12. März 2022 / 20:23 Uhr

Gladbach gewinnt Krisen-Gipfel: Hertha-Trainer Tayfun Korkut droht das Aus

Gladbach gewinnt Krisen-Gipfel: Hertha-Trainer Tayfun Korkut droht das Aus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Borussia Mönchengladbach hat das Krisen-Duell gegen Hertha BSC gewonnen. Berlin-Trainer Tayfun Korkut (rechts) droht das Aus.
Borussia Mönchengladbach hat das Krisen-Duell gegen Hertha BSC gewonnen. Berlin-Trainer Tayfun Korkut (rechts) droht das Aus. © IMAGO/Chai v.d. Laage/Team2/Montage
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Trainer Tayfun Korkut gerät bei Hertha BSC immer mehr unter Druck und könnte nach der Pleite im Krisen-Gipfel bei Borussia Mönchengladbach vor dem Aus stehen. Die Berliner bleiben in diesem Jahr sieglos, Gladbach setzt sich vom Tabellenkeller ab.

Für Tayfun Korkut wird die Luft als Trainer von Hertha BSC immer dünner. Der Coach und der im laufenden Kalenderjahr weiter sieglose Hauptstadtklub verloren das Krisen-Duell bei Borussia Mönchengladbach mit 0:2 (0:1) und rutschten nach dem vorherigen Remis des VfB Stuttgart bei Union Berlin auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Hertha-Manager Fredi Bobic hatte einen Punktgewinn des Teams am Samstagabend zuvor als "unausweichlich" bezeichnet und sich mögliche personelle Konsequenzen offengehalten. Unmittelbar vor dem Anpfiff machte der Sport-Geschäftsführer klar, dass seine Planungen auf der Trainer-Position auch "von der Art und Weise" des Auftritts in Gladbach abhängen würden. Ein wirklich entschlossenes Aufbäumen der Profis gegen den Absturz war allerdings erst nach der Pause wirklich zu erkennen.

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Für die Gladbacher, bei denen der zuletzt ebenfalls unter Druck geratene Trainer Adi Hütter das Spiel aufgrund einer Corona-Infektion nur aus der Ferne verfolgen konnte, ist der Sieg derweil Gold wert. Nachdem man zuvor dreimal in Serie ohne Dreier geblieben war und am vergangenen Wochenende eine 2:0-Führung in Stuttgart noch aus der Hand gegeben hatte, vergrößerten die Rheinländer nun den Vorsprung auf den Relegationsrang auf sieben Punkte. Die Führung gegen die Hertha erzielte Alassane Plea per Foulelfmeter (24.) Der Strafstoß resultierte aus einem Duell zwischen dem Berliner Marc-Oliver Kempf und Marcus Thuram, in dessen Folge Schiedsrichter Florian Badstübner nach Ansicht der Videobilder auf den Punkt zeigte. Matthias Ginter legte im zweiten Durchgang per Kopfball nach (59.).

Korkut hatte die Berliner Startelf in dem für seine Zukunft möglicherweise entscheidenden Spiel kräftig durcheinandergewirbelt. Im Vergleich zum 1:4 vor einer Woche gegen Eintracht Frankfurt kamen sechs neue Kräfte. Zunächst auf die Bank mussten unter anderem Dedryck Boyata und Suat Serdar. Das Tor hütete erneut der junge Marcel Lotka. Gladbach, wo Christian Peintinger die Hütter-Rolle übernahm, ging bei seiner Personalauswahl im Vergleich zur Schlappe beim VfB etwas konservativer vor. So kam es nur zu drei zum Teil durch Verletzungen oder Sperren bedingte Umstellungen.

Die Borussia bemühte sich von Beginn an, das Kommando zu übernehmen und agierte weitaus offensiver als der Gast. Erste Abschlussmöglichkeiten ließen folglich nicht lange auf sich warten. Breel Embolo (9.) und Thuram (14.) verfehlten noch das Ziel, ehe Kempfs Grätsche den Weg zur Gladbacher Führung freimachte und Plea zum 1:0 verwandelte. Die Platzherren gewannen nun an Sicherheit und kontrollierten das Geschehen. Die Hertha suchte nach einer Antwort, blieb in ihren Bemühungen aber ideenlos und war kaum gefährlich.

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Mit Beginn des zweiten Durchgangs erhöhten die Berliner ihr Engagement und schienen sich noch einmal gegen die Pleite zu stemmen. Einen Kopfball von Kempf lenkte Gladbach-Keeper Yann Sommer gerade noch über das Tor (54.). Die Borussia reagierte unbeeindruckt und erstickte die Versuche der Hertha im Keim. Nachdem Joe Scally noch an Lotka gescheitert war (58.), traf Ginter nach dem anschließenden Eckball zum 2:0. Wer nun einen Zusammenbruch der Berliner erwartet hatte, sah sich getäuscht. Die Gäste bemühten sich weiter um eine aktive Teilnahme am Geschehen. Um für eine echte Initialzündung zu sorgen, fehlte es aber an den nötigen Mitteln. Joker Jurgen Ekkelenkamp traf in der 77. Minute die Latte des Gladbach-Kastens - zu mehr reichte es nicht mehr.

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