17. April 2021 / 15:23 Uhr

Gladbach-Sportdirektor Eberl über Hütter-Verhandlungen: "Hartnäckigkeit ist eine Qualität, die ich habe"

Gladbach-Sportdirektor Eberl über Hütter-Verhandlungen: "Hartnäckigkeit ist eine Qualität, die ich habe"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gladbachs Sportdirektor Max Eberl (rechts) ist voll vom neuen Fohlen-Coach Adi Hütter überzeugt.
Gladbachs Sportdirektor Max Eberl (rechts) ist voll vom neuen Fohlen-Coach Adi Hütter überzeugt. © dpa
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Frankfurt-Trainer Adi Hütter trifft mit der SGE am Samstag auf seinen künftigen Arbeitgeber Borussia Mönchengladbach. Ausgerechnet in der Woche vor dem Duell war der Sommer-Wechsel des 51-Jährigen bekanntgegeben worden. Gladbachs Sportdirektor Max Eberl gab vor der Partie Einblicke in die Verhandlungen mit dem Österreicher.

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Es ist ein Duell mit Beigeschmack: Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter trifft am Samstag (15.30 Uhr/Sky) auf seinen zukünftigen Arbeitgeber Borussia Mönchengladbach. Und beide Teams befinden sich mitten im Kampf um Europa. Der hessische Tabellenvierte hat sieben Punkte Vorsprung auf Rang fünf und liegt auf Kurs Königsklasse. Gladbach liegt mit vier Punkten Rückstand auf einen Europacup-Platz auf Platz acht. Der Wechsel von Hütter zu den Gladbachern war in dieser Woche offiziell bestätigt worden. Fohlen-Sportdirektor Max Eberl gab nun Einblicke in die Vertrags-Verhandlungen mit dem Österreicher. "Wir haben nach der Entscheidung von Marco (Rose, Anm. d. Red.) unser Interesse hinterlegt", so der Gladbach-Boss vor dem Spiel am Sky-Mikrofon.

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Dabei habe sich insbesondere ausgezahlt, dass der 47-Jährige sich nicht von Rückschlägen hat abbringen lassen. "Hartnäckigkeit ist eine Qualität, die ich habe", erklärte Eberl und sprach von einem Treffen mit dem SGE-Coach. "Wir haben uns sehr intensiv ausgetauscht und die gegenseitige Wertschätzung gespürt". Im Gespräch mit Hütter, dessen Weg man bereits "lange verfolgt" habe, habe man "Fakten geschaffen" und den Transfer letztlich über die Bühne gebracht. "Adi Hütter hat bei uns keine Klausel. Er hat einen reinen Drei-Jahres-Vertrag", hatte Eberl bereits am Freitag verraten.

Den Fokus richtete Eberl trotz des Wirbels um die Trainerposition voll auf den Saison-Endspurt. Der langjährige Gladbach-Macher betonte die Wichtigkeit des Duells mit Frankfurt und seinem zukünftigen Arbeitskollegen. "Vom Papier her wird es ein spannendes und interessantes Spiel. Es ist kein 'alter Trainer gegen neue Mannschaft', sondern es geht darum, dass wir das Spiel gewinnen möchten", schärfte Eberl die Sinne. Das Ziel sei auch nach dem bereits seit Februar feststehenden Abgang des aktuellen Trainers Marco Rose klar. "Wir sind alle sehr sehr professionell. Wir wollen mit Marco Rose auch noch nach Europa kommen."

Ähnlich ambitioniert geht auch Hütter in seine Abschiedstournee bei der SGE. Geschenke will der Frankfurt-Trainer dabei nicht verteilen. Denn klar ist: Sowohl für seinen Noch-Klub als auch für seinen zukünftigen Verein steht enorm viel auf dem Spiel. Mit dem vierten Sieg in Serie würden die Hessen die Chance der Borussia auf einen Europacupplatz erheblich minimieren - und die eigene auf den Einzug in die Champions League optimieren. "Wir wollen das Duell für uns entscheiden", versicherte Hütter. "Das Wichtigste ist, dass ich mit der Mannschaft etwas Historisches erreichen kann. Dann kann ich Frankfurt leichten Herzens verlassen."