05. Juni 2019 / 11:26 Uhr

Gianni Infantino bleibt FIFA-Chef: "Kein Platz mehr für Korruption"

Gianni Infantino bleibt FIFA-Chef: "Kein Platz mehr für Korruption"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gianni Infantino bleibt Präsident der FIFA.
Gianni Infantino bleibt Präsident der FIFA. © (c) AP
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Gianni Infantino ist als FIFA-Präsident wiedergewählt worden. Der Schweizer wurde beim Kongress des Fußball-Weltverbandes am Mittwoch in Paris per Akklamation für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Der 49-Jährige gesteht bei seiner Rede auch Fehler ein.

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Gianni Infantino konnte seiner erneuten Kür zum FIFA-Präsidenten gelassen entgegensehen. Beim Kongress des Fußball-Weltverbandes am Mittwoch in Paris wurde der 49 Jahre alte Schweizer per Akklamation bis 2023 im Amt bestätigt. "Die letzten drei Jahre und vier Monate waren sicherlich nicht perfekt, ich habe sicher Fehler gemacht. Ich habe versucht, mich zu verbessern, aber heute am Wahltag spricht keiner mehr über Krisen. Niemand spricht mehr von Skandalen, niemand spricht mehr von Korruption", sagte der Schweizer in seiner Eröffnungsrede.

Am Dienstag hatten auch die europäischen Nationalverbände ihre kollektive Unterstützung für Infantino zugesagt. Der Schweizer betonte, dass es bei der FIFA nicht mehr möglich sei, Zahlungen zu verstecken. "Wir wissen genau, woher jeder Dollar kommt und wohin jeder Dollar fließt. Wir haben bei der FIFA keinen Platz mehr für Korruption. Nie wieder."

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"Wir wollen, dass die deutsche Stimme gehört wird. Dafür muss man miteinander und nicht übereinander reden", sagte DFB-Interimschef Rainer Koch in der französischen Hauptstadt. Zuvor hatten sich die Vertreter der fünf anderen FIFA-Konföderationen für Infantino ausgesprochen, so dass keine Abstimmung notwendig war. Eine vom FIFA-Council auf den Weg gebrachte Statutenänderung erleichterte das Wahlverfahren per Applaus. Der bislang letzte FIFA-Chef, der sich keiner Wahl mit Stimmenauszählung stellen musste, war Joseph Blatter im Jahr 2007.

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Dieser Präsident kann kicken! Gianni Infantino lud Altstars zum Spaßkick ein. Er wolle den Fußball wieder zurück zur FIFA bringen, so Infantino. © dpa
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Infantino führt die FIFA seit 2016, als er überraschend zum Nachfolger von Blatter gekürt wurde. Der ehemalige UEFA-Generalsekretär hatte damals überhaupt nur kandidiert, weil der damalige französische UEFA-Chef Michel Platini wegen Ethikvergehen gesperrt worden war.

Zuletzt war Infantino wegen diverser Pläne für neue oder erweiterte Turnierformate wie die reformierte Klub-WM in die Kritik geraten. Mit einer dubiosen Investment-Offerte über 25 Milliarden Dollar von namentlich nicht genannten Geldgebern für Vermarktungsrechte konnte sich der Schweizer zuletzt nicht durchsetzen. Als Erfolge seiner ersten Amtszeit wertet Infantino die Konsolidierung der FIFA-Finanzen und die Erhöhung der WM-Teilnehmerzahl von 32 auf 48 Teams vom Turnier 2026 an.

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