11. November 2022 / 23:40 Uhr

Gladbach-Profi Julian Weigl schwärmt trotz WM-Aus von Flick-Anruf: "Hat mir viel bedeutet"

Gladbach-Profi Julian Weigl schwärmt trotz WM-Aus von Flick-Anruf: "Hat mir viel bedeutet"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Julian Weigl (rechts) wurde von Bundestrainer Hansi Flick nicht für den WM-Kader berücksichtigt.
Julian Weigl (rechts) wurde von Bundestrainer Hansi Flick nicht für den WM-Kader berücksichtigt. © IMAGO/Treese/Laci Perenyi (Montage)
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Am Freitagabend gewann Julian Weigl mit Borussia Mönchengladbach gegen den BVB – und tritt nun mit einem Sieg im Gepäck den WM-Urlaub an. Der einstige DFB-Profi ist von Bundestrainer Hansi Flick nicht für die WM nominiert worden. Und trotzdem sprach der Neu-Borusse in den höchsten Tönen vom Auswahlcoach.

Gleich mehrmals betonte Bundestrainer Hansi Flick während der Pressekonferenz zur offiziellen WM-Kadernominierung, dass er im Vorfeld einige schwierige Anrufe mit nicht für das Großereignis in Katar nominierten Spielern geführt hatte. Julian Weigl war einer davon. Der 27-Jährige (sechs Länderspiele) war zum Auftakt der WM-Saison extra für mehr Sichtbarkeit auf Leihbasis von Benfica Lissabon zu Borussia Mönchengladbach in die Bundesliga gewechselt. Gute Leistungen bei der Borussia sollten am Ende für eine WM-Nominierung jedoch nicht gereicht haben: "Natürlich ist es eine Enttäuschung", sagte Weigl im Anschluss an den 4:2-Sieg seiner Gladbacher gegen Borussia Dortmund im letzten Spiel vor der WM-Pause bei DAZN. Und obwohl die endgültige Gewissheit weh tat: Für DFB-Coach Flick hatte Weigl einen Tag nach dem persönlichen WM-Aus nur positive Worte übrig.

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Vor allem über den persönlichen Anruf von Entscheider und Seelentröster Flick schwärmte Weigl etwas: "Das hat mir viel bedeutet, dass er mich angerufen hat, sodass man es als Spieler ein Stück weit mehr verkraften kann", sagte der von Benfica Lissabon ausgeliehene Mittelfeldspieler. Der Bundestrainer habe dem Gladbacher "seine Gedankengänge erklärt", was bei Weigl besonders gut angekommen sei.

Dank der persönlichen Flick-Betreuung und höchstwahrscheinlich auch des klaren Heimsieges über den BVB war die Laune beim nicht nominierten Weigl am späten Freitagabend trotzdem gut. "So eine WM kommt nicht jedes Jahr, also will man da, wenn man schon im engeren Kreis ist, auf den letzten Metern auch dabei sein", gestand der Ex-Nationalspieler zwar ein, gab aber auch zu Protokoll: "Trotzdem habe ich heute extrem Bock gehabt zu spielen und jetzt nicht den Kopf in den Sand gesteckt. Ich war bereit und ich hatte Lust." Zudem würde ihm der Extra-Urlaub nach einer harten Saison auch gut tun, "auch wenn ich natürlich gerne in Katar dabei gewesen wäre".

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