25. Oktober 2019 / 09:25 Uhr

Gladbach-Fanhilfe wirft Polizei in Rom Gewalt gegen Anhänger vor - und berichtet von Verletzten

Gladbach-Fanhilfe wirft Polizei in Rom Gewalt gegen Anhänger vor - und berichtet von Verletzten

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Zahlreiche Fans von Borussia Mönchengladbach seien laut Fanhilfe von italienischen Polizisten mit Knüppel geschlagen worden.
Zahlreiche Fans von Borussia Mönchengladbach seien laut Fanhilfe von italienischen Polizisten mit Knüppel geschlagen worden. © dpa
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Eklat nach dem Europa-League-Spiel zwischen der AS Rom und Borussia Mönchengladbach: Fans wurden laut Mitteilung der Fanhilfe des Bundesligisten nur sehr langsam aus dem Olympiastadion in Rom gelassen. Zudem hätten die Polizisten auf die Gladbach "wild eingeschlagen".

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Schwere Vorwürfe der Fanhilfe von Bundesligist Borussia Mönchengladbach an die italienische Polizei: Nach dem Europa-League-Spiel (1:1) gegen die AS Rom habe es laut Mitteilung "zahlreiche Verletzte" gegeben, weil die Ordnungskräfte im Stadion weit nach Spielschluss "wie wild" auf die Gladbach-Anhänger einschlagen hätten. Der deutsche Klub selbst bestätigte in der Nacht zu Freitag zunächst nur, dass einige Anhänger und ein Mitarbeiter des Vereins in Polizeigewahrsam genommen und an der Abreise aus Rom gehindert wurden. Zuvor hatten die rund 7000 Fans bis eine Stunde nach Spielende im Gästeblock ausharren müssen, ehe sie den Bereich verlassen durften.

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Juan Arango, Marko Marin und Mo Idrissou - nur drei ehemalige Gladbach-Stars, die nicht nur "Fohlen"-Fans ein Begriff sind. Der SPORTBUZZER zeigt 50 Ex-Borussen und was aus ihnen wurde. ©

Fanhilfe Gladbach: Italienische Polizei schlug mit Knüppeln auf Anhänger ein

Die Fanhilfe beschreibt den Polizei-Einsatz während der Blocksperre eindringlich: "Circa während der Mitte des Prozederes eskalierte die Situation. Polizisten schlugen wild auf Fans ein, es gibt zahlreiche Verletzte, diverse Fans mussten ins Krankenhaus", schreibt die Organisation auf ihrer Facebook-Seite. Auch Frauen und Kinder seien verletzt worden. "Teilweise müssen die Fans dort die Nacht verbringen, da die Kopfverletzungen durch Knüppelschläge schwerwiegender sind." Zudem seien während des Block-Einsatzes jeweils nur 200 Fans gleichzeitig aus dem Olympiastadion in Rom gelassen worden: "Das hat dazu geführt, dass Fans über drei Stunden lang ohne Verpflegung im Regen standen", so die Fanhilfe.

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Zur berichteten Polizei-Gewalt äußerte sich auch Gladbach-Geschäftsführer Stephan Schippers: "Nach unseren Erkenntnissen und zu unserem Bedauern sind der italienische Ordnungsdienst und die Polizei mit für deutsche Verhältnisse überzogener Härte vorgegangen. Warum dies so war, können wir im Moment nur mutmaßen", sagte er laut Vereins-Mitteilung.



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Gladbach-Fans fallen in Rom wegen Zündens von Pyro-Technik auf

Die Gladbach-Fans unterstützten ihr Team in Rom lautstark, wurden allerdings auch wegen des Zündens von Pyrotechnik auffällig. Das Spiel in Rom konnte wegen der deutschen Anhänger erst einige Minuten später angepfiffen werden.

Schon beim Auswärtsspiel in Istanbul hatte es Probleme mit den türkischen Sicherheitskräften gegeben, weil Fahnen der Gladbach-Fans konfisziert und Borussen-Anhänger des Stadions verwiesen worden waren.

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