31. Mai 2020 / 17:21 Uhr

Gladbach überzeugt wieder: Thuram, Neuhaus und Plea verschärfen Union Berlins Ergebniskrise

Gladbach überzeugt wieder: Thuram, Neuhaus und Plea verschärfen Union Berlins Ergebniskrise

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Während Gladbach dank Marcus Thuram und Florian Neuhaus weiter jubeln darf, steckt Union Berlin immer tiefer im Abstiegskampf.
Während Gladbach dank Marcus Thuram und Florian Neuhaus weiter jubeln darf, steckt Union Berlin immer tiefer im Abstiegskampf. © 2020 Pool
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Borussia Mönchengladbach hat in der Bundesliga zumindest vorübergehend wieder den dritten Platz erobert. Die Rheinländer feiern gegen Union Berlin einen letztlich ungefährdeten Heimsieg und können weiter auf die Teilnahme an der Königsklasse hoffen. Die Gäste aus der Hauptstadt rutschen tiefer in den Abstiegskampf.

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Der Kampf um die Champions-League-Plätze der Bundesliga bleibt spannend. Mit einem überzeugenden 4:1 (2:0)-Heimsieg gegen Abstiegskandidat Union Berlin hat sich Borussia Mönchengladbach zumindest vorübergehend wieder auf den dritten Platz gesetzt und damit Bayer Leverkusen verdrängt, das am Freitag vorgelegt hatte. Am Montag kann RB Leipzig seinerseits wieder vorbeiziehen. Die Treffer für die über weite Strecken überzeugenden Borussen erzielten der überragende Florian Neuhaus, der ebenfalls starke Doppeltorschütze Marcus Thuram und Alassane Plea, der außerdem zwei Treffer vorlegte. Sebastian Andersson konnte zwischenzeitlich auf 1:2 verkürzen. Nach den Siegen der Konkurrenten aus Frankfurt und Bremen schmilzt das einst große Polster der Berliner auf die Abstiegsränge immer weiter zusammen. Seit dem Re-Start gab es nur einen Punkt für die "Eisernen".

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"Wir haben verdient gewonnen und sehr griffig gespielt", freute sich Gladbachs Sportdirektor Max Eberl nach dem Spiel bei Sky. "Ärgerlich war das 1:2, so ein Tor lässt natürlich immer etwas Unwohlsein aufkommen. Die Spieler haben sich daraus aber gut befreut und am Ende haben wir verdient mit 4:1 gewonnen." Besonders freute den Manager das Comeback von Youngster Mamadou Doucouré nach rund drei Jahren Verletzungspause. Der Mittelfeldspieler wurde nach dem Spiel von seinen Teamkollegen wie ein Matchwinner gefeiert.

Gladbach-Trainer Marco Rose ("Wir sollten nicht über unsere Ziele nachdenken, sondern über unsere Leistung") nahm nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Werder Bremen drei Wechsel vor, brachte Hofmann, Bensebaini und Herrmann für den gesperrten Jantschke, Kramer und Wendt. Sein Berliner Kollege Urs Fischer tauschte zwei Mal, stellte statt Andrich und Ryerson Lenz und Prömel in die Startelf. Das Spiel machte zunächst in erster Linie der Gastgeber, der mit zahlreichen Offensiven sehr variabel agierte und durch Neuhaus (13.) die erste spektakuläre Chance hatte: Der als Kunstschütze bekannte DFB-Kandidat probierte es von der Mittellinie. Unions Keeper Gikiewicz war rechtzeitig zurück auf der Torlinie und parierte den Ball, der wohl knapp am Tor vorbei gegangen wäre.

Neuhaus schießt 3000. Gladbach-Tor in der Bundesliga

Drei Minuten später zielte Neuhaus genauer - und das war auch wichtig. Der 23-Jährige setzte sich im Zweikampf mit Berlins Marvin Friedrich stark durch und schoss aus etwa zehn Metern auf das Tor. Der perfekt gezielte Versuch rutschte über den linken Innenpfosten ins Tor der abstiegsbedrohten Unioner. Es war das 3000. Tor in der Bundesliga-Geschichte der "Fohlen" und die verdiente Führung für Gladbach, das auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte die bessere Mannschaft war, aber nur selten zum Abschluss kam. Wenn etwas passierte, waren oft Neuhaus und Thuram beteiligt. Der Franzose war es auch, der nach einer Plea-Flanke völlig frei am zweiten Pfosten stand und unbedrängt einköpfen konnte. (41.).

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Die inzwischen akut abstiegsbedrohten Gäste hatten sich zu Beginn der zweiten Hälfte augenscheinlich etwas vorgenommen. Fischer nahm einen offensiven Wechsel vor, brachte Kroos für Subotic. Bülter (46.) testete sogleich Sommer, der wenig später hinter sich greifen musste. Einen Ingvartsen-Freistoß schädelte Torjäger Andersson (50.) zum Anschlusstreffer ein - ein Beweis der Berliner Kopfballstärke, vor der Rose vor dem Anpfiff explizit gewarnt hatte. Nach dem Treffer zeigte Gladbach sich zunächst unbeeindruckt, kam durch Herrmann (53.), Bensebaini (56.) und Thuram (57.) zu mehreren Halbchancen. Das kuliminierte im vorentscheidenden 3:1, das mit seinem zehnten Saisontreffer erneut Thuram erzielte (59.). Die Gastgeber hatten das Spiel nun wieder im Griff, Union agierte bemüht, aber zu ungefährlich im Abschluss. Plea (81.) setzte den Schlusspunkt nach einer passgenauen Bensebaini-Flanke.