09. Dezember 2020 / 23:27 Uhr

Emotionaler Ausnahmezustand vor dem iPad - Gladbach-Kapitän Lars Stindl: "Ein kleines Wunder"

Emotionaler Ausnahmezustand vor dem iPad - Gladbach-Kapitän Lars Stindl: "Ein kleines Wunder"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Unendlicher Jubel bei Borussia Mönchengladbach nach der Qualifikation für das Achtelfinale der Champions League.
Unendlicher Jubel bei Borussia Mönchengladbach nach der Qualifikation für das Achtelfinale der Champions League. © imago images/Eibner
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Nach der Niederlage bei Real Madrid musste Borussia Mönchengladbach minutenlang zittern und auf den Ausgang der Partie zwischen Inter Mailand und Schachtjor Donezk warten. Nach endlosen Minuten vor Bildschirmen stand fest: Die Borussia steht im Achtelfinale der Champions League.

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Die intensivsten Minuten des Abends erlebte Borussia Mönchengladbach erst nach getaner Arbeit. Spieler, Trainer und Betreuer scharrten sich noch im Innenraum des Stadions Alfredo di Stefano um Laptops, Tablets und Handys. "Pfeif ab, Alter", war zu hören. Oder: "Was soll das? Wie lange denn noch?" Kurz auch ein: "Maaaaaaan!" Sekunden wurden zu Ewigkeiten. Dann die Erlösung. Nach knapp acht Minuten Nachspielzeit beendete Schiedsrichter Slavko Vincic im rund 1200 Kilometer Luftlinie von Madrid entfernten Mailand die Partie zwischen Inter und Schachtjor Donezk. 0:0, ein Unentschieden. Das zu diesem Zeitpunkt einzige Ergebnis, dass der Borussia trotz der 0:2-Niederlage bei Real zum Einzug ins Achtelfinale der Champions League reichte.

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"Wahnsinn, Wahnsinn", stammelte Gladbach-Kapitän Lars Stindl nach der nervlichen Belastungsprobe ins DAZN-Mikrofon: "Wir machen unser schlechtestes Spiel der Vorrunde und kommen trotzdem weiter. Dass wir uns in so einer Gruppe für das Achtelfinale qualifizieren, ist herausragend. Wir haben nicht die gewünschte Leistung gezeigt, aber es war auch ein bockstarker Gegner. Jetzt sind wir einfach froh, dass wir dieses kleine Wunder geschafft haben." Das Wunder heißt Platz zwei in Gruppe B. Gladbach überwintert erstmals in seiner Vereinsgeschichte in der Königsklasse und liegt am kommenden Montag in einem der beiden Lostöpfe, wenn es darum geht, wie es im wichtigsten Klubwettbewerb Europas weitergeht.

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Dabei war es am Dienstagabend in Madrid lange Zeit "zäh", wie Trainer Marco Rose befand: "Wir haben gegen ein starkes Real Madrid viel Lehrgeld gezahlt und nicht viel auf den Platz bekommen. Der andere Teil der Wahrheit ist aber, dass wir sehr verdient im Achtelfinale sind. Wir haben gegen jede Mannschaft in dieser schwierigen Gruppe gepunktet." Ex-Nationalspieler Christoph Kramer ergänzte nach dem ausgelassen Jubel auf dem Feld: "Wir haben den Namen Borussia Mönchengladbach teuer verkauft - mit Leistungen und Ergebnissen." Und weiter bei Sky: "Am Ende war es schon unfassbar, weil man in Mailand gefühlte zehn Minuten nachgespielt hat. Da waren viele fiese Situationen dabei. Da konnte ich kaum noch hingucken."