06. März 2020 / 17:48 Uhr

Vor BVB-Spiel in Gladbach: Minister Jens Spahn warnt vor Reisen in Corona-Risikogebiete in NRW

Vor BVB-Spiel in Gladbach: Minister Jens Spahn warnt vor Reisen in Corona-Risikogebiete in NRW

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Borussia Mönchengladbach empfängt Borussia Dortmund am Samstagnachmittag im Borussia-Park. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnt nun vor Reisen nach NRW.
Borussia Mönchengladbach empfängt Borussia Dortmund am Samstagnachmittag im Borussia-Park. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnt nun vor Reisen nach NRW. © imago images/Kirchner-Media/dpa
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat vor Reisen in vom neuartigen Coronavirus besonders betroffene Gebiete gewarnt. Eines davon ist der Kreis Heinsberg in NRW - nur rund 30 Kilometer von Mönchengladbach entfernt, wo am Samstag das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund steigt.

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Gesundheitsminister Jens Spahn hat die Bürger aufgerufen, Covid-19-Risikogebiete zu meiden. Auf nicht notwendige Reisen in besonders betroffene Regionen in Italien, aber auch in Nordrhein-Westfalen sollte man verzichten, sagte Spahn am Freitag am Rande eines EU-Treffens in Brüssel. Das könnte auch den Besuch des Bundesliga-Topspiels am Samstag (18.30 Uhr) zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund betreffen. Denn der Spielort Mönchengladbach liegt nur rund 30 Kilometer vom Kreis Heinsberg entfernt, in dem sich bereits mehr als 190 Menschen (Stand Freitagnachmittag) mit dem neuartigen Coronavirus, der die Lungenkrankheit "Covid 19" auslöst, infiziert haben. NRW ist in Deutschland mit Abstand am stärksten vom Ausbruch der Epidemie betroffen.

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Behörden haben sich gegen Absage von Gladbach gegen den BVB entschieden

Ungeachtet der rasant steigenden Zahlen von Infizierten in der Region hatten die Behörden entschieden, das Borussen-Duell mit Zuschauern stattfinden zu lassen. Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann hatte erklärt, das zuständige Gesundheitsamt sehe keinen Grund für eine mögliche Absage. Zuvor hatte es geheißen, Laumanns Ministerium habe vorgeschlagen, das Spiel entweder abzusagen oder als Geisterspiel - also ohne Zuschauer - auszutragen.

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In der Bundesliga hat der Ausbruch der Coronavirus-Epidemie damit noch keine Auswirkungen auf den Spielbetrieb. In anderen Ländern sieht das anders aus: In Italien sind bereits einige Partien abgesagt worden, zudem finden bis Anfang April alle Sportveranstaltungen ohne Zuschauer statt. In der Schweiz sind sogar sämtliche Begegnungen der 1. und 2. Liga bis April abgesagt worden. Und auch in anderen Sportarten sind schon Konsequenzen gezogen worden: Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) hat als Reaktion auf die Infektionswelle eine Gala gestrichen. Der BVB plant zudem, auf seine China-Reise im Sommer zu verzichten. Und auch eine Absage des für den 31. März in Nürnberg geplanten Länderspiels zwischen Deutschland und Italien steht im Raum.