30. Juli 2022 / 12:01 Uhr

Giftpfeile und Laimer-Poker: Wie viel Brisanz im Supercup-Duell zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig steckt

Giftpfeile und Laimer-Poker: Wie viel Brisanz im Supercup-Duell zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig steckt

Patrick Strasser
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Leipzigs Mittelfeldspieler Konrad Laimer ist beim FC Bayern München im Gespräch.
Leipzigs Mittelfeldspieler Konrad Laimer ist beim FC Bayern München im Gespräch. © IMAGO/Laci Perenyi (Montage)
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Am Samstag starten die beiden deutschen Schwergewichte FC Bayern München und RB Leipzig mit einem Top-Duell in die Pflichtspielphase. Vor dem Supercup zwischen dem deutschen Meister und dem DFB-Pokalsieger gibt es Giftpfeile, Reaktionen und einen knallharten Transfer-Poker. 

Kommt er oder kommt er nicht – und wenn ja, wann? Vor dem Supercup-Duell von Pokalsieger RB Leipzig mit Meister FC Bayern München an diesem Samstag (20.30 Uhr, Sat.1 und Sky) wird hinter den Kulissen um den Transfer von RB-Profi Konrad Laimer gerungen. Laimer ist der erklärte Wunschspieler von Bayern-Trainer Julian Nagelsmann, der davon ausgeht, dass dieser heute noch mal für RB in der Startelf stehen wird.

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Der 25 Jahre alte Österreicher soll sich seit geraumer Zeit mit den Münchnern einig sein, hat sämtliche Vorstöße der RB-Führung abgeblockt, seinen Vertrag bei den Sachsen über 2023 hinaus zu verlängern – der Rest ist eine Frage der Ablösesumme. Im kommenden Sommer wäre Laimer ablösefrei. Die bisher von Bayern gebotenen 23 Millionen Euro (inklusive möglicher Bonuszahlungen) sind den "Bullen" nicht genug, sie beharren auf 30 Millionen Euro. Es wird, so die Tendenz, wohl die goldene Mitte.

Auch Personalie Sabitzer hängt am Laimer-Poker

An Laimer hängt auch die Personalie Marcel Sabitzer. Der 28-jährige Landsmann wechselte im vergangenen Sommer (für 15 Millionen Euro) nach München und befindet sich momentan in einer merkwürdigen Situation. Einerseits wird der Mittelfeldspieler von Nagelsmann in höchsten Tönen gelobt. Auf der US-Tour schwärmte der Bayern-Coach: "Wenn man will, kann man ihn einen der Gewinner der Vorbereitung nennen." Auch die Trainingsleistungen von Sabitzer hob Nagelsmann hervor, für den die erste Saison bei Bayern höchst unzufriedenstellend verlief: Verletzungen, schwache Leistungen, kein Spielrhythmus. Unter dem Strich 25 Bundesliga-Einsätze (davon 17 Mal eingewechselt) und lediglich ein Tor. Es hieß, bei einem entsprechenden Angebot sei er ein Verkaufskandidat.

Ausgerechnet im Supercup in Leipzig dürfte der ehemalige Kapitän, der sechs Jahre bei RB unter Vertrag stand, nun in der Startelf stehen. Das ist vielleicht Sabitzers letzte große Chance, sich unverzichtbar zu machen. Dann könnten die Bayern entspannt ein Jahr auf Laimer warten, ihn 2023 ablösefrei unter Vertrag nehmen.

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Spekulationen um Werner-Rückkehr nach Leipzig

Weil sich die Bayern erneut bei RB bedienen wollen, hatte deren Vorstandsboss Oliver Mintzlaff kürzlich Richtung München und Julian Nagelsmann gepestet – er hoffe, dass sein Ex-Coach und der FCB mal auf andere Transferideen kämen. Nagelsmann sagte dazu am Freitag: "Grundsätzlich ist das Entscheidende, was der Spieler will. Wir haben ja schon noch die gesunden Verhältnisse, dass erst mal ein Spieler den Wunsch äußert, wo er hingehen möchte und nicht andersrum. Wir rufen ja nicht als FC Bayern überall an und sagen: ‚Egal, was der Spieler will, der kommt jetzt zu uns‘. Es geht ja immer um den Wunsch eines Menschen."

Beschleunigen könnte den Laimer-Deal übrigens Timo Werner, der nach zwei persönlich schwierigen Jahren (trotz Champions-League-Sieg) vor dem Abschied beim FC Chelsea steht, die mit Raheem Sterling (kam für 56 Millionen Euro von Manchester City) seinen Nachfolger bereits verpflichtet haben.

Neben Real Madrid, Newcastle United und Juventus Turin würde Leipzig den "verlorenen Sohn" (übrigens ein dicker Laimer-Kumpel), der zwischen 2016 und 2020 in 127 Bundesligaspielen 78 Tore erzielte, gerne wieder in die Arme schließen – möglicherweise über ein Leihgeschäft. Eine feste Rückholaktion dürfte selbst für RB schwer zu stemmen sein, zumal der Transfer von David Raum unmittelbar vor dem Abschluss steht. Der Nationalspieler von der TSG Hoffenheim soll rund 26 Millionen Euro Ablöse kosten. Da kämen frische Laimer-Millionen doch gerade recht.

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