02. April 2019 / 17:56 Uhr

Gladbach-Manager Max Eberl erklärt: Deshalb muss Dieter Hecking den Klub verlassen

Gladbach-Manager Max Eberl erklärt: Deshalb muss Dieter Hecking den Klub verlassen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Borussia Moenchengladbach trennt sich zum Saisonende von Trainer Dieter Hecking. Sportdirektor Max Eberl begründete nun die Entscheidung.
Borussia Moenchengladbach trennt sich zum Saisonende von Trainer Dieter Hecking. Sportdirektor Max Eberl begründete nun die Entscheidung. © imago images / Sven Simon
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Es ist neben dem Rücktritt von Reinhard Grindel als DFB-Präsident die Knaller-Meldung des Tages: Dieter Hecking ist ab der kommenden Saison nicht mehr Trainer von Borussia Mönchengladbach. Auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz äußerten sich Gladbach-Manager Max Eberl und Hecking selbst zu der Entscheidung.

Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl hat die anstehende Trennung von Cheftrainer Dieter Hecking zum Saisonende als "strategische Entscheidung" bezeichnet. "Ich habe für den Klub eine Entscheidung für die Zukunft gefällt", sagte Eberl am Dienstag auf der kurzfristig einberufenen Pressekonferenz der Gladbacher. „Es war eine der schwierigsten Entscheidungen meiner Manager-Karriere, ab Sommer nicht mehr mit Dieter Hecking zusammenzuarbeiten“, fügte Eberl an. Er sei am Vortag „zu Dieter nach Hause gefahren“, um dem Trainer die Entscheidung zu übermitteln, erklärte der Sportdirektor.

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So begründet Gladbach-Manager Eberl das Hecking-Aus zum Saisonende

Gladbach-Manager Eberl begründete seine Entscheidung auch: "Wir wollen uns ein Stück weit neu aufstellen für die Zukunft", sagte der 45-Jährige, der den Vertrag mit Hecking im Dezember 2018 noch um ein Jahr bis 2020 vorzeitig verlängert hatte. "Es steht mir doch zu, wenn ich eine Neuausrichtung antreiben kann, wenn sie möglich ist", verteidigte sich Eberl. "Dieter hat uns in einer prekären Lage Halt gegeben. Ich habe für den Klub eine Entscheidung für die Zukunft gefällt."

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Doch wie könnte die Zukunft aussehen? Nach Informationen der Bild ist sich Gladbach mit dem Red-Bull-Salzburg-Trainer Marco Rose über eine Zusammenarbeit in der kommenden Saison bereits grundsätzlich einig. Die Borussia soll sogar bereit sein, eine Ausstiegsklausel von 1 Million Euro zu bezahlen. "Wenn es was für die Zukunft zu verkünden gibt, werden wir es tun. Es kann sein, dass es nicht nur den Trainer betrifft", sagte Eberl auf der Pressekonferenz auf Nachfrage, Man sei allerdings mit möglichen Hecking-Nachfolgern in "guten Gesprächen".

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Hecking über Gladbach-Verbleib: "Ich laufe nicht weg"

Hecking, der sich ebenfalls auf der PK stellte, wirkte angeschlagen: „Es war für mich eine Riesen-Enttäuschung gestern, die auch heute noch anhält“, sagte der Trainer. Wenn ein Verein meine, er müsse eine neue Strategie wählen, dann sei das sein gutes Recht. „Das ist so, das muss man akzeptieren, dafür ist man Trainer“, sagte der 54 Jahre alte Hecking. Er hätte aber auch kurz darüber nachgedacht, sofort in Gladbach hinzuschmeißen: "Ich hätte Max auch sagen können: ‚Komm hau ab, es reicht.‘" Schließlich wollte er aber doch für seine Mannschaft da sein. "Ich laufe nicht weg. Jetzt gilt es, das Maximum aus der Mannschaft herauszuholen", so Hecking

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