08. Juni 2019 / 16:53 Uhr

Giulia Gwinn erlöst DFB-Frauen: Knapper Sieg gegen China zum WM-Auftakt

Giulia Gwinn erlöst DFB-Frauen: Knapper Sieg gegen China zum WM-Auftakt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ein wuchtiger Schuss von Giulia Gwinn (unten rechts) sorgte für Jubel bei den deutschen Frauen.
Ein wuchtiger Schuss von Giulia Gwinn (unten rechts) sorgte für Jubel bei den deutschen Frauen. © Getty
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Eine Teenagerin schießt die deutschen Frauen bei der WM 2019 zum Sieg im Auftaktspiel. Giulia Gwinn schoss gegen China das einzige Tor bei einer weitgehend enttäuschenden Leistung der DFB-Frauen, die sich in den kommenden Gruppenspielen gegen Spanien und Südafrika steigern müssen.

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Die deutschen Frauen haben sich bei ihrem Auftaktspiel der WM in Frankreich lange schwer getan und gegen China nach einer lange zähen Partie mit 1:0 (0:0) gewonnen. Das Tor des Tages in Rennes schoss Youngster Giulia Gwinn mit einem Distanzschuss nach einer Ecke in der 66. Minute. Die 19-Jährige, die im Sommer vom SC Freiburg zum FC Bayern München wechselt, ist nach Birgit Prinz 1995 und Ariane Hingst 1999 erst die dritte Teenagerin, die bei einer WM ein Tor schießen konnte. In ihrem neunten Länderspiel war es das zweite Tor der Mittelfeldspielerin.

Die Nationalelf von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg kann trotz einer durchschnittlichen Leistung mit Rückenwind in die nächsten WM-Aufgaben gehen, auch wenn die 51-Jährige mit der spielerischen Leistung nicht zufrieden sein kann. In den weiteren Gruppenspielen treffen Melanie Leupolz, Alexandra Popp & Co. auf Spanien (Mittwoch, 18 Uhr) und Vize-Afrikameister Südafrika (Montag, 17. Juni, 18 Uhr). "Es ist wichtig, dass wir die drei Punkte haben", sagte Gwinn nach dem Spiel in der ARD. "Wir wussten, was auf uns zukommt. Wir hatten Höhen und Tiefen im Spiel. Wir haben viel auf die Socken bekommen, haben uns den Schneid aber nicht abkaufen lassen."

Der deutsche WM-Kader für Frankreich 2019:

Dieses Team hat Trainerin Martina Voss-Tecklenburg für die WM in Frankreich nominiert. Zur Galerie
Dieses Team hat Trainerin Martina Voss-Tecklenburg für die WM in Frankreich nominiert. ©
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Deutschland beginnt besser, aber China kommt auf

Die erste Halbzeit war durchweg zerfahren, Torchancen waren auf beiden Seiten rar gesät. Die eigentlich favorisierten Deutschen begannen stark, hatten durch Popp (2.) und Däbritz (3.) erste Möglichkeiten. Doch die Abwehr war nicht immer sattelfest. Ein schwerer Abspielfehler von Doorsoun sorgte für Aufregung in der deutschen Hintermannschaft, aber Yang verpasste freistehend. Doorsoun hatte sich zurückgekämpft und noch klären können. Drei Minuten später hatte Deutschland seine wohl beste Chance. Eine Flanke von Simon wurde immer länger und klatschte auf die Querlatte. Später tat sich die Mannschaft von Voss-Tecklenburg gegen sehr robuste Chinesinnen aber schwer.

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Das resultierte in einer Riesen-Chance für China. Die Asiatinnen kamen durch Yang (43.) gefährlich vor das Tor von Almuth Schult. Ein Schlenzer der gefährlichsten Chinesin landete am Pfosten und dann - erst im Nachfassen - in den Armen der deutschen Torfrau. Auch in der Nachspielzeit brannte es wieder lichterloh im deutschen Strafraum. Glück für das DFB-Team, dass Gu den Moment für das passende Abspiel verpasste. "Sie kamen oft zu spät und haben immer wieder unsere Füße getroffen", sagte Alexandra Popp nach dem Spiel über die robusten Chinesinnen. "Wir haben uns am Ende durchgebissen und dann auch verdient gewonnen."

Gwinn überwindet China-Torfrau Peng nach Eckball

Auch im zweiten Durchgang tat die deutsche Mannschaft sich allerdings schwer, rannte sich gegen zunehmend tiefer stehende Chinesinnen immer wieder fest. Die Erlösung in der 66. Minute: Nach einer Ecke von Marozsan köpfte Wang den Ball genau auf Gwinn. Die 19-Jährige schoss aus 18 Metern einfach mal wuchtig drauf. Der Ball flog mit etwas Glück an der vielbeinigen chinesischen Abwehr vorbei ins Tor - 1:0 für Deutschland.

Nach dieser Glanz-Szene kam von den Deutschen wie von den Chinesinnen nur noch wenig Zielgerichtetes in die Richtung des deutschen Tores. Däbritz (77.) probierte es nochmals, scheiterte aber an Peng. Von den kämpferisch überzeugenden, aber im Abschluss unglücklichen Chinesinnen kam hingegen zu wenig. "Das war heute harte Arbeit, aber auch Teamwork. Wir haben gut angefangen, aber einfach das Tor nicht gemacht", sagte Voss-Tecklenburg nach dem Spiel. "Wir haben uns aus verschiedenen Gründen sehr schwer getan."

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Martina Voss-Tecklenburg ist seit 30. November 2018 Bundestrainerin der DFB-Frauen. Der SPORTBUZZER zeigt die Vorgänger und Vorgängerinnen der Ex-Nationalspielerin. ©

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