13. Juli 2020 / 07:29 Uhr

Gibt es etwas zu tun, sind die Saßens da: Diese Familie lebt für den MTV Gifhorn

Gibt es etwas zu tun, sind die Saßens da: Diese Familie lebt für den MTV Gifhorn

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
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Fußball, Familie Saß, MTV Gifhorn, Flutmulde, ehrenamtliche Helfer, Christian Saß, Mika Saß, Luca Saß, Nicole Saß © Foto: Sebastian Preuß
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Diese Familie lebt für ihren Verein: Wenn es beim MTV Gifhorn etwas zu tun gibt, sind Christian und Nicole Saß sowie ihre Söhne Luca und Mika nicht weit - mehr Engagement geht kaum.

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"Man braucht Leute, die engagiert sind, Spaß haben, unterstützen", sagt Michael Spies, Trainer der Oberliga-Fußballer des MTV. Betreuer Wolle Staats und Physio Carsten Meyer zählen dazu - und eben die Saßens - es gibt kaum etwas, was sie rund um die MTV-Erste nicht tun. "Nicole kocht für die Mannschaft, macht die Wäsche für die Jungs, Christian bemannt bei Heimspielen den Getränkewagen, sie bereiten die Kabinen vor - es ist toll, solche Leute im Verein zu haben, mit denen man sich auch gut versteht", freut sich Spies. "Wir sind sehr dankbar dafür."

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Und die Saßens sind mit Spaß dabei. "Wir machen, was so anfällt, sozusagen als Mutti und Vati für alles", sagt Nicole Saß und lacht. Vor rund zehn Jahren hatte alles seinen Anfang genommen: Damals begann der heute 15-Jährige Sohn Luca, beim MTV zu kicken. "Da gab es den ersten Kontakt zur Geschäftsführung, und es ging mit dem Getränkewagen los", erinnert sich Christian Saß. Als dann Uwe Erkenbrecher die Erstvertretung des MTV übernommen hatte, "gab es keine Betreuer mehr", so der 43-Jährige weiter. "Da haben wir dann alles gemacht."

Busse zu den Auswärtsspielen fahren, Reparaturarbeiten, Banden austauschen - alles kein Problem für die Gifhorner Familie. "Nur beim Training sind wir nicht dabei. Da sind dann Wolle und Carsten gefragt", sagt Christian Saß. "Wir sind eher morgens dort, wenn sonst niemand da ist - wegen der Kinder", fügt Nicole Saß an. "Der Große ist ja auch mal ganz froh, wenn die Eltern nicht im Haus sind, aber Mika ist zehn und freut sich, wenn seine Eltern nach der Schule auch mal zu Hause sind."

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Auch die Kinder helfen schon mit

Beide Saß-Jungs packen aber trotzdem ordentlich beim MTV mit an: "Das Trainer-Team bindet sie ein, geht auch auf ihre Beobachtungen ein", so die 37-Jährige weiter. Luca ist mittlerweile als Schiedsrichter aktiv, "will aber auch Jugend-Trainer werden", erzählt Nicole Saß. "Und Mika spielt selbst in der MTV-Jugend."

Viel Einsatz einer Familie, das ist nicht alltäglich - und das weiß der MTV auch zu würdigen. "Es gibt immer Anerkennung, auch von der Mannschaft", freut sich Christian Saß. "Niemand sieht es als selbstverständlich an", so Nicole Saß. Während der Corona-Krise haben die Saßens natürlich weniger zu tun als sonst - "ein bisschen langweilig ist das schon", sagt Christian Saß. "Aber es fällt trotzdem jeden Tag ein bisschen was an." Und dann ist die MTV-Familie zur Stelle.