11. Juni 2020 / 17:45 Uhr

Gladbach fordert Rassisten zur Kündigung der Mitgliedschaft auf - Max Eberl: "Will sie hier nicht sehen"

Gladbach fordert Rassisten zur Kündigung der Mitgliedschaft auf - Max Eberl: "Will sie hier nicht sehen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gladbach-Sportdirektor Max Eberl will keine Rassisten als Fans von Borussia Mönchengladbach.
Gladbach-Sportdirektor Max Eberl will keine Rassisten als Fans von Borussia Mönchengladbach. © imago images/Revierfoto
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Borussia Mönchengladbach hat in einem Vereins-Statement angekündigt, in Social-Media-Kanälen rigoroser gegen Rassisten und Hetzer vorzugehen. Zudem forderte der Klub Rassisten zur Kündigung der Mitgliedschaft auf.

Borussia Mönchengladbach will zukünftig gegen rassistische und hetzerische Kommentare in den Social-Media-Kanälen konsequent vorgehen und gegebenenfalls rechtliche Schritte einleiten. Damit reagierte der Klub auf entsprechende Kommentare, nachdem man in der vergangenen Woche eine gemeinschaftliche Video-Aktion mit Borussia Dortmund, Schalke 04 und dem 1. FC Köln gegen Rassismus veröffentlicht hatte.

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„Was wir seitdem in den Kommentarspalten erleben, lässt uns fassungslos zurück. Die Bearbeitung der vielen rassistischen, hetzerischen und menschenverachtenden Kommentare dauert bis zur Stunde an“, teilte der Klub auf seinem Vereinsportal mit. Man sei dankbar, dass die Mehrzahl der Borussen-Fans versuche, diesen Menschen mit Vernunft und Fakten entgegen zu treten.

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Eberl über Rassisten: "Wünsche mir, dass wir diese Menschen finden und bestrafen"

„Diese Rassisten und Hetzer werden wir auf unseren Social-Media-Kanälen zukünftig noch rigoroser sperren. Wir behalten uns vor, jeden Einzelfall nachzuverfolgen, zu prüfen und gegebenenfalls rechtliche Schritte einzuleiten und/oder Hausverbote auszusprechen. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum“, teilte der Verein mit.

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„Ich würde mir wünschen, dass wir diese Menschen finden und bestrafen und aus unserer Gesellschaft verbannen“, sagte Sportdirektor Max Eberl am Donnerstag. Der Klub stehe für Toleranz, Respekt und gegen Rassismus. „Wir schämen uns abgrundtief für jeden einzelnen 'Fan' von Borussia Mönchengladbach, der eine andere Auffassung vertritt. Vereinsmitglieder, die diesen Werten entgegenstehen, fordern wir auf, die Mitgliedschaft zu kündigen“, hieß es in der Mitteilung des Klubs. „Solche Menschen haben bei Borussia Mönchengladbach nichts verloren. Ich will sie hier einfach nicht sehen“, sagte Eberl.

Gladbach, der BVB, Schalke und Köln hatten dagegen am vergangenen Freitag mit einem gemeinsamen Video eine Botschaft gegen Rassismus gesendet. Unter dem Motto „In den Farben getrennt, im Fußball vereint – No Racism“ wurde ein Video veröffentlicht, in dem die Botschaften der Spieler Jadon Sancho (Dortmund), Marcus Thuram (Gladbach), Anthony Modeste (Köln) sowie Weston McKennie (Schalke) vom vorherigen Spieltag gezeigt wurden.