25. Februar 2021 / 14:47 Uhr

Glasner erleichtert: Wolfsburgs Arnold fit fürs Hertha-Spiel!

Glasner erleichtert: Wolfsburgs Arnold fit fürs Hertha-Spiel!

Andreas Pahlmann und Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Lobt Maximilian Arnold: Oliver Glasner, der Trainer des VfL Wolfsburg.
Lobt Maximilian Arnold: Oliver Glasner, der Trainer des VfL Wolfsburg. © dpa
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Oliver Glasner kann am Samstag gegen Hertha BSC auf Maximilian Arnold zurückgreifen, der Mittelfeldmann trainiert wieder mit der Mannschaft. Umbauen muss der Trainer des VfL Wolfsburg sein Team dennoch.

Umbauen muss er sowieso - weil Verteidiger John Anthony Brooks eine Gelb-Sperre abbrummt. Umso wichtiger für Oliver Glasner, Trainer des VfL Wolfsburg, dass er sich nicht auch noch um eine weitere Baustelle seiner zuletzt so extrem stabilen Defensive kümmern muss: Mittelfeld-Motor Maximilian Arnold ist fit für das Spiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen Hertha BSC. Zuletzt hatte der 26-Jährige zwei Trainingstage verpasst. Glasner: "Er war ein bisschen kränklich, hatte Kopfweh. Nun hat er sich auskuriert und wird, wenn nichts mehr dazwischenkommt, zur Verfügung stehen."

Dass das VfL-Eigengewächs wieder dabei ist, freut den Trainer natürlich, weil er weiß, dass Arnold "gerade in einer starken Verfassung und ein wichtiger Spieler für uns" ist. Mit tollen Auftritten spielt sich der 26-Jährige immer mehr in den Fokus der deutschen Nationalmannschaft. Gleichwohl betont Glasner, "dass wir nicht von einem einzelnen Spieler abhängig sind. Wir gewinnen unsere Spiele als Mannschaft und haben auch schon Spiele ohne Max gewonnen."

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Arnold kann mitwirken, verzichten muss der Coach jedoch auf Brooks. Für den US-Amerikaner wird voraussichtlich Marin Pongracic in der Abwehr agieren - auch wenn sich Glasner noch nicht festlegend mochte und den etatmäßigen Mittelfeld-Mann Josuha Guilavogui als Alternative nannte, "es wird auf jeden Fall ein Rechtsfuß sein", meinte der Coach schmunzelnd und wenig aussagekräftig, denn bei beiden ist der rechte der stärkere Fuß. Dass er nach sechs Spielen mit derselben Startformation erstmals wieder seine erste Elf ändern muss, beunruhigt den Österreicher nicht: "Ich habe gar kein Bauchweh, weil sich die Spieler in jedem Training gut präsentieren, ganz unabhängig von ihrer derzeitigen Rolle. Das gibt mir ein sehr gutes Gefühl."

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Und dieses Gefühl ist berechtigt, denn in dieser Saison musste Glasner sein Team schon das eine oder andere Mal umbauen - wegen Verletzungen, Corona-Infektionen oder Sperren. Ganz extrem war es kurz vor Weihnachten, als sich Arnold, Xaver Schlager, Maximilian Philipp und Tim Siersleben unerlaubterweise zum Fußballgucken getroffen hatten, Arnold daraufhin positiv auf Covid-19 getestet wurde und die anderen drei Profis als Kontaktpersonen in Quarantäne mussten. Am Erfolg änderte das aber nichts, mit 1:0 setzte sich der VfL gegen den VfB Stuttgart durch, im DFB-Pokal gab's einen 4:0-Erfolg gegen den SV Sandhausen.

Umbauen wird Glasner sein Team in den kommenden Wochen sicherlich gezwungenermaßen noch einige Male. Denn abgesehen von möglichen Verletzungen im Saison-Endspurt stehen derzeit mit Maxence Lacroix, Schlager und Arnold drei Akteure bei vier Gelben Karten. Sorgen macht sich Glasner diesbezüglich aber nicht, da "jeder weiß, was zu tun ist", so der Österreicher. "Die Spieler sind sehr fokussiert, auch im Training. Wir zeigen immer wieder, was gut läuft und was noch nicht so gut läuft. Ich habe keine Bedenken, dass wir ins Wanken kommen."

Neben Brooks müssen die Wolfsburger gegen Hertha auch ohne Josip Brekalo (leichte Gehirnerschütterung) auskommen. "Es geht ihm so weit schon wieder gut, aber er darf noch nicht trainieren", sagt Glasner. Zudem droht Siersleben wegen Wadenproblemen gegen die Hauptstädter auszufallen - vor denen der VfL-Trainer warnt: "Sie haben Tempo, Robustheit und mit Sami Khedira noch einen sehr erfahrenen Spieler dazugewonnen. Sie sind schwer auszurechnen. Zuletzt haben sie das System auf ein 3-5-2 umgestellt", weiß Glasner und betont: "Wir brauchen wieder mal eine richtig gute Leistung, die gleiche Konsequenz, Laufbereitschaft und in eigenem Ballbesitz Lösungen wie zuletzt."