19. Januar 2021 / 20:22 Uhr

Gladbach trotzt Unruhe um Breel Embolo: Nico Elvedi sorgt für Sieg gegen Werder Bremen

Gladbach trotzt Unruhe um Breel Embolo: Nico Elvedi sorgt für Sieg gegen Werder Bremen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Borussia Mönchengladbach kam zum Hinrundenabschluss zu einem Heimsieg gegen Werder Bremen.
Borussia Mönchengladbach kam zum Hinrundenabschluss zu einem Heimsieg gegen Werder Bremen. © imago images/Beautiful Sports
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Ungeachtet des Corona-Wirbels um Stürmer Breel Embolo hat Borussia Mönchengladbach am Dienstagabend ein sportliches Erfolgserlebnis eingefahren. Zum Abschluss der Hinrunde unterstrichen die Rheinländer mit einem Sieg gegen Werder Bremen ihre Europapokalambitionen.

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Borussia Mönchengladbach hat dem Corona-Wirbel um Stürmer Breel Embolo getrotzt. Der Champions-League-Achtelfinalist kam gegen Werder Bremen zu einem 1:0 (0:0) und unterstrich durch das vierte Bundesliga-Spiel ohne Niederlage nacheinander seine Ambitionen auf eine erneute Teilnahme am internationalen Geschäft. Werder schloss die Hinrunde derweil mit seiner insgesamt siebten Niederlage ab und muss sich im Klassement weiter eher nach unten als nach oben orientieren. Der entscheidende Treffer am Dienstagabend gelang Nico Elvedi in der 66. Minute.

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Im Fokus stand rund um die Partie jedoch ein Profi, den die Gladbacher am Montagabend aus ihrem Spieltagskader gestrichen hatten: Embolo. Der Schweizer Nationalspieler hatte in der Nacht zu Sonntag gegen die Corona-Regeln verstoßen. Unklar ist dabei weiterhin, ob sich der 23-Jährige wie von ihm selbst behauptet in kleiner Gruppe getroffen oder gar an einer Party teilgenommen hat. Gladbach-Trainer Marco Rose verurteilte das Verhalten seines Stürmers in jedem Fall.

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"Er hat uns glaubwürdig versichert, dass er nicht Teil irgendeiner Party war", sagte der Coach vor der Partie zwar, ergänzte bei Sky aber auch: "Fakt ist, es ist sinnfrei, Samstagnacht um 2.30 Uhr in der Pandemiezeit als Person der Öffentlichkeit mit einem Kumpel zu einem anderen Freund zu fahren. Schon in dem Moment habe ich Corona-Regeln gebrochen." Sportlich ersetzte Rose den Stürmer durch Alassane Plea. Es war eine von vier nominellen Veränderungen im Vergleich zum 2:2 beim VfB Stuttgart am vergangenen Samstag, Unter anderem blieb auch der zuletzt stark aufspielende Lars Stindl zunächst auf der Bank. Werder-Trainer Florian Kohfeldt stellte nach dem 2:0 am Wochenende gegen den FC Augsburg derweil nur einmal um: Statt Davie Selke begann Romano Schmid.

Den besseren Start erwischten die Platzherren, die von Beginn an das Kommando übernahmen. Nach sechs Minuten kam Elvedi per Kopf zum ersten aussichtsreichen Abschluss, scheiterte aber an Werder-Keeper Jiri Pavlenka. Auch in der Folge drängte Gladbach nach vorn, wirkte in seinen Aktionen aber meist nicht zwingend genug. Stattdessen kam mit zunehmender Spieldauer auch Werder immer besser zurecht. Bester Beleg: Schmid scheiterte mit einem sehenswerten Schuss nur an Borussen-Schlussmann Yann Sommer (27.). Zehn Minuten später rettete dann Matthias Ginter in höchster Not gegen Felix Agu.


Auch nach dem Seitenwechsel gestalteten die Gäste die Partie zunächst ausgeglichen – bis Gladbach dank einer Standardsituation die Führung gelang. Laszlo Benes zirkelte eine Freistoß-Hereingabe auf den Kopf von Elvedi und der Ball landete nach einer Innenpfostenberührung im Bremer Tor. Die Borussia brachte den knappen Vorsprung schließlich ins Ziel. Auch weil Werder wenig einfiel, dass die Platzherren in Bedrängnis bringen konnte. Größte Ausnahme: Der eingewechselte Milot Rashica traf in der 87. Minute den Pfosten der Borussen-Tores.