16. Juli 2021 / 07:20 Uhr

Gladbach zahlte 7,5 Millionen Euro für ihn: Trainer Hütter verteidigt Ablöse und spricht über Titelambitionen

Gladbach zahlte 7,5 Millionen Euro für ihn: Trainer Hütter verteidigt Ablöse und spricht über Titelambitionen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Seit dem 1. Juli ist Adi Hütter Trainer von Borussia Mönchengladbach.
Seit dem 1. Juli ist Adi Hütter Trainer von Borussia Mönchengladbach. © 2021 Getty Images
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Für 7,5 Millionen Euro Ablöse ist Trainer Adi Hütter von Eintracht Frankfurt zu Borussia Mönchengladbach gewechselt. Die Summe hat der Österreicher in einem Interview nun verteidigt und über seine Titelambitionen mit der Fohlenelf gesprochen.

Es war eines der Themen in dieser Sommerpause: Mehrere Bundesliga-Klubs haben Millionen-Beträge in die Hand genommen, um neue Trainer zu verpflichten. Der FC Bayern zahlte 25 Millionen Euro Ablöse für Julian Nagelsmann an Leipzig. Der BVB ließ sich den vorherigen Gladbacher Marco Rose 5 Millionen Euro kosten. Und Borussia Mönchengladbach selbst überwies 7,5 Millionen Euro festgeschriebene Ablöse für Adi Hütter an Eintracht Frankfurt – eine Summe, die auch für ihn zunächst hoch erscheint, wie der 51-Jährige nun im Bild-Interview verriet: "Als wir den Vertrag damals gemacht haben, war es der Eintracht und meinem Berater wichtig, eine Ausstiegsklausel drin zu haben. Als ich den Vertrag dann durchgeblättert habe, musste ich selber schmunzeln: Wer soll denn 7,5 Millionen für mich bezahlen?"

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"Ich hätte nie gedacht, dass jemand diese Summe bezahlt", gestand Hütter nun. Allerdings hält er die Ablöse trotzdem nicht für ungerechtfertigt: "Fairerweise muss man dazu sagen, dass das alles nur ins Rollen gekommen ist, weil Dortmund 5 Millionen für Marco Rose bezahlt hat", erklärte er und führte aus: "Wenn man da herunterrechnet, habe ich Borussia 2,5 Millionen gekostet. Auf den Drei-Jahres-Vertrag gerechnet sind das 800.000 Euro pro Jahr für einen Trainer, den man unbedingt haben wollte." Probleme hat er mit dieser Summe nicht: "Das ist in der heutigen Zeit vertretbar, denke ich."

Mit Eberl habe er auch schon darüber gesprochen, dass die Fohlenelf unter seiner Leitung Titel gewinnen soll: "Ja, gleich beim ersten Gespräch", sagte Hütter und erklärte: "Man muss schon versuchen, solche Ziele anzupeilen und daran glauben, dass man das schaffen kann. Wenn Du Deine Ziele jedes Jahr erreichst, hast Du sie vielleicht zu niedrig gesteckt." Der Österreicher neigt zu großen Ambitionen: "Ich bin einer, der sich gerne hohe Ziele steckt, auch wenn man daran scheitern kann", sagt er. "Aber ich bin so wahrscheinlich immer noch weiter als mit einem niedrigen Ziel, das ich möglicherweise einfacher erreichen kann." In der abgelaufenen Saison war man als Tabellenachter von einem Titel weit entfernt, im DFB-Pokal war im Viertelfinale Schluss, in der Champions League im Achtelfinale. In dieser Spielzeit startet die Borussia beim 1. FC Kaiserslautern in den Pokal. In der Bundesliga geht es zum Auftakt gegen Meister FC Bayern.