31. Oktober 2019 / 07:28 Uhr

Gladbach-Trainer Marco Rose reagiert auf Rote Karte gegen BVB: "Ein bisschen überreagiert"

Gladbach-Trainer Marco Rose reagiert auf Rote Karte gegen BVB: "Ein bisschen überreagiert"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gladbach-Trainer Marco Rose hat gegen den BVB die Rote Karte gesehen
Gladbach-Trainer Marco Rose hat gegen den BVB die Rote Karte gesehen © 2019 Bongarts/Getty Images
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Als erster Trainer im DFB-Pokal kassierte Gladbach-Coach Marco Rose bei der 1:2-Niederlage beim BVB eine Rote Karte. Nach der Partie erklärte der 43-Jährige, was passiert war - und zeigte sich einsichtig. Nun erwartet Rose eine Sperre.

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Für Gladbach-Trainer Marco Rose war es am Mittwoch ein gebrauchter Tag! Mit seiner Mannschaft schied der 43-Jährige bei der 1:2-Niederlage beim BVB aus dem Pokal aus. Zusätzlich sah er selbst auch noch die Rote Karte - die erste für einen Trainer im DFB-Pokal. Nach der Partie erklärte der Coach des Bundesliga-Tabellenführers, warum ihm Schiedsrichter Benjamin Cortus den Platzverweis zeigte: "Viele im Stadion haben statt eines Eckballs einen Abstoß gesehen und dementsprechend habe ich wahrscheinlich ein bisschen überreagiert und habe ein paar Worte gefunden, die nicht die richtigen waren", sagte Rose auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Im Video: Gladbach-Trainer Rose erklärt die Rote Karte

Gladbach-Trainer Rose erklärt historische Rote Karte

Eckball-Entscheidung als Auslöser für Rose-Platzverweis

Was war passiert? In der Nachspielzeit kämpften Gladbach-Youngster Louis Beyer und der Dortmunder Doppel-Torschütze Julian Brandt an der Gladbacher Torauslinie um den Ball. Brandt spielt den Ball schließlich mit dem Kopf ins Aus. Statt auf Abstoß entschied das Schiedsrichtergespann um Cortus aber auf Eckball. Rose beschwerte sich lautstark und offenbar auch im falschen Ton über die Aktion, die seiner Mannschaft wertvolle Zeit nahm, dass Cortus ihn vom Platz stellte.

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Vor dem Ausgleich: BVB-Doppelpacker Brandt stand wohl im Abseits

Mitgeschwungen haben in Roses Wut dürfte aber auch eine Fehlentscheidung vor dem Dortmunder Ausgleichstreffer in der 77. Minute: Torschütze Brandt hatte vor seinem Treffer im Abseits gestanden. Im DFB-Pokal gibt es den Videobeweis nicht, sodass die (Fehl-)Entscheidung auch nicht überprüft werden konnte. Ganz versöhnt mit der Leistung der Schiedsrichter war Rose nach der Partie noch nicht: "Ich war auch nicht beim Schiedsrichter, weil ich schon ein Typ bin, der das Gefühl hat, wenn er richtig drüber ist, dass er auch Fehler einsieht und sich dann tatsächlich persönlich entschuldigt. Aber es gab schon so ein, zwei Momente, wo ich jetzt einfach im Nachhinein nicht die Notwendigkeit empfunden habe. Und so schlimm drüber war ich auch nicht, das muss man auch ganz klar sagen."

DFB-Pokal: BVB schlägt Gladbach dank Brandt

Über die anstehende Sperre wollte sich Rose, der mit Red Bull Salzburg zwei Mal die österreichische Meisterschaft gewonnen hat, noch keine Gedanken machen: "Ich habe mich damit noch nicht auseinandergesetzt. Es ist auch ein bisschen viel. Du kriegst Gelbe Karten, du kriegst Gelb-Rote Karten. Ich weiß nicht, wo du dann gesperrt bist als Trainer. Keine Ahnung. Weiß ich nicht, was da jetzt auf mich zukommt." Vorerst muss er sich darum wohl auch nicht Sorgen: Die kommende Sperre wird wohl erst in der nächsten Saison im DFB-Pokal greifen.