19. März 2020 / 10:53 Uhr

Bestätigt: Gladbach-Profis verzichten freiwillig auf Teile ihres Gehalts - Eberl erklärt Hintergründe

Bestätigt: Gladbach-Profis verzichten freiwillig auf Teile ihres Gehalts - Eberl erklärt Hintergründe

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das Team von Borussia Mönchengladbach verzichtet auf einen Teil ihres Gehalts, was Sportchef Max Eberl (rechts) stolz macht.
Das Team von Borussia Mönchengladbach verzichtet auf einen Teil ihres Gehalts, was Sportchef Max Eberl (rechts) stolz macht. © 2020 Getty Images
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Die Spieler von Borussia Mönchengladbach, der Trainerstab sowie Direktoren und Geschäftsführer verzichten in der Corona-Krise auf einen Teil ihres Gehalts. Sportchef Max Eberl erklärte den Schritt der Vereins-Angestellten - und ist stolz auf seine Profis.

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Borussia Mönchengladbach ist der erste Fußball-Profiverein in Deutschland, bei dem die Spieler freiwillig auf Teile ihres Gehalts verzichten. "Der Trainerstab hat sich dem angeschlossen, genau wie unsere Direktoren und Geschäftsführer", sagte Sportchef Max Eberl am Donnerstag. Nach Informationen der Rheinischen Post soll der Club monatlich deutlich mehr als eine Million Euro pro Monat einsparen. Spieler und führende Angestellte wollen angesichts der Corona-Krise und der Spielpause in der Bundesliga anderen Angestellten des Klubs Jobs und Einkommen sichern.

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Eberl: "Wir stehen zusammen für Borussia"

"Ich bin sehr stolz auf die Jungs", sagte Eberl weiter. "Wir stehen zusammen für Borussia, in guten wie in schlechten Zeiten. Sie wollen etwas an Borussia zurückgeben und damit auch an all die Fans, die uns unterstützen." Finanz-Geschäftsführer Stephan Schippers hatte zuletzt eingeräumt, dass jedes Heimspiel, das wie das 2:1 gegen den 1. FC Köln vor gut einer Woche ohne Zuschauer durchgeführt werden muss, dem Verein rund zwei Millionen Euro netto kostet. Sollte die Bundesliga gar nicht mehr spielen können, drohen den Klubs wegen möglicher fehlender TV-Einnahmen sogar noch größere Einbußen.

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Juan Arango, Marko Marin und Mo Idrissou - nur drei ehemalige Gladbach-Stars, die nicht nur "Fohlen"-Fans ein Begriff sind. Der SPORTBUZZER zeigt 50 Ex-Borussen und was aus ihnen wurde. ©
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Schippers bekräftigte, wie ernst die Lage allgemein sei: "Ziel ist es, dass Borussia Mönchengladbach diese Coronakrise übersteht. Ziel ist es, dass wir das schaffen, ohne betriebsbedingte Kündigungen aussprechen zu müssen." Denkbar sei in dem Zusammenhang auch, Kurzarbeit zu beantragen. "Wir sind dabei, das zu prüfen." Am Montag hatte die DFL entschieden, den Spielbetrieb in der Bundesliga und 2. Liga vorerst bis zum 2. April ruhen zu lassen. DFL-Boss Christian Seifert warnte zudem vor einem möglichen finanziellen Kollaps der Klubs. "Es geht nicht mehr darum, wer in der Öffentlichkeit am besten da steht. Sondern es geht für die Klubs der Bundesliga und der 2. Liga ums Überleben".

Auch Watzke, Löw und Bierhoff wollen auf Gehalt verzichten

Laut DFB-Präsident Fritz Keller sind Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoffebenfalls dazu bereit, in Zeiten der Corona-Krise auf einen Teil ihrer Gehälter zu verzichten."Die Herren sind schon auf uns zugekommen, freiwillig - ohne, dass wir was gesagt haben und haben das schon angedeutet", sagte Verbandsboss Keller auf der Video-Pressekonferenz am Mittwoch. Auch BVB-Boss Hans-Joachim Watzke soll laut einem Bericht des Kicker dazu bereit sein, auf rund ein Drittel seines Gehalts zu verzichten.

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