16. Mai 2020 / 20:23 Uhr

Gladbach-Sturm furios: Borussia springt nach Sieg über schwache Frankfurter auf Platz drei

Gladbach-Sturm furios: Borussia springt nach Sieg über schwache Frankfurter auf Platz drei

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gladbach verbesserte sich mit dem Auswärtssieg in Frankfurt auf den dritten Platz.
Gladbach verbesserte sich mit dem Auswärtssieg in Frankfurt auf den dritten Platz. © imago images/Poolfoto
Anzeige

Start nach Maß für Borussia Mönchengladbach: Im ersten Spiel nach der Corona-Pause gewinnen die Gladbacher bei Eintracht Frankfurt mit 3:1 und überholen damit den Drittplatzierten RB Leipzig. Die Krise der Eintracht verschlimmert sich.

Anzeige
Anzeige

Dank eines Blitz-Starts mit zwei Toren innerhalb der ersten sieben Minuten und eines Elfmeter-Treffers hat Borussia Mönchengladbach zum Neustart der Bundesliga einen überzeugenden Sieg über Eintracht Frankfurt gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Marco Rose gewann in Frankfurt mit 3:1 (2:0) und ist damit neuer Tabellen-Dritter mit nun einem Punkt Vorsprung auf RB Leipzig, das am Nachmittag gegen den SC Freiburg nicht über ein 1:1 hinaus kam.

Mehr vom SPORTBUZZER

Alassane Plea (nach 35 Sekunden), Marcus Thuram (7.) und Rami Bensebaini (73., Foulelfmeter) erzielten die Treffer für die Fohlen. Die Frankfurter kamen durch André Silva (81.) noch zum Ehrentreffer. Kurz vor Spielende kam es zudem zu einer kuriosen Szene: Gladbach-Profi Jonas Hofmann vergab in der 85. Minute eine 100-prozentige Torchance - er hatte Eintracht-Keeper Kevin Trapp bereits ausgespielt, jedoch klärte SGE-Verteidiger Martin Hinteregger den schwachen Schuss auf der Linie.

50 ehemalige Spieler von Borussia Mönchengladbach – wo sind sie gelandet?

Juan Arango, Marko Marin und Mo Idrissou - nur drei ehemalige Gladbach-Stars, die nicht nur Fohlen-Fans ein Begriff sind. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt 50 Ex-Borussen und was aus ihnen wurde. Zur Galerie
Juan Arango, Marko Marin und Mo Idrissou - nur drei ehemalige Gladbach-Stars, die nicht nur "Fohlen"-Fans ein Begriff sind. Der SPORTBUZZER zeigt 50 Ex-Borussen und was aus ihnen wurde. ©

Eintracht Frankfurt machen die Umstände zu schaffen

Die Krise der Frankfurter verschlimmert sich durch die Niederlage. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter ist bei noch acht verbleibenden Liga-Spielen nur fünf Punkte vom Relegationsplatz 16 entfernt. Die Hausherren wirkten nach dem frühen Rückschlag konsterniert und kassierten kurz darauf das zweite Gegentor. Dieses Mal leitete Bensebaini auf der linken Seite ein, seine flache Hereingabe drückte Thuram aus Nahdistanz über die Linie. Im Überschwang der Gefühle gab es für den Vorbereiter vom Torschützen zwar keine Umarmung, dafür aber ein Küsschen auf die Wange.

Den Frankfurtern merkte man die besonderen Umstände der Partie vor leeren Rängen deutlich an. Ohne die frenetische Unterstützung ihrer Fans wirkten die sonst so heimstarken Hessen bieder und teilweise hilflos. Hinzu kamen gravierende Unzulänglichkeiten in der Abwehr.

Ganz anders die ballsicheren Gäste, die sich im Hotel statt wie üblich im Stadion umgezogen hatten. Das Rose-Team kombinierte gefällig und erarbeitete sich nach dem 2:0 weitere Möglichkeiten. Plea scheiterte nach gut 20 Minuten mit einem Distanzschuss an Trapp, den Nachschuss setzte Florian Neuhaus knapp über das Frankfurter Tor.

Fortsetzung oder Abbruch: So ist der Stand in den internationalen Topligen

Das Coronavirus legt den Fußball in Europa lahm - mit Ausnahme der weißrussischen Liga müssen alle Wettbewerbe pausieren. Die Länge der Zwangspause ist dabei unterschiedlich bemessen. Der <b>SPORT</b>BUZZER fasst den Stand zusammen - wie lange pausieren die Ligen in Europa? Zur Galerie
Das Coronavirus legt den Fußball in Europa lahm - mit Ausnahme der weißrussischen Liga müssen alle Wettbewerbe pausieren. Die Länge der Zwangspause ist dabei unterschiedlich bemessen. Der SPORTBUZZER fasst den Stand zusammen - wie lange pausieren die Ligen in Europa? ©

Gladbach bleibt durchgehend gefährlich

Die einzige Eintracht-Chance in der ersten Halbzeit entsprang einer Standardsituation. Filip Kostic hämmerte einen Freistoß aus 25 Metern aufs Borussia-Gehäuse, doch Gäste-Torwart Yann Sommer hechtete ins bedrohte Eck und parierte. Mehr war von der Frankfurter Offensive, in der Bas Dost den Vorzug vor Silva erhielt, nicht zu sehen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit verstärkte Eintracht-Trainer Adi Hütter mit der Hereinnahme von Silva für Djibril Sow den Angriff - allerdings nur personell. Denn klare Chancen konnte sich der Europa-League-Viertelfinalist weiterhin nicht erarbeiten.

Gladbach beschränkte sich zwar weitgehend auf die Verwaltung des Vorsprungs, blieb aber dennoch gefährlicher. Plea (68.) traf mit einem feinen Schlenzer zunächst nur den Innenpfosten, wenig später war Bensebaini vom Elfmeterpunkt erfolgreich. Evan Ndicka hatte zuvor Breel Embolo zu Fall gebracht. Der späte Treffer des eingewechselten Silva war dann nur noch Ergebniskosmetik.