23. Oktober 2022 / 18:22 Uhr

Gladbach-Geschäftsführer Markus Aretz reagiert auf Eberl-Kritik und mahnt zur "Ruhe"

Gladbach-Geschäftsführer Markus Aretz reagiert auf Eberl-Kritik und mahnt zur "Ruhe"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gladbach-Geschäftsführer Markus Aretz (kleines Foto) hat sich nach dem Interview von Max Eberl zu Wort gemeldet.
Gladbach-Geschäftsführer Markus Aretz (kleines Foto) hat sich nach dem Interview von Max Eberl zu Wort gemeldet. © dpa/IMAGO/fohlenfoto (Montage)
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Max Eberl hat mit seinem ersten Interview nach seinem Wechsel zu RB Leipzig und seiner langen Auszeit für Wirbel gesorgt. Unter anderem zeigte er sich von seinem Ex-Verein Borussia Mönchengladbach enttäuscht. Gladbach-Geschäftsführer Markus Aretz reagierte nun auf die Kritik des Ex-Sportdirektors.

Mit mahnenden Worten hat sich Borussia Mönchengladbachs Geschäftsführer Markus Aretz in die Debatte um Max Eberl eingeschaltet. Der ehemalige Borussia-Sportdirektor Eberl, der am 15. Dezember bei RB Leipzig als Sportchef startet, hatte seinen Ex-Klub in einem am Samstag veröffentlichten emotionalen Interview mit der Welt scharf kritisiert – und damit offenbar auch irritiert. "Wir glauben, dass es für beide Seiten besser wäre, wenn Ruhe in diese Angelegenheit kommt und dass es jetzt kein Hin und Her von gegenseitigen Anschuldigungen gibt", sagte Aretz der Süddeutschen Zeitung am Sonntag. Eine klare Warnung, sowohl an den Ex als auch an den eigenen Verein, die offensichtlichen Gräben nicht noch zu vergrößern.

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Eberl, der Ende 2020 mit seiner Vertragsverlängerung bis 2026 eine für die Branche unübliche mehrwöchige Auszeit zugestanden bekommen hatte, war monatelang untergetaucht, ehe er schließlich das Leipzig-Angebot annahm. Er sei unter anderem auf einer "Reise zu mir selbst" im argentinisch-chilenischen Grenzgebiet gewesen, wie der 49-Jährige sagte. Der Kontakt zur Borussia war abgerissen. "Aber es hat mir auch geholfen, damit abzuschließen. Ich habe jahrelang funktioniert, und als ich nicht mehr funktioniert habe, war es ganz schnell vorbei", sagte Eberl, der sich mit den Gladbachern wohl nicht im Guten trennte. "Mit mir hat sich jemand zu Wort gemeldet, der psychisch angeschlagen, der krank war – und ihm wird nicht geglaubt. Das ist das Problem", so der künftige Leipziger deutlich. Er habe den Eindruck gehabt, "als habe man nicht wirklich verstanden, worum es mir geht – und vor allem: Wie es mir geht.

Was ihn nach eigener Aussage besonders getroffen hat, ist der Umgang der Borussia mit einem Offenen Brief des Fanprojektes, als sich Eberls Unterschrift bei RB Leipzig andeutete. Darin wurde ihm vorgeworfen, bei seinen Ausführungen hinsichtlich seiner Erschöpfung unehrlich gewesen zu sein. Die Enttäuschung über seinen Wechsel zu RB könne er verstehen, "aber nicht, dass mir Lügen und Theaterspiel vorgeworfen wird – und dass der Klub so etwas nicht umgehend zurückweist". Ihn enttäusche es "sehr, dass Menschen, mit denen ich 23 Jahren lang fast täglich zusammengearbeitet habe, mir nicht glauben".

Konkret dazu äußerte sich Aretz am Sonntag wie der Verein nicht: Der Geschäftsführer blieb allgemein: "Borussia hat Max' Wunsch entsprochen, seine Arbeit zu beenden und den Verein zu verlassen, und ist ihm zuletzt auch entgegengekommen bei seinem Wunsch, ab Dezember in Leipzig zu arbeiten. Mehr möchten wir zu der Sache gar nicht mehr sagen", sagte Aretz. Ob es dabei bleibt?

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