05. Januar 2019 / 16:52 Uhr

„Gibt immer eine Chance“: Nicolai Müller spricht über seine Ziele mit Hannover 96

„Gibt immer eine Chance“: Nicolai Müller spricht über seine Ziele mit Hannover 96

Dirk Tietenberg
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4.1.2019 , Fußball , Hannover 96 (Training) , 1. Bundesliga , Saison 2018-19, FOTO: Florian Petrow :
Nachmittagstraining:
Nicolai Müller
96-Neuzugang Nicolai Müller im SPORTBUZZER-Interview. © Florian Petrow
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Für Nicolai Müller ist es nie zu spät, das habe er beim Hamburger SV bereits gelernt. Im Interview mit SPORTBUZZER-Redakteur Dirk Tietenberg spricht der Neuzugang von Hannover 96 über seine Erfahrungen mit dem Abstiegskampf.

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Nicolai Müller sitzt in der marmorgefliesten Lobby des Westin La Quinta und beugt sich nach vorne – wie jemand, der neugierig ist. Was kommt jetzt? Der Abstiegskampf. Die ersten Fragen an Müller drehen sich nur um dieses Thema.

„Das Wort Ab­stieg habe ich in der Mannschaft noch nicht ge­hört“, sagt er. Dabei kennt er sich aus als Retter in der Not. Den Abstieg mit dem Hamburger SV im vergangenen Jahr „zähle ich nicht, da habe ich wegen der Verletzung kaum gespielt“.

"Es gibt immer eine Chance"

Im Jahr zuvor hatte er die Rettung mit Hamburg geschafft. „Beim HSV habe ich gelernt, dass es nie zu spät ist“, erzählt er, „es gibt immer eine Chance.“ Für Müller ist der Halbjahreswechsel von den stürmischen Frankfurtern in den oft zu harmlosen Hannover-Angriff eine Chance, „dass ich mehr spiele“.

Der Vater von Zwillingen (Tochter und Sohn, vier Jahre alt) wird eine Wohnung in Hannover beziehen. „Von der Stadt kenne ich nur den Hauptbahnhof und die Geschäftsstelle, aber ich habe ja noch Zeit“, erklärt er. Seine Familie zieht von Frankfurt zurück nach Hamburg und ist dadurch näher dran an Müller.

Nicolai Müller: Seine Karriere in Bildern:

Seine aktive Profikarriere begann in der Jugend von Eintracht Frankfurt. Bei den Hessen durchlief Nicolai Müller die Junioren-Teams ehe er 2003 zu Greuther Fürth wechselte. Zunächst stand der Angreifer für die U17, U19 und die Reserve des Kleeblatts auf dem Rasen. Zur Galerie
Seine aktive Profikarriere begann in der Jugend von Eintracht Frankfurt. Bei den Hessen durchlief Nicolai Müller die Junioren-Teams ehe er 2003 zu Greuther Fürth wechselte. Zunächst stand der Angreifer für die U17, U19 und die Reserve des Kleeblatts auf dem Rasen. ©
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In der 96-Mannschaft kennt Müller viele. Mit Wa­lace und Bobby Wood war er beim HSV, mit Edgar Prib stürmte er mehrere Jahre in Fürth. „Das ist besser, als wenn du keinen kennst“, findet Müller.

Bekanntheitsgrad unfreiwillig gestiegen

Sein eigener Bekanntheitsgrad stieg – leider – mit der Verletzung, die er sich beim Torjubel an der Eckfahne im Knie zugezogen hatte. „Im Ernst, darüber habe ich schon so oft gesprochen. Das ist lange her“, sagt er. Was blieb noch hängen von der Szene. „Nichts!“

96 und die Fans erwarten viel von ihm. „Nico ist offensiv variabel einsetzbar“, sagt Trainer André Breitenreiter. Das sieht der 31-Jährige genauso. „Ich“, sagt er, „kann vorne überall spielen.“ Eine Lieblingsposition? Hauptsache vorne.

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In seinen ersten beiden Traininigseinheiten in Marbella deutete sich an, wie Müller 96 wirklich helfen kann. Mit Ruhe beim Ab­schluss, dem Auge für Mitspieler – er soll sie besser machen, vor allem den früheren Hamburger Kollegen Bobby Wood.

Vom Glanz und dem goldenen Kronleuchter im noblen Hotel lässt sich Müller nicht blenden: „Wichtig ist für mich, dass der Platz gut ist.“ Dass 96 auf keinem guten Tabellenplatz steht, „das weiß ja jeder“.

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