01. Oktober 2022 / 21:35 Uhr

Gladbach-Trainer Farke nach Bremen-Debakel: "Hatten über Nacht Geschichten, die nicht vorteilhaft waren"

Gladbach-Trainer Farke nach Bremen-Debakel: "Hatten über Nacht Geschichten, die nicht vorteilhaft waren"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gladbach-Trainer Daniel Farke zeigte sich nach der hohen Pleite in Bremen unzufrieden.
Gladbach-Trainer Daniel Farke zeigte sich nach der hohen Pleite in Bremen unzufrieden. © IMAGO/Kirchner-Media
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Gladbach-Trainer Daniel Farke gibt nach dem Debakel bei Werder Bremen Einblick in die schwierige Vorbereitung auf die Partie. Dabei verrät er Details, betont aber zugleich, dass diese nicht als Entschuldigung gelten dürfen.

Nachdem er in der Kabine erste und wahrscheinlich deutliche Worte an seine Mannschaft gerichtet hatte, wirkte Daniel Farke fast schon wieder gefasst. "So etwas passiert im Fußball. Vor zwei Wochen haben wir gegen Leipzig unser bestes Saison-Spiel gemacht und heute waren wir in den ersten 20 Minuten gefühlt gar nicht auf dem Platz", bilanzierte der Trainer von Borussia Mönchengladbach nach der 1:5-Pleite bei Werder Bremen am Sky-Mikrofon und hatte offenbar schon im Vorfeld der Partie eine Ahnung, dass es kompliziert werden würde, eine ähnliche Vorstellung wie beim 3:0 bei RB Leipzig auf das Feld zu bringen.

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"Man weiß die Zeichen zu deuten. Wir hatten schon Schwierigkeiten, weil viele Spieler spät nach wichtigen Länderspielen zurückgekommen. Einige andere hatten Verletzungsprobleme", führte der Coach weiter aus und machte dann eine Andeutung, die zur Nachfrage zwang: "Wir hatten auch über Nacht noch einige Geschichten, die nicht vorteilhaft waren." In seiner Erklärung offenbarte Farke dann weitere gravierende Probleme vor dem Anpfiff: "Nico Elvedi hat mit einer gebrochenen Nase gespeilt. Yann Sommer hat sich die ganze Nacht übergeben und es war bis kurz vor dem Anpfiff nicht klar, ob er spielen kann. Ramy Bensebaini hatte Sprunggelenksprobleme."

Anschließend betonte Gladbachs Trainer aber deutlich: "Wenn ich das hier alles so aufführe, klingt das nach einer Entschuldigung und Selbstmitleid. Die Jungs haben gespielt. Dann müssen sie auch abliefern. Sonst darf ich sie nicht stellen." Folglich wollte er die "verdiente Niederlage" auch nicht an Personalien festmachen, sondern ganz klar an sportlichen Versäumnissen in der ersten Viertelstunde, die Werder dazu nutzte, um bereits nach 13 Minuten mit 3:0 davonzuziehen.

Farke analysierte: "Selbst unsere ballsichersten Spieler haben keinen Pass an den Mann gebracht. Wir haben jeden Zweikampf verloren und taktisch überhaupt nicht das gemacht, was wir tun wollten." Jeder habe "mit sich selbst zu kämpfen" gehabt. Ein Zustand, der in den nächsten Trainingstagen abgestellt werden muss. Denn: Am kommenden Bundesliga-Wochenende kommt es zum Derby gegen den 1. FC Köln.

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