17. Februar 2021 / 11:38 Uhr

Gladbach-Sportchef Eberl über die Suche nach einem Rose-Nachfolger: "In Ruhe meinen Job machen"

Gladbach-Sportchef Eberl über die Suche nach einem Rose-Nachfolger: "In Ruhe meinen Job machen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Manager Max Eberl muss einen neuen Trainer für Borussia Mönchengladbach suchen. 
Manager Max Eberl muss einen neuen Trainer für Borussia Mönchengladbach suchen.  © Getty Images/Montage
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Nach dem angekündigten Abschied von Marco Rose im Sommer, beginnt bei Borussia Mönchengladbach die Trainer-Suche. Sportdirektor Max Eberl gibt einen Einblick in die Planungen.

Trainer Marco Rose wird Borussia Mönchengladbach am Saisonende verlassen und zu Borussia Dortmund wechseln. Als Nachfolge-Kandidaten bei den Gladbachern werden in der Gerüchteküche vor allem drei Kandidaten genannt: Florian Kohfeldt, Gerardo Seoane und Jesse Marsch. "Ich werde nicht einen Namen kommentieren und in Ruhe meinen Job machen. Wenn alles fix ist, werde ich es mitteilen. Aber ich werde nicht in jeder PK auf diese Fragen antworten", sagte Sportdirektor Max Eberl am Mittwochmorgen auf SPORTBUZZER-Nachfrage.

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Für die Gladbacher, die sich von Rose einen gewaltigen Sprung nach vorn erhofft hatten und nun nach zwei Jahren wieder auf Trainersuche gehen müssen, gibt es immerhin eine ordentliche finanzielle Entschädigung. Die Ablösesumme wird auf etwa fünf Millionen Euro geschätzt. Eberl hofft jetzt besonders auf eins: Ruhe. "Wir haben drei Wettbewerbe vor uns. Das ist aktuell komplett mein Fokus. Dass ich mir im Hintergrund Gedanken mache, wer hier ab 1. Juli arbeiten kann, wer am besten passt zu unserem Klub, ist klar. Das wird intensiver", erklärte der Gladbach-Sportdirektor.

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2019 hatte Rose den in ähnlicher Situation in Salzburg noch Erfolg. Sein Wechsel nach Gladbach wurde im Frühjahr publik, im Sommer war er mit Red Bull Double-Sieger in Österreich. Auch in Borussias Historie finden sich Beispiele dafür, dass ein feststehender Abgang eines Trainers nicht zum Auseinanderbrechen führen muss: Nach Jupp Heynckes' verkündetem Abgang 1987 gewann Borussia zehn Partien in Serie und wurde Dritter. Als Dieter Hecking im April 2019 mitgeteilt wurde, dass er zum Saisonende gehen müsse, hielt er die Borussia noch sicher auf Platz fünf und qualifizierte sie damit für den Europacup.

"Ich habe mir in den letzten Tagen einigen Gedanken gemacht, was mit Trainerwechseln in Gladbach passiert ist, seitdem ich Sportdirektor bin. Hans Meyer hat für mich 2009, nachdem wir den Kader geplant hatten, überraschend gesagt, er will nicht mehr. Auch Lucien Favre hat ad hoc entschieden, dass er gehen will. Wir haben immer offen kommuniziert und waren transparent. Mit unserer Glaubwürdigkeit haben wir diese Situation gelöst. Auch bei Hecking wurde gesagt: Er ist eine Lame Duck", sagte Eberl: "Aber dieser Klub ist anders, er wird sich immer vor diese Menschen stellen. Wir sind überzeugt, dass wir die Entscheidungen für diesen Verein treffen, nicht für Hecking, Rose oder Eberl. Das werden wir auch mit Marco vollziehen."

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Eberl: Das haben wir immer wieder geschafft

Mögliche Niederlagen würden an der Einstellung der Gladbacher nichts verändern. Eberl unterstreicht: "Der Klub ist größer als jede Person." Das Projekt Borussia Mönchengladbach hänge nicht an einer Person. Man habe in der Vergangenheit schon immer wieder Spieler oder Trainer verloren. Der Sportdirektor geht dabei auf Spieler wie Marco Marin, Marco Reus oder Granit Xhaka ein, nennt aber mit Lucien Favre und Marco Rose zwei Trainer. "Was mich bestürzt: Dass nicht geglaubt wird, dass der Klub aus dieser Situation gestärkt hervorgehen kann. (...) Meine Lehre ist: Dass wir es immer wieder geschafft haben, gute Entscheidungen zu treffen, aus einer vermeintlich tiefen Depression neue Kraft geschöpft haben." Eberl wolle weiter Gas geben. Zum Abschluss verdeutlicht er: "Es passt kein Blatt zwischen Marco Rose und Max Eberl!"

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