05. Oktober 2020 / 12:51 Uhr

Glänzender Auftakt: VfB/SC startet mit zwei Auswärtssiegen

Glänzender Auftakt: VfB/SC startet mit zwei Auswärtssiegen

Peter Konrad
Peiner Allgemeine Zeitung
Badminton-Zweitligist VfB/SC Peine feierte mit zwei Auswärtssiegen einen gelungenen Start. Frank Juchim steuerte beim 4:3 gegen Köln einen Punkt bei, in Bonn hingegen verlor er sein Einzel.
Badminton-Zweitligist VfB/SC Peine feierte mit zwei Auswärtssiegen einen gelungenen Start. Frank Juchim steuerte beim 4:3 gegen Köln einen Punkt bei, in Bonn hingegen verlor er sein Einzel. © Sönke Rathje
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Insgesamt drei Zähler aus den beiden Auftaktbegegnungen wollte der VfB/SC Peine holen – nun ist es sogar einer mehr geworden, denn der Badminton-Zweitligist gewann sowohl in Köln als auch in Bonn mit 4:3. „Viel besser hätte es für uns gar nicht laufen können – es ist ein Traumstart“, freute sich VfB/SC-Trainer Heiner Brandes.

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Die Freude war ihm deutlich anzumerken. Kein Wunder, startete sein Team doch mit zwei Auswärtssiegen in die neue Saison der 2. Badminton-Bundesliga. „Das war ein perfektes Wochenende“, konstatierte Heiner Brandes, Coach des VfB/SC Peine, der zunächst beim Mitaufsteiger in Köln mit 4:3 gewann und sich tags darauf in Bonn gegen den 1. BC Beuel II mit dem gleichen Ergenis durchsetzte.

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CfB Köln – VfB/SC Peine 3:4 (13:15 Sätze). „Es war ein hartes Stück Arbeit“, resümierte Heiner Brandes. Denn der Mitaufsteiger aus Köln sei extrem ausgeglichen besetzt gewesen – entsprechend verliefen auch die Partien. „Alle Spiele waren super eng und sehr umkämpft“, sagte der VfB/SC-Trainer, dessen Team gut startete, das erste Herren- sowie das Damen-Doppel für sich entschied.

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Zwar verkürzten die Kölner anschließend auf 1:2, doch Florentine Schöffski stellte parallel fast gleichzeitig den alten Abstand wieder her. „Flo hat klasse gespielt und sich durchgebissen – entscheidend war ihre Laufstärke“, erklärte Brandes.

Und nur wenig später hatten die Peiner ihren ersten Sieg und damit auch die ersten beiden Punkte perfekt gemacht, setzte sich doch Frank Juchim im zweiten Herren-Einzel mit 3:0 durch und erhöhte somit auf 4:1. „Er hat das super gemacht und ist auch in kritischen Abschnitten nie nervös geworden, sondern hat seine Linie voll durchgezogen“, lobte Brandes.

In den beiden verbleibenden Begegnungen hatte der VfB/SC zwar das Nachsehen, gleichwohl fiel das Fazit positiv aus. „Wir hätten zwar gern drei Zähler geholt, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden“, betonte Brandes. Schließlich sei der Gegner enorm stark gewesen. „Die Partie hätte auch 4:3 für Köln ausgehen können.“ Dass der VfB/SC dennoch gleich zum Auftakt einen Erfolg feierte, habe auch an der Nervenstärke gelegen, sagte er. „Das Team hat selbst in schwächeren Phasen die Ruhe bewahrt – großes Lob dafür.“

Auch von der Atmosphäre ließen sich die Peiner nicht beeindrucken. „Die Halle war voll, und die Zuschauer haben einen Höllenlärm veranstaltet. Doch das hat mein Team komplett ausgeblendet – das war schon stark“, bilanzierte Brandes.

Die Spiele: Marijn Put/Christoph Offermann – Lucas Bednorsch/Lucas Gredner 12:10, 8:11, 3:11, 5:11; Fabienne Wachenfeld/Lena Bonnie – Nadine Cordes/Laura Gredner 9:11, 13:11, 11:7, 5:11, 9:11; Philipp Wachenfeld/Fabian Demtröder – Niklas König/Mirco Ewert 11:9, 11:6, 11:3, Put – Bednorsch 9:11, 11:8, 11:3, 11:8; Lisa Heidenreich – Florentine Schöffski 10:12, 3:11, 15:13, 8:11; P. Wachenfeld/F. Wachenfeld – Lucas Gredner/Nadine Cordes 10:12, 11:5, 11:9, 9:11, 11:7; Jan Thiele – Frank Juchim 12:14, 7:11, 10:12.

1.BC Beuel II – VfB/SC Peine 3:4 (12:15). Bereits mit einem Zähler wären die Peiner im Soll gewesen, wollten sie doch aus beiden Partien insgesamt drei Zähler mit auf die Heimreise nehmen – dank des zweites Sieges ist es sogar einer mehr geworden. „Und es wäre noch mehr möglich gewesen. Dem fünften Punkt trauern wir ein bisschen hinterher“, erklärte Heiner Brandes und verwies darauf, dass sein Team bereits mit 4:0 führte.

In den letzten drei Partien gelang dem VfB/SC jedoch kein Erfolg mehr. Dabei schienen Lucas und Laura Gredner im Mixed schon auf der Siegerstraße zu sein, „da sie im fünften Satz bereits recht deutlich führten. Doch ein unglücklicher Ballwechsel ließ das Spiel noch kippen. Die beiden ärgerten sich, verloren daraufhin ihre Linie und verloren deshalb noch – das darf eigentlich nicht passieren“, erklärte Brandes.

Die Freude über den zweiten Sieg trübte das indes nicht. „Für uns ist das ein Traumstart“, betonte der Coach. Diesen ermöglicht habe der größer gewordene Kader. „Wir sind nun in der Breite qualitativ wesentlich besser aufgestellt als in den vergangenen Jahren, so dass irgendeiner schon den Punkt macht – und das gibt allen eine gewisse Sicherheit“, erläuterte Brandes.

Ein Sonderlob gab es für Niklas König und Mirco Ewert. „Denn die beiden haben überraschend das zweite Doppel gewonnen. Sie haben sehr clever gespielt und waren die Garanten dafür, dass wir auch im zweiten Spiel zwei Punkte geholt haben.“

Die Spiele: Tim Fischer/Moritz Rappen – Lucas Gredner/Lucas Bednorsch 7:11, 7:11, 9:11; Katja Holenz/Vanessa Seele – Nadine Cordes/Laura Gredner 9:11, 7:11, 11:6, 4:11; Lennart Konder/Srayas Padmanabhan Vasudevan – Niklas König/Mirco Ewert 9:11, 5:11, 12:10, 9:11; Vasudevan – Bednorsch 11:9, 11:9, 10:12, 11:5; Anke Fastenau – Florentine Schöffski 8:11, 5:11, 11:9, 2:11; Holenz/Fischer – Gredner/Gredner 8:11, 11:8, 12:14, 11:8, 11:9; Lennart Konder – Frank Juchim 11:4, 11:3, 11:9.