17. Februar 2021 / 19:39 Uhr

Gladbach-Fans beschimpfen Marco Rose mit Banner – Max Eberl "bestürzt" über Wut und Hass

Gladbach-Fans beschimpfen Marco Rose mit Banner – Max Eberl "bestürzt" über Wut und Hass

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Marco Rose wechselt zu Borussia Dortmund - sehr zum Ärger der Gladbacher Fans. Max Eberl verteidigte den Trainer.
Marco Rose wechselt zu Borussia Dortmund - sehr zum Ärger der Gladbacher Fans. Max Eberl verteidigte den Trainer. © IMAGO/Sven Simon
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Trotz seines bevorstehenden Wechsels zu Borussia Dortmund bleibt Marco Rose bis zum Saisonende Gladbach-Trainer. Damit werden die Forderungen vieler Fans nicht erfüllt, die sich ein sofortiges Aus des designierten BVB-Coaches wünschten. Sportdirektor Max Eberl ärgerte sich maßlos - die Anhänger seien aufgewiegelt worden.

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Bei Borussia Mönchengladbach liegen die Nerven blank: Nach der Ankündigung von Trainer Marco Rose, den Klub am Saisonende mit Hilfe einer Ausstiegsklausel zu verlassen und beim direkten Konkurrenten Borussia Dortmund anzuheuern, ist die sonst so gefestigte Elf vom Niederrhein im Krisenmodus - auch wenn sich Sportdirektor Max Eberl entschieden gegen diesen Eindruck wehrt. Einige Fans forderten im Netz bereits eine sofortige Trennung vom 44 Jahre alten Übungsleiter, machten ihrem Ärger am Mittwoch Luft und beschimpfen Rose.

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Vor der Pressekonferenz von Sportdirektor Max Eberl und Rose, bei der es auch um die kurzfristige Zukunft des Trainers ging, hängten Anhänger der Gladbacher ein Banner am Borussia Park auf. Auf dem Plakat stand in schwarzer Schrift: "Kein Söldner steht über dem Verein - sofort raus mit dem charakterlosen Schwein." Beim Wort "charakterlosen" wurden die Buchstaben R, o, s und e in gelber Farbe - als Zeichen für den BVB - geschrieben.

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Der so verunglimpfte Rose, der definitiv bis zum Ende der Saison bleiben wird (das bekräftigte Sportchef Eberl auf emotionale Weise), reagiert auf der PK enttäuscht. "Ich glaube nicht, dass ich jemanden umgebracht habe", sagte der Coach, der vor anderthalb Jahren von Red Bull Salzburg an den Rhein gewechselt war, der ansonsten jedoch auch Verständnis für Unmut äußerte. Deutlicher wurde Eberl: "Ich verstehe, dass der eine oder andere wütend ist über die Entscheidung", sagte er. "Die Vehemenz ist groß und teilweise bestürzt mich das auch, aber wir halten immer zusammen. Ich würde mich freuen, wenn die Wut, die teilweise in Hass übergeht, ab heute vorbei ist."



Eberl rechnet mit sozialen Medien ab: "Irgendwelche Dumpfbacken"

Ganz generell nahm der Sportchef den Noch-Trainer der Borussen in Schutz. Er zeigte sich "schockiert, wie dumpf und dumm Gerüchte über soziale Medien verbreitet werden", sagte der langjährige Gladbach-Macher und rechnete mit den Verursachern dieser Nachrichten schonungslos ab: "Irgendwelche Dumpfbacken" würden "Lügen verbreiten" und damit die Fans aufwiegeln. Eberl: "Es entsteht Wut, Hass und Zorn über Aussagen, die nicht der Wahrheit entsprechen."

Bereits seit Wochen war über einen möglichen Wechsel Roses zum BVB spekuliert worden, wo der Ex-Salzburger zur neuen Saison die Nachfolge von Interimscoach Edin Terzic antreten wird. Am Rosenmontag hatten die Gladbacher die Entscheidung Roses kommunziert. Eberl betonte, bereits "weit vor Montag" über den Entschluss des Trainers informiert worden zu sein.

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