23. März 2021 / 19:14 Uhr

"Dumm, unsportlich und diskriminierend": Gladbach-Coach Vogel bereut Verbal-Aussetzer

"Dumm, unsportlich und diskriminierend": Gladbach-Coach Vogel bereut Verbal-Aussetzer

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Heiko Vogel rudert nach seinem verbalen Aussetzer zurück.
Heiko Vogel rudert nach seinem verbalen Aussetzer zurück. © IMAGO/Fotostand
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Nachdem er bei einem Spiel gegenüber Schiedsrichterinnen ausfallend geworden war, hat Gladbachs U23-Trainer Heiko Vogel sich entschuldigt. Seine Aussagen seien nicht nur dumm und unsportlich gewesen, sondern auch diskriminierend. Der Ärger hatte eine Debatte über Sexismus im Fußball losgetreten.

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Nach seinem Verbalaussetzer und einer anschließenden Debatte über Sexismus im Fußball hat Borussia Mönchengladbachs U23-Trainer Heiko Vogel Reue gezeigt. "Ich bereue mein Verhalten sehr. Nach meinem Platzverweis habe ich in einem emotionalen Ausbruch gesagt, dass Frauen nicht auf den Fußballplatz gehören. Das war dumm, das war unsportlich und es war diskriminierend", sagte Vogel in einem vom Bundesligisten veröffentlichten Interview.

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Seine Aussage sei "absolut nicht zu rechtfertigen und entspricht vor allem nicht meiner persönlichen Einstellung", ergänzte der Trainer. "Ich habe mich dafür bei den Beteiligten entschuldigt und ich möchte mich bei allen Fußball spielenden Frauen und Mädchen und bei allen Schiedsrichterinnen entschuldigen."

Vogel versteht Kritik von Keller & Co: "Leider total falsch rübergekommen"

Vogel hatte wegen unsportlichen Verhaltens gegenüber zwei Schiedsrichterassistentinnen vom Westdeutschen Fußballverband (WDFV) eine Auflage erhalten, wonach er bis zum Sommer sechs Trainingseinheiten einer Frauen- oder Mädchenmannschaft zu halten habe. Daran war massive Kritik von DFB-Präsident Fritz Keller, Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg und deutschen Nationalspielerinnen gekommen. Das verstehe er, sagte der 45-Jährige.



"So etwas als Strafe zu betiteln, sendet ein ganz falsches Zeichen. Es war nie in meinem Sinn, dies als Teil einer Strafe zu verstehen. Ich habe es vorgeschlagen, weil ich mich bei den Fußball spielenden Frauen und Mädchen bei Borussia entschuldigen wollte und weil ich ihnen zeigen wollte, dass ich den Frauenfußball wertschätze und auf der gleichen Ebene wie Männerfußball sehe", beteuerte Vogel und ergänzte: "Leider ist das total falsch rübergekommen. Ich wollte nach meiner mündlichen Entschuldigung einfach auch Taten folgen lassen."

Vogel will Einheiten trotzdem leiten: "Verhalten war auch diskriminierend"

Die Einheiten wolle er trotzdem leiten, "weil es mir am Herzen liegt." Aber "natürlich nur, wenn die Spielerinnen dies auch möchten." Dass der Verband ihm zu verstehen gegeben habe, dass er die Aussage als "diskriminierend" verstehe, sei "richtig so, denn mein Verhalten war nicht nur unsportlich, sondern auch diskriminierend." Es werde, so beteuerte Vogel, "mir nie mehr passieren."

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