06. Februar 2021 / 21:29 Uhr

Gladbach nach Derby-Pleite gegen Köln bedient - Rose und Stindl verteidigen XXL-Rotation 

Gladbach nach Derby-Pleite gegen Köln bedient - Rose und Stindl verteidigen XXL-Rotation 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Marco Rose (links) und Lars Stindl (rechts) zeigten sich nach der Niederlage gegen den 1. FC Köln bedient.
Marco Rose (links) und Lars Stindl (rechts) zeigten sich nach der Niederlage gegen den 1. FC Köln bedient. © imago images/Revierfoto/dpa/Montage
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Borussia Mönchengladbach hat im Kampf um die Champions-League-Qualifikation einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. Die Gladbacher verloren das Rhein-Derby gegen den 1. FC Köln mit 1:2. Kritik an der XXL-Rotation mit sieben Startelf-Wechseln im Vergleich zum letzten Pflichtspiel erstickten Coach Marco Rose und Kapitän Lars Stindl im Keim.

Zu viel rotiert? Borussia Mönchengladbach hat es durch der Niederlage im Rhein-Derby gegen den 1. FC Köln verpasst, unmittelbaren Anschluss an die Champions-League-Plätze zu halten. Überraschend verlor die Mannschaft von Marco Rose mit 1:2 (1:1) gegen den abstiegsgefährdeten Rivalen - und das auch noch im Borussia-Park. Rose verzockte sich: Mit einer "Zweitbesetzung" nach gleich sieben Änderungen in der Startelf kam die Borussia vom Erfolgsweg ab und musste nicht nur die erste Pflichtspiel-Niederlage 2021, sondern auch die erste Derby-Pleite gegen den FC seit drei Jahren einstecken. "Die Leistung hat nicht gereicht, um das Spiel zu gewinnen", sagte Rose verärgert.

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Vor der Partie hatte der angeblich vom BVB umworbene Coach zur XXL-Rotation gegriffen: Gegen Köln erhielt unter anderem Routinier Tony Jantschke erstmals seit Ende November wieder einer Chance von Beginn an. Zudem rotierten im Vergleich zum 2:1-Pokalsieg beim VfB Stuttgart am Mittwoch auch Yann Sommer, Oscar Wendt, Patrick Herrmann, Breel Embolo, Hannes Wolf und Denis Zakaria in die Anfangsformation. Christoph Kramer, Marcus Thuram, Alassane Plea, Jonas Hofmann, Ramy Bensebaini (alle fünf in der zweiten Halbzeit eingewechselt) Tobias Sippel und Nico Elvedi saßen dagegen zunächst nur auf der Bank. Dass viele Stars nicht von Beginn an spielten, wollte Rose allerdings als Grund für die Niederlage gelten lassen: "Ich kenne die Jungs. Ich habe Vertrauen. Die Jungs haben im Training einen sehr guten Eindruck gemacht", verteidigte der Coach seine Spieler. "Wir arbeiten viel mit Prinzipien. Die Jungs wissen, worum es geht. Es lag nicht an den Umstellungen."

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Vielmehr habe die Niederlage damit zu tun gehabt, dass Köln gut gespielt habe: "Köln hat gekämpft und gespielt, wie man ein Derby spielen muss. Meine Jungs sind 120 Kilometer gelaufen, aber in den entscheidenden Situationen hatten wir zu oft das Nachsehen“, haderte Rose "Es ging in Teilbereichen um das Thema Haltung, wo Köln uns voraus war. Wir schenken zwei Tore her." Ähnlich sah es Kapitän Lars Stindl. So habe sein Team vor den Toren von Elvis Rexhbecaj (3., 55. Minute) jeweils die Anfangsphase der Halbzeiten "verpennt": "Wir müssen wieder hinterherlaufen, machen uns das Leben selber schwer", kritisierte der Ex-Nationalspieler.


Wegen der Rotation nahm Stindl, der als einer der wenigen seinen Startplatz behalten durfte, seinen Trainer in Schutz: "Wir haben immer gesagt, dass wir einen breiten Kader haben und alle Jungs es verdient haben auf den Platz zu stehen. Wir haben die bestmögliche Elf auf den Platz gestellt", sagte der Offensivspieler. Die Niederlage sei "nicht wegen der Rotation, sondern wegen einzelner Dinge, die wir nicht gut gemacht haben" zustande gekommen. Teamkollege Christoph Kramer ergänzte: "Du kannst immer nach einem Ergebnis bewerten, dass es ein Wechsel zu viel war. Heute ist es einmal schief gegangen."