20. November 2019 / 18:29 Uhr

Gladbach-Boss Eberl über Wechsel von Cuisance zum FC Bayern: "Lieber einen sauberen Kader haben..."

Gladbach-Boss Eberl über Wechsel von Cuisance zum FC Bayern: "Lieber einen sauberen Kader haben..."

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl (links) hat sich kritisch zum Wechsel von Michael Cuisance zum FC Bayern geäußert.
Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl (links) hat sich kritisch zum Wechsel von Michael Cuisance zum FC Bayern geäußert. © imago images/Jan Huebner/Montage
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Der Transfer von Michael Cuisance von Borussia Mönchengladbach zum FC Bayern München hat kurz nach Saisonbeginn für Überraschung in der Bundesliga gesorgt. Gladbach-Sportdirektor Max Eberl hat nun in einem Interview seine kritische Haltung zum Wechsel des jungen Franzosen erneut bekräftigt.

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Sportdirektor Max Eberl von Borussia Mönchengladbach hat sich knapp drei Monate nach dem Wechsel von Michael Cuisance zum FC Bayern München erneut über den 20-jährigen Franzosen geäußert. Die Entscheidung von Cuisance, die Borussia zu verlassen, ist für Eberl nach wie vor unverständlich: "Das haben wir ihm drei Monate gesagt, dass er besser hier geblieben wäre, da er in Gladbach einen Verein gefunden hatte, wo er sich entwickeln kann", betonte Eberl in einem Interview mit Sport 1.

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Zwar lobte der Sportdirektor auch die "großartige Entwicklung", die Cuisance am Niederrhein genommen habe. Jedoch hatte Eberl das Gefühl, dass der Youngster inbesondere nach der etwas schwächeren Saison 2018/2019 mit nur elf Bundesliga-Einsätzen zu schnell zu viel wollte. Für den Sportdirektor war das "völlig normal in der Entwicklung eines Spielers", zumal Cuisance in seinen jungen Jahren trotzdem schon auf fast 50 Partien in der höchsten deutschen Spielklasse kommt. Aber, so Eberl weiter: "Er hat sich damit aber nicht zufrieden geben wollen und für sich andere Ziele im Kopf gehabt. Diese hat er jetzt verfolgt. Er besaß großes Potenzial."

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Die Gladbacher Verantwortlichen um den im Sommer neu installierten Trainer Marco Rose, den Eberl ausdrücklich lobte ("Er bereitet jedes Spiel sehr akribisch vor, mit unterschiedlichsten Möglichkeiten, wie wir das Spiel angehen können"), hatten Cuisance zu Beginn der laufenden Saison für dessen lasche Einstellung kritisiert. Die war wohl auch einer der Gründe dafür, dass sie dem durchaus überraschenden Transfer ausgerechnet zum deutschen Rekordmeister zustimmten. In Anspielung auf die Sozialstruktur des Borussia-Aufgebotes meinte Eberl: "Für uns war es dann eben ein Punkt, wo wir gesagt haben: Dann lieber einen sauberen Kader haben - und deswegen haben wir die Entscheidung gefällt."

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Tatsächlich hat Cuisance, den die Bayern fast zeitgleich mit Ivan Perisic (Inter Mailand) und Philippe Coutinho (Leihe vom FC Barcelona) holten, aktuell viel Mühe, sich in München durchzusetzen. Zwar stand er bei neun Bundesliga-Spielen im Kader des FCB, kam aber nur zu zwei Kurzeinsätzen mit insgesamt 30 Spielminuten. Dreimal lief der Franzose für die zweite Mannschaft der Bayern in der 3. Liga auf, davon zweimal von Beginn an. Einmal wurde er aufgrund einer disziplinarischen Verfehlung kurzfristig aus der Startelf der Reserve gestrichen, musste stattdessen auf der Bank Platz nehmen.