20. September 2019 / 10:49 Uhr

Kommentar zur Europa-League-Blamage von Borussia Mönchengladbach: Panik ist keine Option

Kommentar zur Europa-League-Blamage von Borussia Mönchengladbach: Panik ist keine Option

Tom Vaagt
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für <b>SPORT</b>BUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt ist klar: Trotz der deutlichen Pleite gegen Wolfsberg sollte Gladbach-Trainer Marco Rose nicht in Panik verfallen.
Für SPORTBUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt ist klar: Trotz der deutlichen Pleite gegen Wolfsberg sollte Gladbach-Trainer Marco Rose nicht in Panik verfallen. © imago images / Montage
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Borussia Mönchengladbach blamiert sich gegen den Wolfsberger AC bis auf die Knochen. Klub und Umfeld sollten dennoch die Ruhe bewahren, meint SPORTBUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt.

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Am Ende hatte Borussia Mönchengladbach in allen wesentlichen Statistiken die Nase vorn. Mehr Torschüsse, mehr Ballbesitz, mehr gewonnene Zweikämpfe, mehr als doppelt so viele angekommene Pässe wie der Gegner. Nur in einer Kategorie zog der Bundesliga-Klub den Kürzeren. Unglücklicherweise war dies die entscheidende: Tore. Bei der Borussia stand die Null, beim krassen Außenseiter Wolfsberger AC hingegen ein Vier. Das nackte Ergebnis machte diesen Europa-League-Abend für die Gladbacher zu einer Blamage historischen Ausmaßes. Nie hatte der Traditionsverein in einem internationalen Wettbewerb eine höhere Heimpleite kassiert. Also alles auf Alarm?

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In Sachen Einstellung, Wille und Aggressivität wäre es tatsächlich angebracht, die Lautstärke der Sirenen in den höchsten Dezibel-Bereich zu schieben. Das war nichts. Der einfachste Reflex: Der Trainer ist schuld. Marco Rose ist neu bei der Borussia, ersetzte im Sommer den eigentlich ohne Not verabschiedeten Dieter Hecking. Man könnte jetzt anfangen, erste Zweifel zu schüren. Ja, Rose war mit RB Salzburg zuletzt zweimal Meister - aber "nur" in Österreich. Das ist jedoch zu kurz gedacht. Denn: Wo liegt doch gleich Wolfsberg? Genau. Und lächeln sollte man über das Nachbarland angesichts der dortigen fußballerischen Entwicklung der vergangenen Jahre ohnehin nicht mehr.

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Rose hat es verdient, dass man ihn auch nach einem derart desaströsen Rückschlag in Ruhe weiterarbeiten und die Mannschaft entwickeln lässt. Panik ist keine Option, Unruhe wäre Quatsch. Schließlich ist der Coach erst seit knapp drei Monaten im Klub. In der Bundesliga liegt man auf dem siebten Platz und zeigte zuletzt, dass Roses Ideen langsam in den Köpfen der Spieler ankommen. "Es gibt Abende, die laufen so", meinte der Trainer nach der Pleite gegen Wolfsberg gelassen. Er weiß, was er kann. Nun muss es auch seine Mannschaft lernen.

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