegskampf. Doch nach enttäuschenden Leistungen in den vergangenen Wochen hat der TSV mit dem 2:1-Sieg gegen den BSC Brunsbüttel ein Lebenszeichen gesendet. „Wir haben das Gesicht Abstiegskampf gezeigt. Es gut nur ums Ergebnis. Das haben wir geliefert“, betont TSVA-Trainer Kristian Hamm, den die Herz- und Energieleistung seiner Mannschaft beeindruckte. „Das Team hat den Kampf angenommen. Alle waren heiß und haben sich gegenseitig gepusht“, freut sich der TSV-Coach über die Moral seiner Truppe.

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Klickt euch durch die Top-Elf der Hinrunde in der Landesliga Schleswig 2018/19:

Tor: Rico Nommensen (IF Stjernen Flensborg). Zur Galerie
Tor: Rico Nommensen (IF Stjernen Flensborg). ©

Doch befreit hat sich Altenholz trotz des Sieges noch längst nicht. Gerade in der gefährlichen Zone der Liga ist es sehr eng. Mit nun 28 Punkten hat die Hamm-Elf lediglich zwei Punkte Vorsprung auf den Relagations- und drei Zähler auf einen direkten Abstiegsplatz. Darum ist für Hamm klar: „Jeder Punkt zählt.“ Sein Team muss daher auch in den kommenden Spielen die im Abstiegskampf so wichtigen Tugenden weiter an den Tag legen: Laufbereitschaft, Kampf und unbändige Moral.