21. März 2020 / 12:35 Uhr

Gladbach-Boss Max Eberl plädiert für Geisterspiele: "Wirtschaftlichen Schaden begrenzen"

Gladbach-Boss Max Eberl plädiert für Geisterspiele: "Wirtschaftlichen Schaden begrenzen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Max Eberl sieht Gladbach trotz der Coronapandemie und möglichen Geisterspielen wirtschaftlich gut aufgestellt.
Max Eberl sieht Gladbach trotz der Coronapandemie und möglichen Geisterspielen wirtschaftlich gut aufgestellt. © imago images/Mika Volkmann/Jan Huebner (Montage)
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Die Zukunft der laufenden Bundesliga-Saison ist in der aktuellen Corona-Krise völlig offen. Vieles deutet darauf hin, dass die restlichen Liga-Spieltage als Geisterspiele ausgetragen werden. Dieses Szenario begrüßt auch Gladbach-Boss Max Eberl.

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Max Eberl hat sich für eine Fortsetzung der Bundesliga-Saison unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgesprochen. „Wir hoffen ja, dass wir diese Spiele ohne Zuschauer machen können, um die Saison halbwegs vernünftig zu Ende zu bringen und den wirtschaftlichen Schaden für die Klubs und für alle anderen Branchen, die wirtschaftlich und gesellschaftlich am Fußball hängen, einigermaßen zu begrenzen“, sagte der Sportchef des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach der Rheinischen Post.

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Aktuell debattiert die Deutsche Fußball Liga (DFL) über mehrere Szenarien, wie die Liga-Spielzeit trotz der quasi feststehenden Geisterspiele überhaupt zu Ende gebracht werden kann. Dabei soll nach SPORTBUZZER-Informationen auch über einen "Mini-EM-Modus" nachgedacht werden. Soll heißen: Die DFL legt fixe Austragungsorte in allen Regionen fest, von Nord nach Süd, von West nach Ost. An diesen Spielorten soll der Rest der Saison dann in kürzester Zeit mit mehreren Partien täglich durchgezogen werden.

DFL prüft "Mini-EM" und zwei weitere Modelle

Parallel dazu gibt es zwei Modelle, die der Ligaverband den 36 Profiklubs der Bundesliga und 2. Liga schon präsentiert hat. Zum einen das Eil-Modell: Jeden Tag gibt es Spieltage in den ersten beiden Ligen an den jeweiligen Heimstandorten. Die Frequenz würde erhöht, zwei Tage später stünde für die Vereine bereits die nächste Begegnung an. So könnte man die Saison in nur 16 Tagen zu Ende bringen. Beim zweiten Szenario, dem „englischen Modell“, würde der Rest der Saison komplett in englischen Wochen gespielt und somit in vier Wochen beendet.

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Gladbachs Finanz-Geschäftsführer Stephan Schippers glaubt indes nicht daran, dass zeitnah wieder Fußball gespielt wird. „Der Spielbetrieb ist ja erstmal bis zum 2. April aufgehoben, aber ich glaube aufgrund der Aktualität der Ereignisse nicht, dass wir dann schon wieder anfangen werden“, sagte der 52-Jährige, auch Mitglied im DFL-Aufsichtsrat, im gleichen Interview.

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Keine Geld-Sorgen bei Gladbach

Laut Schippers bedeuten die letzten vier Heimspiele der Borussia ohne Zuschauer einen Fehlbetrag von zehn Millionen Euro. Wirtschaftlich sieht Sportchef Eberl die "Fohlen" dennoch gut aufgestellt - und selbst für die schlimmsten Folgen der Coronavirus-Pandemie gerüstet. „Wenn dann aber alle Szenarien der negativen Art eintreten sollten, kann ich sagen: Borussia bleibt handlungsfähig“, sagte er. „Nicht nur, weil wir eine Mannschaft haben, die außergewöhnlich ist, nicht nur von den Charakteren, sondern auch von der sportlichen Werthaltigkeit her.“ Gladbach ist der erste Fußball-Profiverein, bei dem die Spieler freiwillig auf einen Teil ihres Gehalts verzichten.

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