02. Februar 2020 / 10:53 Uhr

Ärger um Platzverweis gegen Gladbach-Star Plea: Rainer Bonhof wütet gegen Schiedsrichter

Ärger um Platzverweis gegen Gladbach-Star Plea: Rainer Bonhof wütet gegen Schiedsrichter

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schiedsrichter Tobias Stieler muss nach der Gelb-Roten Karte an Gladbach-Star Alassane Plea viel Kritik einstecken - Borussia-Vizepräsident Rainer Bonhof wütet wegen des Platzverweises.
Schiedsrichter Tobias Stieler muss nach der Gelb-Roten Karte an Gladbach-Star Alassane Plea viel Kritik einstecken - Borussia-Vizepräsident Rainer Bonhof wütet wegen des Platzverweises. © imago images/Picture Point LE/Revierfoto
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Die Gelb-Rote Karte gegen Gladbach-Star Alassane Plea im Topspiel gegen RB Leipzig sorgt noch immer für Ärger. Schiedsrichter Tobias Stieler schickte den Franzosen wegen Meckerns vom Platz - für Rainer Bonhof, Vizepräsident der Gladbacher, eine nicht nachvollziehbare Entscheidung.

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Es war die Aufreger-Szene des Bundesliga-Topspiels zwischen RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach (2:2): In der 61. Minute beschwerte sich Gladbach-Star Alassane Plea beim Stand von 2:1 für die Borussia deutlich bei Schiedsrichter Tobias Stieler wegen eines angeblichen Foulspiels - nachdem der Franzose daraufhin die Gelbe Karte gesehen hatte, beruhigte sich Plea nicht mehr. Nach einer abfälligen Bemerkung in Richtung des Referees musste der Torschütze zum 1:0 schließlich den Platz verlassen - Stieler zeigte dem "Fohlen"-Profi Gelb-Rot. Eine Entscheidung, die bei Experten wie Fans für viel Kritik sorgte. Gladbach-Vizepräsident Rainer Bonhof redete sich Spielende regelrecht in Rage.

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"So eine Sch... wie mit diesem Schiedsrichter habe ich noch nie gesehen", soll die Vereinslegende laut Bild gesagt haben. Bonhof witterte in seiner Wut sogar eine absichtliche Benachteiligung seines Teams: "Hatte der den Auftrag, das Spiel 2:2 ausgehen zu lassen? Der hat doch 34 Sachen gegen uns nicht gesehen." Gladbach-Spieler Jonas Hofmann bezeichnete die harte Stieler-Entscheidung gar als "spielentscheidende Szene". In Unterzahl kassierten die Gäste kurz vor Schluss schließlich noch den Ausgleich durch Christopher Nkunku.

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Stieler verteidigt Gelb-Rote Karte gegen Gladbach-Star Plea: "Verhalten ist inakzeptabel"

Schiedsrichter Stieler begründete die Gelb-Rote Karte für Plea auch mit mangelndem Vorbildverhalten: "Er hat wiederholt abfällig gestenreich keinen Respekt gezeigt. Ich kann es nicht nachvollziehen, dass ein Spieler, wenn er Gelb bekommt, immer noch abfällige Gesten macht", sagte der Unparteiische nach der Partie im TV-Sender Sky. Die Schiedsrichter seien angehalten, diese Unsportlichkeiten konsequent zu ahnden. Das sei auch Folge der strengeren Auslegung seit der Winterpause. "Ein solches Verhalten ist inakzeptabel, das ist kein Vorbildverhalten", sagte Stieler.

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus war dagegen anderer Meinung: "Wo soll man die Emotionen verstecken? Wir wollen doch Emotionen auf dem Platz sehen. Andere Fouls werden nicht mit Gelb geahndet, wo es klar nötig wäre. Wenn wir unsere Probleme so lösen, indem wir dem Fußball alle Emotionen nehmen, sind wir auf dem falschen Weg", kritisierte der Weltmeister von 1990 bei Sky. "Diese Gelb-Rote Karte hat Gladbach heute zwei Punkte gekostet. Wenn sie zu elft auf dem Platz bleiben, holt Leipzig heute keinen Punkt. Und für mich war sie trotz der neuen Regel übertrieben. Dann hat man in jedem Spiel zig Gelbe Karten."

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