14. Dezember 2019 / 12:00 Uhr

Gladbach-Trainer Rose: Noch nie gegen Wolfsburg, aber schon oft gegen Glasner

Gladbach-Trainer Rose: Noch nie gegen Wolfsburg, aber schon oft gegen Glasner

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Oliver Glasner und Marco Rose
Oliver Glasner und Marco Rose © Marcel Kusch/dpa
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VfL Wolfsburg gegen Borussia Mönchengladbach: Das ist am Sonntag auch das Duell der Trainer Oliver Glasner gegen Marco Rose. Der eine war auch ein Kandidat für den Job des anderen - und hatte vor 23 Jahren seine erste Begegnung mit dem VfL.

Wolfsburg gegen Gladbach – das ist auch das Wiedersehen von VfL-Trainer Oliver Glasner mit Borussen-Coach Marco Rose. Beide kennen sich aus der österreichischen Bundesliga, Glasner war mit dem Linzer ASK lange Zeit der Jäger von Rose und Liga-Krösus RB Salzburg. Im Sommer wechselten dann beide nach Deutschland. Und: Fast wäre nicht Glasner, sondern Rose neuer VfL-Trainer geworden.

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Aber Ende März, am Tag der 0:2-Niederlage des VfL in Dortmund, hatte es erstmals geheißen, Rose präferiere Gladbach und nicht Wolfsburg. In der Woche nach diesem Spiel wurde die ganze Sache öffentlich. Doch die VfL-Verantwortlichen um Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer hatten eben nicht nur Rose, sondern auch Glasner im Visier, der dann der Nachfolger von Bruno Labbadia wurde. „Es ist die Pflicht eines Vereins, bei der Wahl eines neuen Trainers mehrere Kandidaten ins Auge zu fassen.“ Wer alles ein Kandidat gewesen sei „ist für mich kein Thema“, sagt Glasner vor dem Duell mit Rose, der als Trainer noch nie gegen Wolfsburg gespielt hat. Dafür standen sich Glasner und Rose schon achtmal gegenüber – gegen keinen anderen Trainerkollegen musste Rose so oft ran.

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Rose siegte viermal, dreimal trennte man sich unentschieden, einmal gewann Glasner. Und wer gewinnt am Sonntag? Die Borussia kommt als Tabellenführer, hat am letzten Spieltag die Bayern geschlagen, am Donnerstagabend gab’s mit dem Last-Minute-Aus in der Europa League gegen Istanbul Basaksehir einen heftigen Dämpfer. Gibt das nun einen Knacks? „Nein, das denke ich nicht“, sagt der VfL-Coach und lobt die Borussia: „Sie haben viel Tempo und Wucht, dazu noch ganz viel Tiefe im Spiel – sie sind schwierig zu verteidigen.“ Gleichwohl biete diese offensive Ausrichtung auch Räume, um eigene Torchancen zu kreieren: „Ich hoffe, dass wir mit diesen Chancen effizienter umgehen als in den vergangenen Spielen.“

Übrigens: Als Spieler spielte Rose viermal gegen den VfL: Dreimal in der Bundesliga für Mainz – und 1996 als 19-Jähriger für den VfB Leipzig II im Pokal. Der damalige Zweitligist VfL gewann in Leipzig 4:0 – es war der erste Wolfsburger Pflichtspielsieg in der Saison, die mit dem Aufstieg endete.

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