28. August 2019 / 15:24 Uhr

Gifhorns Bier zur Box-WM: "Das war ein kleiner Schreck"

Gifhorns Bier zur Box-WM: "Das war ein kleiner Schreck"

Nick Heitmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Vor der internationalen Feuertaufe bei den Männern: Nick Bier, Topboxer des BC Gifhorn, steigt bald in Tschechien in den Ring.
Will seine Chance nutzen: Gifhorns Nick Bier (l.) fährt zur Box-WM. © Sebastian Preuß
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Die Nachricht hat Nick Bier völlig unvorbereitet getroffen. „Das war ein kleiner Schreck“, sagt der Top-Boxer des BC Gifhorn über den Moment, als Trainer Vitali Boot ihn darüber informierte, dass er für die WM in Jekaterinburg (7. bis 21. September) nachnominiert wurde. Der Weltergewichtler packt die Gelegenheit beim Schopfe, trainiert derzeit mit dem Nationalteam in Kienbaum. Bier gibt Vollgas, um in Russland sein Ziel zu erreichen – und sich seinen Traum zu erfüllen.

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Punkten für Olympia

„Mein Ziel“, sagt der Gifhorner, „ist es, den ersten Kampf zu gewinnen und die beste Leistung zu zeigen.“ Doch er träumt von mehr, davon, mit drei Siegen ins Viertelfinale einzuziehen. „Das wäre ein Pluspunkt mit Blick auf Olympia.“ Tickets für die Olympischen Spiele werden bei der Weltmeisterschaft zwar nicht vergeben, aber Bier könnte sich national in die Pole Position für das europäische Qualifikationsturnier bringen.

Okay von VW, dann ab nach Kienbaum

Bislang schienen zwei andere bessere Karten zu haben, doch der Münchner Magomed Schachidov (Handverletzung) und der Berliner Paul Wall (Weisheitszahn-OP) fallen aus. Jetzt ist der zweifache DM-Vize aus Gifhorn an der Reihe. Bier holte sich das Okay von Arbeitgeber VW, reiste dann nach Kienbaum.

Training mit Kubanern, Iren und Thailändern

„Die kurze Vorbereitungszeit ist ein kleiner Nachteil“, gibt der Teenager zu. „Ich war mitten im Kraftaufbau, als ich erfahren habe, dass ich nachrücke. Deswegen bin ich gerade auch noch etwas verkrampft, aber das kriege ich hin.“ In Brandenburg trainieren die Deutschen gemeinsam mit Kubanern, Iren und Thailändern. „Wir machen unter anderem Partnerübungen“, sagt Bier – und fügt kopfschüttelnd hinzu: „Die Boxer aus den anderen Ländern verstehen aber nicht so richtig, was das ist und knallen sofort drauflos…“

Immer wieder Russland

Am 5. September fliegt das deutsche Team über Helsinki nach Jekaterinburg. Mal wieder Russland. „Ich habe dort schon viermal an internationalen Wettkämpfen teilgenommen“, sagt Bier seufzend. „Langsam reicht’s mir, ich würde gern mal woanders starten.“ Ein Grund mehr, sich ins Zeug zu legen – schließlich finden die Olympischen Spiele im nächsten Jahr im japanischen Tokio statt.

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