02. August 2019 / 20:30 Uhr

Gigantischer Phil Grolla: Wolfsburger Para-Athlet holt WM-Gold und-Silber

Gigantischer Phil Grolla: Wolfsburger Para-Athlet holt WM-Gold und-Silber

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Leichtathlet Phil Grolla (Mitte) ist für die Wahl zum Behindertensportler des Jahres in Niedersachsen nominiert. 
Zwei WM-Medaillen ersprintet: Phil Grolla (M.) vom VfL Wolfsburg. © Imago Images / Beautiful Sports
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Gigantisch: Phil Grolla hat bei der Para-WM der U20 in Nottwil/Schweiz am Freitagabend WM-Gold geholt. Am Vortag hatte es schon Silber über 200 Meter geben. „Ich bin echt happy“, freute sich das Sprint-Ass. Auch wenn es einen klitzekleinen Wermutstropfen am Vorabend der DM gab, bei der der VfL auch vertreten sein wird.

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Neuer deutscher Rekord über 200 Meter

Grollas Wermutstropfen: Die ersehnte Norm für die Para-WM der Erwachsenen verpasste er mit seinen 11,27 Sekunden über 100 Meter. „Der Gegenwind war zu stark, der Lauf war eigentlich optimal“, sagte der 18-Jährige seufzend. Am Vortag hatte er schon überragende Form gezeigt, über 200 Meter in seiner Schaden-Klasse T47 den deutschen Rekord von 23,32 auf 22,61 Sekunden verbessert und den Lauf gewonnen. Doch es sind Sportler verschiedener Schadenklassen im Rennen, die Zeit wird je nach Handicap in Punkte umgerechnet, Grolla bekam deshalb Silber.Eine Läuferin, ein Läufer, eine Staffel - das ist das Aufgebot des VfL Wolfsburg für die deutschen Meisterschaften der Leichtathletik in Berlin. Sprinter Deniz Almas hat dabei durchaus Medaillenchancen.

Sport-Mekka Berlin

Berlin als Mekka des Sports: Zehn Meisterschaften finden dort am Wochenende ihre Höhepunkte, unter anderem noch die im Boxen oder Schwimmen. Im vorolympischen Jahr sind die Wettkämpfe topbesetzt, die beiden Wolfsburger Asse gehen mit ganz unterschiedlichen Erwartungen in die Titelkämpfe. Pernilla Kramer, im Vorjahr Überraschungsvierte über 200 Meter, sagt: "Ich bin Realistin, ich weiß nicht, ob ich es schaffe, ins Finale zu kommen." Eine neue Bestzeit, ihre aktuelle stammt aus dem Vorjahr, würde sie genauso freuen. Doch selbst diese Zeit haben in dieser Saison schon fünf Läuferinnen unterboten. Unterstützt von extra anreisenden VfL-Aktiven, Eltern und Schwester will Kramer "mein Bestes geben" und peilt eine neue persönliche Bestzeit an. "Das wäre mir wichtiger als die Platzierung. Lieber würde ich in neuer Bestzeit Sechste als irgendwie Dritte." Ihr Coach Werner Morawietz ist optimistisch: "Ich glaube, sie hat eine Chance auf den Endlauf, aber es wird schwieriger als im letzten Jahr. Sollte sie dann auf Platz fünf bis acht einkommen, wäre das optimal." Kramer läuft am Sonntag.

Deniz Almas optimistisch

Deniz Almas sieht das in Sachen Medaille genau umgekehrt. Am Donnerstag wurde der Sprinter aber erst mal früh geweckt: Dopingkontrolle um 7.30 Uhr. "Ich wollte Sie noch etwas schlafen lassen", scherzte der Kontrolleur. Etwa alle drei Monate kommen die unangemeldeten Überprüfer. "Ab 6 Uhr", so Almas. Er fühlt sich fit, sagt: "Ich habe gut trainiert, sollte das Finale erreichen." Vier Halbfinalläufe sind geplant, die vier Sieger und die vier Zeitschnellsten erreichen das Finale, Almas steht in der Jahresbestenliste auf Rang sieben mit seinen 10,28 Sekunden, einer neuen persönlichen Bestzeit, die er erst vor wenigen Wochen aufgestellt hat. "Wenn ich das in Berlin wieder laufe, ist das gut." Sein Ziel: "Eine gute Meisterschaft, die Zeit ist nicht so wichtig, im Finale möchte ich dann soweit wie möglich vorn landen." Wie es ihm mit der deutschen U23-Nationalstaffel jüngst gelang. Die holte Gold. Er läuft am Samstag.

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Am Sonntag zählt Almas dann zur VfL-Staffel. Er ist für sie gesetzt, genau wie Johannes Breitenstein und Magnus Bunar, den vierten Platz wird Morawietz an Tobias Morawietz oder Björn Bunar vergeben - je nach Trainingseindruck. Um die Medaillen wird der VfL nicht mitlaufen, auch die Staffel der StG Hansa-Ettenbüttel-Oldenburg mit dem Ettenbütteler Jeron Serbin nicht.

Infos zur Leichtathletik-DM

DM-Infos gibt es hier. Die ARD (am Samstag) und das ZDF (am Sonntag) übertragen jeweils ab etwa 10 Uhr von allen Meisterschaftsfinals in Berlin. Der Schwerpunkt auf den leichtathletischen Entscheidungen liegt in der ARD am Samstag ab etwa 17.50 Uhr und im ZDF am Sonntag ab etwa 17.30 Uhr.

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